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SUMMARY:Erwin Ditzners Carte Blanche
DESCRIPTION:Bereits zum 18. Mal spielt der kundige Free-Jazz-Schlagzeuger Erwin Ditzner eine Carte Blanche bei Enjoy Jazz. Im vergangenen Jahr begeisterte er das Publikum mit einem virtuosen Solokonzert\, in diesem Jahr hat er sich eine ganz besondere Besetzung zusammengestellt: Gemeinsam mit einem der legendären Gründer des europäischen Free Jazz\, dem mittlerweile 88-jährigen Alexander von Schlippenbach\, mit dem Ditzner bereits im Duo und bei einer früheren Carte Blanche spielte\, sowie dem Bassisten Sebastian Gramss und Christof Thewes an der Posaune. Die vier\, über Generationen über die Kunst der Improvisation verbundenen Künstler\, werden die Musik frei im Augenblick entstehen lassen. Ganz pur und analog. Ditzner arbeitet in seinen konzeptuellen Erkundungen mit rhythmisch kunstvollen Schichtungen und abrupten Bruchstellen\, mit Klangzersägungen\, solistischen Eruptionen\, Binnenformationen und Tutti-Klanggewalten. Energetisch\, roh und gleichzeitig von verletzlicher Schönheit.
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SUMMARY:Pablo Ziegler Trio
DESCRIPTION:Astor Piazzolla hat den Tango revolutioniert. Der Einfluss des Jazz auf den Nuevo Tango war mindestens so groß wie sein Studium bei der Komponistin Nadia Boulanger. In seinem zweiten Quintett spielte einst ein junger Pianist\, der nicht nur als legitimer Erbe Piazzollas gelten darf\, sondern als Innovator eigenen Rechts: Pablo Ziegler\, geboren 1944 in Buenos Aires\, hat die komplexen Strukturen des Nuevo Tango so verinnerlicht\, dass er sie mühelos in Sinnlichkeit verwandelt. Dabei spinnt er die Traditionsfäden aus Tango\, Jazz und zeitgenössischer Musik zu einem feinen Gewebe\, transparent und undurchdringlich zugleich. Auch als Komponist hat er eine eigene Handschrift entwickelt. Er arbeitete mit wichtigen Musikern und Orchestern. Aber die Raffinesse und Eleganz\, der Ideenreichtum und das technische Können kommen besonders im Trio zum Tragen: Hier muss alles stimmen\, um magische\, harmonische\, melancholische Momente zu erschaffen. Nichts Geringeres gelingt dem Pablo Ziegler Trio.
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SUMMARY:Émile Parisien - Yaron Herman - Prabhu Edouard - Linda May Han Oh FLOATING
DESCRIPTION:Der französische Jazz-Star Émile Parisien\, der bereits mehrfach das Publikum von Enjoy Jazz mit seiner Virtuosität auf dem Sopransaxofon begeisterte\, präsentiert sein neues Projekt „Floating“\, das er während seiner zweijährigen Künstlerresidenz am Théâtre de la Cité internationale entwickelte\, mit einem außergewöhnlichen Quartett. Mit dabei sind sein langjähriger Wegbegleiter\, der israelische Ausnahmepianist Yaron Herman sowie die in Malaysia geborene und in New York lebende Star-bassistin Linda May Han Oh\, die als Professorin am renommierten Berklee College of Music in Boston lehrt. Erweitert durch die kunstvoll geschichteten Rhythmen des indischen Tabla-Meisters Prabhu Edouard begeben sie sich gemeinsam auf die Suche nach unerforschter Musik und innovativen Klängen\, mit außergewöhnlicher Präzision und poetischer Kraft. Schwebend. \nNach nach dem Konzert steht Ihnen das Team des „Projekt Sokrates. Heidelberg Street Philosophy“ in angenehm inspirierender Atmosphäre für ein individuelles Gespräch über unser Festival-Motto „Beauty“ gerne zur Verfügung.
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SUMMARY:DJ Krush
DESCRIPTION:Nach seinen Anfängen gefragt\, sagte DJ Krush einmal\, er habe als Hip-Hop-DJ begonnen und sei immer ein Hip-Hop-DJ geblieben. Der 1962 in Tokio geborene DJ-Superstar\, mit bürgerlichem Namen Hideaki Ishii\, fing Feuer\, als er Anfang der 80er Jahre den Film „Wild Style“ sah\, in dem u.a. Fab 5 Freddy\, die Rock Steady Crew und Grandmaster Flash auftraten. Diesen Vorbildern eiferte damals eine Gruppe junger DJs und Breakdancer nach\, die sich auf der Straße ausprobierten. In den 90ern begann die eindrucksvolle Solokarriere von Krush\, die ihn zu einem der weltweit avanciertesten DJs und Produzenten machte. Immer wieder gab es Kollaborationen – etwa mit dem Kollektiv Kemuri Productions\, das mit zehn Turntables auftrat und denkwürdige Sounderlebnisse schuf. Krush arbeitete an Projekten mit Galliano oder Coldcut\, nicht zuletzt auch mit Jazzmusikern wie Toshinori Kondo\, Bill Laswell und Herbie Hancock. Seine jüngsten Arbeiten haben etwas Minimalistisches\, Konzentriertes\, Tiefes\, als würden sie die Essenz von Klängen ausloten wollen. \nSupport: Persian Empire
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CATEGORIES:Club Night,Enjoy Jazz 2026
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SUMMARY:Julie Sassoon Quartet
DESCRIPTION:Voyages\, das sind weiträumige Klangreisen innerer Landschaften der außergewöhnlichen britischen Pianistin Julie Sassoon. Mit ihrem 2015 gegründeten Quartett wurde sie für ihr lyrisches\, verdichtetes Spiel ausgezeichnet\, das den „Guardian“\, der ihr aktuelles Album „Voyages“ zum „Jazz-Album des Monats“ wählte\, an die Intensität von Keith Jarretts solistischer Virtuosität und den Minimalismus von Steve Reich erinnert. Nach einer klassischen Ausbildung als Pianistin und Violinistin gründete Julie Sassoon zunächst ihr Trio „Azilut!“\, das wiederum vom „Guardian“ als „zu Wundern fähig“ gepriesen wurde. Sie spielte die Musik von Julius Eastman ebenso wie mit der Band Oregon oder Solo in der ausverkauften Elbphilharmonie. Ein Konzert als gemeinsame Reise. Begleitet von ihrem „Wunder“-Quartett mit Lothar Ohlmeier an Tenorsaxofon und Bassklarinette\, Meinrad Kneer am Bass und Rudi Fischerlehner am Schlagzeug.
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SUMMARY:Enjoy Jazz Schulbigband
DESCRIPTION:Dieses Projekt ist unser ganzer Stolz\, auch wenn wir das Verdienst sofort an die wunderbaren Pädagogen Dr. Peer Hübel\, Peter Jacob und Stefan Kirsch weiterreichen. Wo gibt es so etwas schon: eine Schulbigband\, rekrutiert aus drei Schulen in drei Städten und zwei Bundesländern\, die jedes Jahr vor ausverkauftem Haus einen Headliner-Auftritt bei einem renommierten Festival spielt? Wir sagen’s Ihnen: nirgends! Jahr für Jahr müssen die Bigband-Leiter durch Schulabgänge bis zu 50 Prozent des Ensembles ersetzen. Es mutet wie ein moderner Sisyphos-Mythos an. Immer wieder wälzen die drei Pädagogen einen aus über vierzig Teilen sorgsam amalgamierten Stein Richtung Gipfel\, um zusehen zu müssen\, wie er jedes Mal wieder ins Tal rollt und alles von vorne beginnt. Aber: Was in der Antike als Strafe zu verstehen war\, geht hier mit nachhaltigem Erfolg einher. Etliche Mitglieder des Orchesters haben inzwischen ein Musikstudium aufgenommen oder sogar Platten eingespielt. Chapeau!
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SUMMARY:Matinee: Björn Meyer solo
DESCRIPTION:So etwas wünscht man sich: jenen einen\, lebensverändernden Moment. Björn Meyer spielte Gitarre in einer Punkband\, begann gerade ein Informatikstudium\, als er eine Saite auf einem herumstehenden E-Bass anschlug. Dieser Ton öffnete ein Universum. Das Studium schloss der 1965 in Stockholm geborene Meyer zwar ab\, danach aber konzentrierte er sich voll und ganz auf den E-Bass\, und bis zum heutigen Tag entdeckt er an diesem Instrument immer neue Facetten. Meyer\, der seit 30 Jahren in der Schweiz lebt\, spielte Flamenco\, war Teil von Bazar Blå\, arbeitete mit Asita Hamidi und Anouar Brahem\, entwickelte mit Nik Bärtsch das Kollektiv RONIN\, gründete das Trio Amiira und die Band NEN und gehört zum Quartett von Simin Tander. 2017 nahm er für ECM sein erstes Soloalbum auf\, ganz frisch erschienen ist sein zweites\, „Convergence“\, eingespielt mit sechssaitigem Bass\, produziert von Manfred Eicher. Zu seinen Einflüssen zählt er Anthony Jackson\, Alan Holdsworth und Carles Benavent. Für junge Musiker:innen aber ist Meyer selbst inzwischen ein Vorbild.
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SUMMARY:LAUT! Der Enjoy Jazz Kindertag
DESCRIPTION:Noch größer\, noch bunter\, noch lauter – der Enjoy Jazz Kindertag begeistert in diesem Jahr u.a. mit einer Mitmach-Show\, präsentiert von der wunderbaren Jana Forkel (KiKA\, „Die Sendung mit der Maus“\, „neuneinhalb“)\, außerdem gibt es Live-Musik\, Musik-Bewegungs-Workshops\, die „Schneekönigin“ als Figurentheater\, verschiedene Kreativ-Workshops\, Kinder-Kino („Yuku und die Blume des Himalaya“ mit anschließendem Blumenbasteln)\, einen Flash Mob (ups\, dürfen wir eigentlich noch gar nicht verraten) und weitere Überraschungen wie z.B. eine „Playtronica Station“: Durch Berührung können dort kinderleicht Gegenstände in Klänge verwandelt werden. All das macht unseren Kindertag zu einem großen Spaß für kleine Entdeckerinnen und Entdecker von 3 bis 10 Jahren. Außerdem macht auch der Bücherbus Halt. \nFreier Eintritt für Kinder unter 3 Jahren.
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SUMMARY:Club Night: Love is Everywhere
DESCRIPTION:Die Community-Party-Reihe „Love is Everywhere“\, gegründet von DJ Tina Edwards\, ist inspiriert vom Geist der „utopischen“ Tanzszene der 1970er Jahre – mit Afrobeat\, House\, Funk\, Soul\, Luftballons\, Discokugeln\, Aprikosen\, Seifenblasen\, „Lofting“ und jeder Menge Liebe. So beschreiben die Organisator:innen der Reihe\, benannt nach einem Song von Pharoah Sanders\, ihre Events. Mit dem Ziel kollektiver Freude\, die Gemeinschaft und Solidarität auf der Tanzfläche zelebriert\, in der sich jeder wohlfühlt und sich frei entfalten kann – frei von jeglicher Form von Belästigung oder Unterdrückung. So heißt es in ihrem Mission Statement: „Wenn du unsere Party betrittst\, erklärst du dich automatisch mit dem „Love Is Everywhere“-Party-Gelöbnis einverstanden: Deine Mittänzer:innen mit Respekt und Liebe zu behandeln\, mit Wärme\, Klangfülle und Klarheit.“ Bei Enjoy Jazz ist „Love is Everywhere“ erstmals außerhalb Londons zu erleben. \nDance Lesson: 21:00 Uhr\nDJ Set: 22:00 – 02:00 Uhr
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SUMMARY:Lakecia Benjamin: We Dream
DESCRIPTION:Sie ist eines der Aushängeschilder des zeitgenössischen Jazz. In ihrer Musik treffen Funk\, Soul und Hip-Hop auf die Retro-Bewegung der Stunde: den Spiritual Jazz. Ihm hatte sie in Form eines Tributs an John und Alice Coltrane bereits eines ihrer letzten Alben gewidmet. Lakecia Benjamins Musik kann man als Hochenergie-Variante dieses meditativen Subgenres beschreiben. Sie selbst begreift ihr voluminöses Spiel als eine Art heilende musikalische Praxis. Ein Anspruch\, den sie dem DownBeat Magazine gegenüber auf die Formel brachte: „Jede Note\, die ich spiele\, berührt jemanden auf einer tieferen Ebene.“ Im BASF Feierabendhaus präsentiert die sechsmal für den Grammy nominierte Saxofonistin ihr aktuelles Album „We Dream“. Zugewandt und voller emotionaler Hingabe an den Augenblick inszeniert sie ihre Musik als empathischen Dialog mit dem Publikum. Dafür\, warum das so perfekt und mitreißend funktioniert\, hat sie eine einfache Erklärung: „Ich spiele nichts\, das keine Geschichte erzählt.“ \nAlle Karteninhaber:innen haben zudem die Möglichkeit\, kostenlos die Vorveranstaltung „Learn to Enjoy Jazz“ zu besuchen.
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SUMMARY:Learn to Enjoy Jazz
DESCRIPTION:Ein Erfolgsformat kehrt zurück. „Learn To Enjoy Jazz“ schafft Raum für in die Tiefe gehende Betrachtungen rund um das Thema Jazz. Ausgehend von der auffälligen und enorm kreativen Kraft der in oder um 1926 geborenen Jazzmusiker:innen\, werden kenntnisreich zwei Role Models in den Mittelpunkt gerückt\, deren 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird: John Coltrane und Miles Davis. Dazu haben wir zwei Publizisten eingeladen\, die maßgebliche Bücher zum Thema vorgelegt haben: Peter Kempter („John Coltrane. Biografie einer Jazzikone“) und Stefan Hentz („Miles Davis. Sound eines Lebens“). Für die Moderation konnten wir die Berliner Journalistin und Verlegerin Maxi Broecking gewinnen. – Gerne vormerken: Sie wird am 24.10. erneut bei Enjoy Jazz zu Gast sein\, dann mit einer collagierten Hommage an den visionären Aufklärer Fela Kuti. \nFreier Eintritt für Besucher:innen des anschließenden Konzerts mit Lakecia Benjamin.
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SUMMARY:Club Night: aya & Ikonika & Kode9
DESCRIPTION:Hyperdub startete 2000 als Fanzine\, wurde 2004 zum Label und hat seitdem die elektronische Musik mehrfach neu kalibriert. Steve Goodman aka Kode9 wollte ursprünglich „sub bass and slightly off-kilter beats that are a little bit sad in tone“. Dann\, so Goodman selbst\, „went the label a bit haywire“: Burial verankerte mit „Untrue“ (2007) die Emotion dauerhaft in der Clubmusik. DJ Rashad brachte mit „Double Cup“ Footwork aus Chicago nach Europa. Kode9 selbst zeigte mit The Spaceape auf „Memories of the Future“ (2006)\, wohin Bass führen kann\, wenn er die Dancefloor-Logik hinter sich lässt: dystopisches Hörspiel statt Club. Dazu ein bemerkenswerter Frauenanteil im Roster\, der nicht Programm ist\, sondern Konsequenz einer Haltung. Bei Enjoy Jazz ist Hyperdub mit zwei aktuellen künstlerischen Statements vertreten: aya\, deren „hexed!“ (2025) Sucht und Trauma hörbar macht\, und Ikonika\, die auf „SAD“ (2025) Queerness\, Trans-Sein und Neurodivergenz in eine musikalische Struktur übersetzt.
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CATEGORIES:Club Night,Enjoy Jazz 2026
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SUMMARY:Listening Session: Lena Boßmann
DESCRIPTION:Lena Boßmann ist Podcast-Producerin bei Pool Artists und freie Moderatorin. Während ihres Sprachwissenschafts-Studiums startete sie mit ihrer eigenen Radiosendung in die Hamburger Radiolandschaft und arbeitete später unter anderem als Moderatorin und Musikredakteurin bei ByteFM. Heute moderiert sie Live-Formate aus den Bereichen Musik\, Popkultur und Gesellschaft. \nKenntnisreiche Hosts stellen ein ausgesuchtes Album vor\, das auf hochwertiger Audioausrüstung in voller Länge gespielt wird. Die Enjoy Jazz Listening Session bietet gute Musik in entspannter Atmosphäre und hochwertige Drinks – für ein herausragendes Klangerlebnis ist mit Hirsch + Ille\, dem Spezialisten für Unterhaltungselektronik als Partner\, natürlich ebenfalls gesorgt.
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SUMMARY:Loreen Sima feat. Jakob Bänsch / Yoshi Tschira LARGE
DESCRIPTION:Jazz from the Black Forest. Es ist ein Nachhausekommen\, wenn die im Schwarzwald geborene Bassistin und Sängerin Loreen Sima\, die in Stuttgart\, Dresden und Oslo studierte\, zurück in die Heimat kommt. Sie ist Frontfrau einer neuen Jazzgeneration\, die aus der Tradition schöpft und sie gekonnt in die Zukunft trägt. Mit E-Bass\, Synthesizer und Vocals spielt sie ihre eigene Form des Funk- und Fusion Jazz als Hommage an legendäre Gruppen wie Herbie Hancocks Headhunters oder Weather Report. Ihr Trio mit dem Pianisten Elias Störr und Schlagzeuger Heinrich Eißmann wird hier ergänzt durch zwei weitere Gesangsstimmen und den spannenden jungen Trompeter Jakob Bänsch\, der bereits mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Weiteres Highlight: Der Stuttgarter Gitarrist Yoshi Tschira\, der bereits im letzten Jahr mit seinem Quartett das Enjoy Jazz Publikum begeisterte\, stellt sein LARGE Ensemble vor.
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SUMMARY:Jason Moran solo
DESCRIPTION:Nach seinem berührenden und gefeierten Solokonzert bei Enjoy Jazz 2023 begibt sich der außergewöhnliche Pianist und Komponist Jason Moran jetzt erneut auf eine Soloreise. Diesmal mit der Musik des großen Duke Ellington\, als Hommage\, Erinnerung und Neuverortung. Wie Moran selbst sagt\, habe es Jahrzehnte gedauert\, bis er sich bereit gefühlt habe\, die Tür zu Dukes Meisterschaft als Komponist\, Bandleader und vor allem als Pianist zu öffnen. Das Ergebnis zeigt Moran auf dem Höhepunkt seines Könnens und seiner Virtuosität. Tief versunken in die historische und musikalische Bedeutung Ellingtons\, dessen Werk er mit seiner eigenen künstlerischen Interpretation übersetzt. Respektvoll und mit großer Sensibilität zeigt es Moran als Meister sich tänzerisch ineinander verlaufender Melodielinien\, mit denen er ein ganzes Klanguniversum erschafft. Wie ein Gemälde aus eruptiven Farbverläufen\, pastos und schimmernd.
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SUMMARY:Samora Pinderhughes Quintet feat. Elena Pinderhughes
DESCRIPTION:Jahrelang haben Elena und Samora Pinderhughes nur zu Hause im Wohnzimmer gemeinsam Musik gemacht – jetzt wagen sich Schwester und Bruder gemeinsam auf die Bühne: und da wird es persönlich – und politisch. Die Geschwister aus Kalifornien verbinden Jazz\, Soul und Spoken Word zu einem Sound\, der unter die Haut geht: sinnlich\, suchend\, kompromisslos. Ihre Musik erzählt von Identität\, von Gerechtigkeit\, von Nähe – und bleibt dabei immer offen\, atmend\, lebendig. So entsteht durch die Kompositionen von beiden ein Dialog zwischen Flöte und Klavier. Mal verblüfft fragile Intimität\, mal kraftvolle Dringlichkeit – jeder Moment scheint im Hier und Jetzt zu entstehen. Ein Abend für alle\, die Jazz nicht als Genre verstehen\, sondern als Haltung. Und die Lust haben\, sich berühren zu lassen – ohne Sicherheitsabstand. Denn die Geschwister machen Musik\, um „die Menschen aufzurütteln – sie aus ihrer Komfortzone zu holen\, damit sie aufstehen.“
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SUMMARY:Savina Yannatou & Primavera en Salonico w/ Lamia Bedioui
DESCRIPTION:Mit ihrem neuen\, mittlerweile fünften ECM-Album „Watersongs“ kommt die griechische Ausnahmesängerin Savina Yannatou auf die Bühne des Enjoy Jazz Festivals. Meisterhaft verschränkt die in Athen geborene Yannatou mit ihrem Ensemble Volksliedtraditionen mit schimmernden Jazzimprovisationen\, die sie in ihre eigene Klangsprache übersetzt. Mit weichen Melodien\, sehnsuchtsvoll und melancholisch wie ein Blues. In ihrem aktuellen Album geht es um Wasser – als lebensspendende Quelle\, als Medium der Taufe und der spirituellen Wiedergeburt\, und als Bedrohung bei Sturm. Dabei lieferte Shakespeares Drama „Der Sturm“ (The Tempest) – und insbesondere das Lied des Geistes Ariel\, „Full Fathom Five“ – die Inspiration für dieses Projekt über die Macht des Meeres\, verblüffende Metamorphosen zu bewirken\, basierend auf einer Melodie des britischen Komponisten und Lautenspielers Robert Johnson aus dem 17. Jahrhundert.
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SUMMARY:Zum Klang und Wert des Wassers – Stimmen und Perspektiven
DESCRIPTION:Bevor die griechische Ausnahmesängerin Savina Yannatou mit ihrem neuen Album „Watersong“ die Bühne betritt\, laden wir zu einem Gespräch ein\, das die Vielschichtigkeit des Wassers aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: der Wissenschaft und der Kunst. \nProf. Dr. Andrea Schäfer beschäftigt sich mit Wasser\, und zwar dort\, wo es besonders dringend gebraucht wird. Sie ist Professorin für Wasserverfahrenstechnik und hat das Institut für Fortgeschrittene Membrantechnik (IAMT) am KIT gegründet\, das sie auch leitet. Ihr Forschungsschwerpunkt sind Membranverfahren\, mit denen sich Wasser reinigen\, entsalzen und wiederverwenden lässt. Dabei reicht ihre Arbeit von der Grundlagenforschung bis zu praktischen Projekten in entlegenen Regionen der Welt. \nIhre Karriere führte sie über Australien\, Schottland und Tansania nach Karlsruhe. Was sie antreibt\, bringt sie in einem Satz auf den Punkt: „Ich habe einen Traum: sauberes Wasser für alle Kinder.“ \nGirisha Fernando nähert sich dem Wasser über den Klang. Seit Jahren konzipiert\, programmiert und leitet er künstlerisch das Water & Sound Festival in Augsburg\, ein jährliches Festival für globale Musik\, mit dem er Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zusammenbringt\, um Flüsse\, Meere und Wasserwege als kulturelle und spirituelle Lebensadern erfahrbar zu machen\, zuletzt unter dem Motto „Waterways“. \nAls Kurator für globale Musik verbindet Fernando Weltmusik\, spirituelle Musik\, Jazz und zeitgenössischen Pop und führt sein Festival bewusst interdisziplinär: Er lässt Musik auf ökologische und gesellschaftliche Themen treffen. Für ihn ist das Festival ein Mittel\, um die Vieldimensionalität des Wassers sichtbar und erlebbar zu machen\, jenseits von Zahlen und Fakten. \nIm Gespräch treffen technisches Wissen und künstlerische Vision aufeinander: Was bedeutet Wasser als Ressource\, und was bedeutet es als Klang\, als Geschichte\, als Verbindung zwischen Kulturen? Eine Begegnung\, die den Boden bereitet für einen Abend\, an dem Savina Yannatou mit ihrem Ensemble Primavera en Salonico genau diese Fragen musikalisch auslotet: Wasser als Quelle des Lebens\, als Ritual\, als Bedrohung\, und als das\, was Menschen über Kontinente hinweg verbindet.
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SUMMARY:Tom Skinner
DESCRIPTION:Er ist Afrobeat-Drummer\, Hip-Hop-Beatmaker und ein dem Spiritual Jazz zugewandter Perkussionist – zuweilen gleichzeitig. Tom Skinner prägt seit zwei Jahrzehnten als Schlagzeuger und Produzent die Londoner Jazzszene. Er gründete die Sons of Kemet mit und spielt mit Radiohead-Frontmann Thom Yorke in der Band The Smile. Nun hat Skinner mit „Kaleidoscopic Visions“ seine Stimme als Komponist gefunden – sein persönlichstes Album bislang. Einen Song darauf hat er nach seiner Mutter betitelt. Die Kompositionen bewegen sich Skinner-typisch zwischen Jazz\, Indie und afrikanischer Rhythmik\, oft meditativ\, mit viel Raum für die Improvisationen seines Quintetts. Die Saxofonisten Robert Stillman und Chelsea Carmichael weben luftige Harmonien\, während Kareem Dayes am Cello und Tom Herbert am Bass die melodischen Figuren stützen. Ein Magazin bezeichnet das Album als stillen Triumph – „Musik\, so vielschichtig und durchdacht\, dass man ihr Herz förmlich schlagen hören kann.“
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SUMMARY:Matinee: „Wenn du alles verstehen würdest\, was ich sage\, wärst du ich.“
DESCRIPTION:Wer war Miles Davis? Wie wurde er zu Miles Davis und warum? In unserer multimedialen Matinee lassen wir den größten Erneuerer der Jazzgeschichte selbst sprechen. Ergänzt um Äußerungen von Wegbegleiter:innen\, entsteht daraus ein ebenso aufschlussreicher wie unterhaltsamer Dialog mit Musik\, der dem am nächsten kommen dürfte\, was wir Wahrheit nennen. Ein spannender\, weil unverstellter Blick auf die Höhen und in die Abgründe eines künstlerisch generösen\, persönlich aber weitgehend dissozialen Genies. Vorgetragen von Lou Strenger (u.a. „Sketch History“; neue Staatsanwältin im Boerne & Thiel „Tatort“ aus Münster) und Raphael Gehrmann (ab der Spielzeit 2026/2027 wieder Ensemblemitglied Theater Heidelberg).
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SUMMARY:Club Night: Jlin
DESCRIPTION:Gary\, Indiana\, ist nicht Chicago. Die Stadt\, aus der Jerrilynn Patton stammt\, ist eine Stahlstadt – einst Herzstück der amerikanischen Industrie. Patton\, die als Jlin produziert\, arbeitete selbst im Stahlwerk\, bevor ihre Musik die Welt erreichte. Herkunftsmythos? Vielmehr Kontext für eine Musik\, die Härte und Präzision nicht nur als Effekt wählt. Jlin kommt aus dem Chicago Footwork\, einer schnellen\, hyperrhythmischen Tanzmusik. Aber sie hat das Genre längst von innen gesprengt. Ihr Prinzip: „I try to not only express myself\, but literally do and not just say.“ Ihr Debüt Dark Energy (2015) entwickelt eine eigene Klangsprache\, ohne Samples und Presets. Black Origami (2017) wurde zu einem der Alben des Jahrzehnts. Akoma (2024) versammelt Björk\, Philip Glass und das Kronos Quartet – Kollaborationen\, die zeigen\, wie weit Jlins Rhythmusarchitektur reicht: bis in zeitgenössische Komposition\, Tanz\, Minimalismus. Eine der wichtigsten Stimmen elektronischer Musik der letzten zehn Jahre.
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SUMMARY:SWR NEWJazz Meeting: Camila Nebbia
DESCRIPTION:1966 wurde das SWR New Jazz Meeting ins Leben gerufen\, die Grundidee des damaligen Jazzredakteurs des Südwestfunks\, Joachim Ernst Berendt\, war\, improvisierenden Musiker:innen Zeit und Raum für kreative Austauschmöglichkeiten zu eröffnen. Während einer einwöchigen Arbeitsphase in einem Rundfunkstudio erproben die eingeladenen Ensembles ein Programm\, das sie im Anschluss öffentlich präsentieren. U.a. Albert Mangelsdorff\, Don Cherry\, Irène Schweizer\, Norma Winstone\, Anthony Braxton\, Django Bates\, Joachim Kühn\, Sylvie Courvoisier\, Rabih Abou-Khalil\, Steve Lacy\, George Lewis\, Ikue Mori\, Ingrid Laubrock oder Melissa Aldana waren in den vergangenen sechs Jahrzehnten bei der traditionsreichen Workshop-Reihe zu Gast. Zum 60-jährigen Jubiläum wird nun die in Berlin lebende\, argentinische Saxofonistin und Videokünstlerin Camila Nebbia ein neues Projekt verwirklichen: „only the stones along the path told me the truth of reality” wird beim Festival seine Premiere erleben.
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SUMMARY:Claus Boesser-Ferrari & Elliott Sharp mit Rudij Bergmann
DESCRIPTION:Der 1924 in Russland geborene Künstler Boris Lurie überlebte das Konzentrationslager Buchenwald und begründete in New York die NO!art-Bewegung als Gegenentwurf zur Pop Art. Für sein Kunstobjekt „Immigrant’s NO Suitcase (Anti-Pop)“ beklebte und beschriftete er den Koffer\, den er bei sich hatte\, als er 1946 nach Amerika auswanderte. Als persönlichen Gegenstand\, den er in Kunst als Gedenkobjekt verwandelte. Der in Mannheim lebende Filmemacher Rudij Bergmann hat 2016 im Auftrag der Boris Lurie Art Foundation einen berührenden Film über das Leben und die Kunst seines Freundes Lurie gedreht\, den er 1996 in New York kennengelernt hatte\, und dafür mit Freunden und Weggefährten des Fluxus- und NO!art-Künstlers gesprochen. Der Soundtrack zum Film wurde von Claus Boesser-Ferrari und Elliott Sharp komponiert\, die ihn während der Filmvorführung live spielen werden. Mit einer Einführung von Rudij Bergmann.
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SUMMARY:أحمد [Ahmed]
DESCRIPTION:Der Name ist hier Programm: Die Supergroup widmet sich der Musik des New Yorker Bassisten und Oud-Spielers Ahmed Abdul-Malik – eines frühen Grenzgängers zwischen Jazz sowie arabischen und ostafrikanischen Einflüssen. Aus seinen Ideen macht das Quartett\, um es mit [Ahmed]s Worten zu sagen\, „Musik von schwerem Rhythmus“. Und wirklich: Die Stücke von [Ahmed] leben von treibender Wiederholung\, hämmernden Grooves und kollektiver Improvisation. Das historische Material dient dabei weniger als Vorlage\, denn als Ausgangspunkt: Motive werden zerlegt\, neu zusammengesetzt und im Moment weitergedacht. So entsteht Musik\, die zugleich archäologisch und hochaktuell wirkt. Das Magazin The Wire lobte [Ahmed] dafür als „eine der fortschrittlichsten Jazzbands der Welt“. Und aus eigener Erfahrung können wir bezeugen: Das ist wahrer Free Jazz – körperlich\, fordernd und überraschend gut tanzbar.
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DESCRIPTION:Sechs Jahre nach seinem letzten Album – das Grammy-nominierte LP5 von 2019 – ist Sascha Ring\, besser bekannt als Apparat\, zurück. Eine Schreibblockade hatte sich eingeschlichen. Neue Musik schreiben? Für den sonst so produktiven Musiker\, der nicht nur alleine\, sondern auch im Trio mit Modeselektor als Moderat weltweit Erfolge feiert\, plötzlich eine Herausforderung. Die Lösung? Weg mit dem Perfektionsdrang! Stattdessen setzte sich Ring zwischen März und September letzten Jahres zum Ziel\, jeden Tag eine Songidee zu entwickeln\, egal wie unfertig die sein würde. Der Plan ging auf\, das berührende „Hum of Maybe“ ist das Resultat. Auf Tour geht Ring für dieses Album mit einem kompletten Band-Setup und kreiert in Kollaboration mit seinen Mitmusiker:innen eine einzigartige Live-Performance. Nicht verpassen!
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LOCATION:Konzerthaus Stadthalle Heidelberg\, Neckarstaden 24\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69117\, Deutschland
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SUMMARY:Biondini - Godard - Niggli
DESCRIPTION:Bei einer Band\, die andere Wege beschreiten will\, schadet es nicht\, wenn die Mitglieder aus unterschiedlichen Richtungen kommen: Der italienische Akkordeonist Luciano Biondini genoss eine klassische Ausbildung\, bewegt sich zwischen folkloristischen Traditionen und experimentellen Soundscapes. Der französische Tubist und Serpentist Michel Godard flaniert mit umwerfender Leichtigkeit zwischen Alter Musik\, Avantgarde und Jazz. Der Schweizer Lucas Niggli gehört zu den umtriebigsten Schlagzeugern im Grenzbereich von Neuer und Improvisierter Musik. Drei Länder\, drei Sprachen\, unendlich viele musikalische Ausdrucksformen: Dieses Trio lässt komplexe Ideen einfach klingen. Seine Freiheit rührt von der virtuosen Beherrschung des Instrumentariums ebenso wie von der Offenheit für vielfältige musikalische Einflüsse. Es ist etwas hörbar Neues\, eine Art swingende Folklore ohne Klischees\, was die Band auf die Bühne bringt – ganz egal\, ob sie Eigenkompositionen oder Coltranes „Naima“ interpretiert.
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SUMMARY:Sophia Club
DESCRIPTION:In search of difficult beauty \nIn einer Zeit des Umbruchs und der Extreme müssen alte Vorstellungen von Schönheit neu gestaltet werden\nIst Schönheit etwas\, das uns die Wahrheit der Welt offenbart? Oder führt sie uns durch ihre Fassade aus Glanz und Vergnügen in die Irre? An diesem Abend werden wir gemeinsam mit der Naturphilosophin und Kuratorin Dehlia Hannah die bewegte Geschichte und die spekulativen Zukunftsaussichten des Schönen erkunden – vom Entdecken des Erhabenen in vom Klimawandel verwüsteten Landschaften bis hin zu der Frage\, wie Technologie unsere Aussichten auf ästhetische Freude beeinflusst. Gemeinsam mit dem Komponisten und Multi-Instrumentalisten Shahzad Ismaily begeben wir uns auf eine multisensorische Entdeckungsreise zur seltsamen Kraft der Schönheit und dazu\, was sie in diesem historischen Moment von uns verlangen könnte. \nDehlia Hannah \nDehlia Hannah ist Kuratorin und Naturphilosophin sowie außerordentliche Professorin für Umweltästhetik im Fachbereich Kunstgeschichte an der Universität Kopenhagen. Sie promovierte in Philosophie an der Columbia University mit den Schwerpunkten Ästhetik und Wissenschaftsphilosophie. Ihre Forschung und kuratorische Praxis konzentrieren sich auf zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzungen mit neuen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen sowie auf kulturelle Reaktionen auf die Umweltkrise. Sie ist Herausgeberin des „Routledge Handbook of Art and Science and Technology Studies“ (Routledge\, 2021) zusammen mit Rogers et al.\, von „Julian Charrière: Toward No Earthly Pole“ (Mousse\, 2020)\, von „Julius von Bismarck: Talking to Thunder“ (Hatje Cantz\, 2019)\, „A Year Without a Winter“ (Columbia University Press\, 2018) sowie „Placing the Golden Spike: Landscapes of the Anthropocene“ (Milwaukee\, 2015) gemeinsam mit Sarah Krajewski. Zu den jüngsten Ausstellungen zählen „Julian Charrière: Controlled Burn“ (2022–23) in der Langen Foundation und „Troika: Buenavista“ in der Schirn Kunsthalle (2025). Ihre in Kürze erscheinende Monografie „Rewilding the Museum“ (Hatje Cantz\, 2026) betrachtet das Museum als Ort der Renaturierungsökologie und des kulturellen Wandels von Naturvorstellungen. \nShahzad Ismaily \nShahzad Ismaily ist ein pakistanisch-amerikanischer Multiinstrumentalist\, Produzent\, Komponist und Meister der Improvisation\, der für seine kollaborativen und interkulturellen Ansätze beim Musizieren bekannt ist. Shahzad spielt E-Bass\, Kontrabass\, Gitarre\, Banjo\, Flöte\, Schlagzeug\, verschiedene analoge Synthesizer\, Drumcomputer und vieles mehr. Er ist in der New Yorker Downtown-Szene in den Bereichen Rock\, Jazz und experimentelle Musik aktiv\, hat auf über 400 Alben mitgewirkt und ist Mitglied der Bands Ceramic Dog\, Secret Chiefs Three und Ex Eye. Er arbeitete mit Merz und Laraaji für das 2019 erschienene Album „Dreams of Sleep and Wakes of Sound“ sowie mit Arooj Aftab und Vijay Iyer an dem 2022 mit einem Grammy ausgezeichneten Album „Love in Exile“ zusammen. \nBrigid Hains \nBrigid Hains ist Redaktionsleiterin bei Aeon Media. Als ausgebildete Umwelthistorikerin wird sie von einer tiefen Neugier auf die Natur und die Welt der Menschen angetrieben. Der Sophia Club bietet Brigid die Gelegenheit\, ihre Liebe zur Schönheit und zur Kunst zum Ausdruck zu bringen und die emotionalen Aspekte ihres intellektuellen Lebens zu teilen.
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DESCRIPTION:Christian McBride ist der einflussreichste und wandlungsfähigste Bassist seiner Generation: Von Big-Band-Sounds über furiose Improvisationen in intimen Settings und klassischen Quartett-Formationen bis zu R’n’B\, straightem Funk und Ausflügen in Pop-Gefilde beherrscht der 54-Jährige einfach alles\, und er hat mit allen Größen seiner Zunft gearbeitet. Was ihn dazu noch auszeichnet: Er sucht den Austausch mit Musiker:innen\, die gerade erst am Anfang ihrer Karriere stehen. Mit Ursa Major – „Großer Bär“ – hat er eine solche Band von rising stars zusammengestellt. Ely Perlman\, Nicole Glover\, Savannah Harris und Mike King sind in ihren 20ern und 30ern. Sie haben unterschiedliche Backgrounds\, können diese aber in eine aufregen-de Beziehung zueinander setzen. „Ich wollte eine ‚All-in‘-Band“\, sagte McBride. Eine Band\, die verschiedene Stile beherrscht und auf unterschiedlichen Energielevels agiert. „Free\, funky\, swinging\, flexible“ – so beschreibt er Savannah Harris‘ Spiel. Es trifft auf diese großartige Band insgesamt zu. \nUm 19:30 findet eine Konzerteinführung statt.
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SUMMARY:Tord Gustavsen & Trygve Seim
DESCRIPTION:Mit Tord Gustavsen und Trygve Seim kommen zwei der profiliertesten norwegischen Vertreter des „nordic sound“ erstmals im Duo nach Heidelberg. Im besonderen Raum der Heiliggeistkirche begegnen sich im Oktober zwei Musiker\, deren Kunst von Konzentration\, Klangkultur und Spiritualität geprägt ist. \nGustavsen gehört zu den Jazzpianisten mit einem unverkennbar eigenen Stil\, getragen von einer überragenden Anschlagskultur. Seine Musik\, die er selbst einmal als „kleine Hymnen“ bezeichnet hat\, verbindet Intimität und Tiefe. Trygve Seim entwickelte am Saxofon einen unverwechselbaren\, elegischen Ton zwischen Jazz und Klassik – inspiriert einst von Jan Garbareks „Eventyr“. \nWie intensiv dieses Zusammenspiel wirkt\, beschrieb SZ-Kritiker Andrian Kreye nach einem gemeinsamen Konzert: Gustavsen könne die Töne „so fein modellieren“\, als spiele er die Saiten mit „Rosshaarbögen“\, während Seim aus einfachen Motiven eine „enorme Präsenz“ entwickle. Im „Piano-Pianissimo“ raubten die beiden dem Publikum „buchstäblich den Atem“. \nIhre Musik entwickelt einen Sog zwischen Stille\, Improvisation und Spiritualität. Gustavsen und Seim – ein außergewöhnliches Duo für einen außergewöhnlichen Kirchenraum.
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SUMMARY:Matinee: Carme López solo
DESCRIPTION:Wie kann man ein altbekanntes Instrument\, uralte Traditionen neu – und womöglich völlig anders denken? Carme López aus Galicien macht es vor. Inspiriert von Experimentalkünstler:innen wie Éliane Radigue oder Pauline Oliveros befasste sie sich auf ihrem Debütalbum „Quintela“ aus dem März 2024 mit dem galicischen Dudelsack und entlockte dem traditionell Männern zugeschriebenen Instrument einen experimentellen Sound\, der eher mit Drones und Ambient-Sphären zu beschreiben ist als mit Folklore. Im Herbst veröffentlichte López dann ein Album ihres Vokal-Projekts Carmela\, „Vinde Todas“. Es basiert auf ihrer ethnographischen Forschung zu den mündlich überlieferten Gesangstraditionen Galiciens\, ihrer thematischen\, rhythmischen und ästhetischen Vielfalt und der Geschlechterperspektive bei der Überlieferung dieser Gesänge. Ob nun Dudelsack oder Gesang: Carme López verbindet Tradition\, Gegenwart und den Blick in die Zukunft zu einem spannenden Gesamterlebnis.
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SUMMARY:İlhan Erşahin's Istanbul Sessions
DESCRIPTION:Es gibt mindestens zwei Typen von Musiker:innen: Die einen verfolgen einen bestimmten Weg\, der in die Tiefe und ins Innere führt. Die anderen lassen sich auf Seitenwege locken und schlagen immer wieder neue Richtungen ein. İlhan Erşahin\, 1965 als Sohn eines türkischen Vaters und einer schwedischen Mutter in Stockholm geboren\, gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Der Saxophonist begann mit Rock und Reggae\, kam dann zum Jazz\, zog nach New York\, spielte in etlichen Bands\, öffnete sich für Hip-Hop\, Dub\, Trip-Hop und andere Genres\, um seine hybriden Ideen mit Wax Poetic umzusetzen; er schrieb Filmmusiken\, gründete 2002 im East Village den Club Nublu\, woraus zudem ein Label entstand. Sein spannendes Projekt Istanbul Sessions startete 2008 in der Türkei. „Der Sound\, den wir von Anfang an angestrebt haben\, war so etwas wie ein Rock-Dance-Feeling. Wir wollten Instrumentalmusik für ein Publikum spielen\, das dazu tanzt.“ Wie fesselnd das gelingt\, war schon mehrmals bei Enjoy Jazz zu erleben. Nun kehrt das Quartett mit dem hochgelobten Album „Mahalle“ zurück.
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SUMMARY:Emilia Roig
DESCRIPTION:Emilia Roig\, promovierte Politikwissenschaftlerin\, hatte mit „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ ein vieldiskutiertes Buch veröffentlicht\, in dem sie und unter Rückgriff auf ihre Familiengeschichte beschreibt\, wie Macht und Unterdrückungssysteme sich reproduzieren\, aber auch wie sie bekämpft werden können. Die Französin Roig\, Tochter eines jüdisch-algerischen Vaters und einer aus Martinique stammenden Mutter\, lebt\, lehrt\, schreibt und arbeitet seit 20 Jahren in Berlin. Ihr neues Buch „Lieber Sohn oder So rettest du die Welt“ ist das Plädoyer für eine radikale Fürsorglichkeit als Antidot gegen kapitalistische Entgrenzungen und protofaschistische Bewegungen. „Ich schreibe dir\, weil ich glaube\, dass du – dass wir alle – einen anderen Weg wählen können.“ Roig greift die Briefform auf\, die schon James Baldwin und Ta-Nehisi Coates genutzt haben\, um sich an die nachfolgende Generation zu wenden – in der Hoffnung\, die Flaschenpost möge vielen Menschen vor die Füße gespült werden und ihnen die Augen öffnen. \nSophie Kara (sie/ihr) ist studierte Politikwissenschaftlerin. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in den Bereichen Diversität\, Anti-Diskriminierung mit Fokus Anti-Rassismus\, Organisationsentwicklung & Transformation. Seit über 7 Jahren berät\, entwickelt\, kuratiert und moderiert sie Prozesse\, Projekte und Veranstaltungen in diesen Themenfeldern. Sie ist hauptsächlich im Kulturbereich tätig\, arbeitet am Nationaltheater Mannheim und freiberuflich für (Kultur-) Organisationen\, Institutionen\, zivilgesellschaftliche Initiativen\, Politik&Verwaltung sowie Unternehmen.
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SUMMARY:Eröffnungskonzert: Souad Massi feat. Youssoupha
DESCRIPTION:Dass Souad Massi eine bekannte Songschreiberin werden würde\, war ihr nicht an der Wiege gesungen. 1972 geboren\, wuchs sie in einem Arbeiterviertel Algiers auf; am Radio lauschte sie arabischer Popmusik\, und sie hörte westlichen Rock. Der Flamenco trat in ihr Leben\, und sie sang in einer Metal-Band. Damit verstieß sie gegen die guten Sitten\, wurde von Fanatikern bedroht. In einem Lied beschreibt sie Algerien als schöne Frau\, gefesselt und mundtot gemacht. Man könnte das als Selbstbeschreibung lesen: Als sie 1999 bei einem Festival in Frankreich auftrat\, mit melancholischen\, poetischen Liedern\, wurde sie gefeiert. Sie blieb. Album um Album entstand\, angesiedelt zwischen Chanson und arabischen Klangsphären\, Folk\, Rock und Jazz. Ihre Geschichte hat Massi zudem zum politischen Vorbild gemacht – eine Frau\, die against all odds ihren Weg geht\, musikalische und geografische Grenzen überschreitet und patriarchale Strukturen durch ihr Tun zersetzt. Nicht nur in Frankreich ist sie so zum Megastar aufgestiegen. Bei ihrem Enjoy Jazz-Konzert wird sie vom französisch-kongolesischen Rap-Star Youssoupha unterstützt. \nUm 19:30 findet eine Konzerteinführung statt.
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SUMMARY:Listening Session: A Love Supreme
DESCRIPTION:Vier Abschnitte\, ein Meisterwerk – Das Album „A Love Supreme“ des Saxofonisten John Coltrane ist etwas ganz Besonderes. Aber warum eigentlich? Warum haben die knapp 33 Minuten Quartett-Improvisation so einen Kultstatus in der Jazzgeschichte? Und warum lohnt es sich\, diese Musik zu hören\, ganz egal ob man improvisierte Musik mag oder nicht? Das und vieles mehr erkunden wir zusammen mit Julia Neupert und Konrad Bott\, den Jazz-Redakteur:innen von SWR Kultur. Dazu laden wir Sie alle herzlich ein\, „A Love Supreme“ zu hören – in Ruhe\, am Stück und mit dem besten Soundequipment im HiFi-Studio Hirsch und Ille. \nJulia Neupert hat zuerst Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Leipzig studiert\, danach Musikjournalismus an der Musikhochschule Karlsruhe. Im Anschluss hat sie als Autorin und Moderatorin für verschiedene ARD-Sendeformate gearbeitet und ist seit 2008 als Jazzredakteurin bei SWR Kultur tätig. Von 2019-2025 war sie Dozentin für Jazzgeschichte an der Hochschule der Künste Bern. \nKonrad Bott hat Musikwissenschaft und Klavier an der Folkwang Universität Essen studiert und im Anschluss Musikjournalismus an der Musikhochschule Karlsruhe. Nach seinem Volontariat beim Rundfunk Berlin Brandenburg ist er 2023 als Jazzredakteur zum SWR gekommen. \nIn Kooperation mit SWR Kultur
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SUMMARY:The Necks
DESCRIPTION:Das gefeierte australische Avantgardejazz-Trio „The Necks“ hat in seinem beinahe 20-jährigen Bestehen eine Meisterschaft in der Kunst der weitflächigen Improvisation entwickelt. In Verbindung von Ambient und Minimal Music\, erstrecken sich ihre langsam entfaltenden Klanglandschaften über eine Stunde und mehr und zeigen die hohe Kunst der Improvisation der drei Ausnahmemusiker. Mit mikrotonalen Verschiebungen entstehen hypnotisch-weiträumige Soundtexturen\, in denen Klavier\, Bass und Schlagzeug zu einer Einheit werden.  1987 in Sidney gegründet haben „The Necks“ eine einzigartige\, beinahe telepathische musikalische Chemie entwickelt. Dabei erforschen sie die Entwicklung und das Verklingen sich wiederholender musikalischer Figuren\, in denen sie die frühen seriellen Strukturen der Minimalisten La Monte Young und Steve Reich aufnehmen und in ihre eigene Klangsprache übersetzen. Ruhig und von meditativer Schönheit.
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SUMMARY:Ezra Collective
DESCRIPTION:Ezra Collective sind mehr als eine Band – sie sind eine musikalische Bewegung\, die das Fundament des modernen britischen Sounds neu definiert. Mit virtuoser Leichtigkeit verweben sie Jazz\, Afrobeat\, Reggae\, Hip-Hop und Funk zu einem mitreißenden Stil\, der Genregrenzen sprengt und eine neue Generation für improvisierte Musik begeistert. Ihr rasanter Aufstieg ist ebenso einzigartig wie historisch: Als erste Jazzband überhaupt gewannen sie 2023 den Mercury Prize\, später folgten Auszeichnungen wie BRIT Group of the Year\, der Rolling Stone UK Group Award sowie der AIM Award für God Gave Me Feet for Dancing. Doch ihre Bedeutung reicht weit über Trophäen hinaus. Barack Obama nahm No Confusion in seine jährliche Lieblingsliste auf\, die Wembley Arena füllten sie als erste Jazzband bis auf den letzten Platz\, und selbst die Sydney Opera House Concert Hall war restlos ausverkauft. Ezra Collective stehen für musikalische Exzellenz\, kulturelle Offenheit und eine kreative Energie\, die weltweit Resonanz findet.
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SUMMARY:Joshua Redman Quartet
DESCRIPTION:Joshua Redman zählt zu den charismatischsten und vielseitigsten Jazzsaxophonisten seiner Generation. Der in Berkeley\, Kalifornien\, geborene Sohn des legendären Saxophonisten Dewey Redman und der Tänzerin Renée Shedroff vereint in seiner Musik Einflüsse aus Jazz\, Klassik\, Rock\, Soul und Weltmusik. Nach seinem Harvard-Abschluss (summa cum laude) entschied er sich gegen eine Karriere als Jurist und für die Musik – eine Entscheidung\, die ihn rasch an die Spitze der internationalen Jazzszene führte. Seit dem Gewinn des Thelonious Monk International Saxophone Competition 1991 arbeitet Redman mit Größen wie Pat Metheny\, Brad Mehldau\, Brian Blade und Christian McBride. Seine zahlreichen Projekte – von „MoodSwing“ über „The Bad Plus Joshua Redman“ bis zum gefeierten Album „Where Are We“ – zeigen seine außergewöhnliche Bandbreite und emotionale Tiefe. Acht Grammy-Nominierungen\, internationale Tourneen und begeisterte Kritiken in DownBeat\, The New York Times und dem San Jose Mercury Times unterstreichen seinen Status als einer der prägenden Stimmen des modernen Jazz.
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SUMMARY:The Saxophones
DESCRIPTION:Das Duo The Saxophones\, bestehend aus dem Ehepaar Alexi Erenkov und Alison Alderdice\, macht hauchzarten Retro-Kammerpop\, der Elemente aus der Exotica der 1950er Jahre\, Art-Noir\, West Coast Folk und Smooth Jazz vereint. \nGegründet Mitte der 2000er Jahre in der kalifornischen Bay Area\, hinterfragen The Saxophones auf ihrem aktuellen vierten Album „No Time For Poetry“ auf subtile Weise den aktuellen Zustand der Welt und ihren Platz darin – eine Momentaufnahme persönlicher und politischer Reflexionen zwischen ironischer Resignation und vagem Optimismus.
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SUMMARY:The Bad Plus Craig Taborn & Chris Potter
DESCRIPTION:Für Reid Anderson\, Dave King\, Chris Potter und Craig Taborn ist die Musik von Keith Jarretts American Quartet mehr als nur eine Inspirationsquelle – sie ist grundlegend. Die bahnbrechende Verbindung von Swing\, Freiheit und volksliedhafter Melodik dieser Formation hat nicht nur bei diesen vier Musikern tiefe Spuren hinterlassen\, sondern eine ganze Generation von Jazzkünstler:innen geprägt\, die nach einem Gleichgewicht zwischen Struktur und Spontaneität\, Groove und klanglicher Erkundung suchen. \nMit The Bad Plus Chris Potter and Craig Taborn widmen sich diese gefeierten Künstler – jeder von ihnen mit einer beeindruckenden Karriere im zeitgenössischen Jazz – diesem prägenden Repertoire mit tiefem Respekt und frischem Blick. Anderson und King\, die mit The Bad Plus maßgeblich zur Neudefinition des modernen Jazz beigetragen haben\, treffen auf Potters ausdrucksstarkes Tenorsaxofon und Taborns brillante Klavierkunst – ein Ensemble\, das hochsensibel auf die melodischen und rhythmischen Feinheiten dieser Musik reagiert. Gemeinsam fangen sie die rohe\, suchende Energie des American Quartet ein und verleihen dem Material zugleich ihre ganz eigenen Stimmen. \nDieses Projekt ist mehr als eine Hommage – es ist die Fortführung jenes Geistes\, den Jarrett\, Dewey Redman\, Charlie Haden und Paul Motian verkörperten: ein furchtloses Bekenntnis zu musikalischem Dialog\, emotionaler Tiefe und grenzüberschreitender Improvisation. Mit der Würdigung dieses wegweisenden Werks feiern The Bad Plus Chris Potter and Craig Taborn nicht nur den anhaltenden Einfluss des American Quartet\, sondern bestätigen auch seine ungebrochene Relevanz für den heutigen Jazz.
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SUMMARY:Charles Lloyd Sky Quartet
DESCRIPTION:Wenn man derjenige ist\, mit dem nach wie vor alle spielen und von dem alle lernen wollen\, egal\, welche Stufe der Brillanz sie längst selbst erreicht haben\, dann ist eine traumhaft gut besetzte Formation einfach nur eine logische Folge. Und die Besetzung dieser Encore-Veranstaltung ist genau das: ein Traum. Drei herausragende Protagonisten der mittleren Jazz-Genration treffen auf den inzwischen 87-jährigen Charles Lloyd\, der in den letzten Jahren nicht weniger als zehn neue Alben veröffentlicht hat: mit Bill Frisell\, Zakir Hussain oder Lucinda Williams. Und keines davon atmet den schalen Geist von Nostalgie. Lloyd\, der sich seit den 1950ern als Saxofonist\, Flötist und Komponist zwischen Blues\, Avantgarde\, Hardbop und Rock bewegt\, verfügt über eines der reichsten Vokabulare unter den Jazz-Musiker:innen. Das großartige aktuelle Quartett bietet ihm ein Fundament\, auf dem er mit seinem altmeisterlich-warmen Ton die sublimsten Melodielinien\, subtilsten Changes\, spirituellsten Erfahrungen und komplexesten Gefühle miteinander verschmelzen kann. Das aktuelle Album „The Sky Will Be There Tomorrow“\, 2024 auf Blue Note erschienen\, ist eine frohe Botschaft in düsteren Zeiten. Und\, fast müßig zu sagen\, laut DownBeat das „Album des Jahres“.
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SUMMARY:Anouar Brahem Quartet
DESCRIPTION:Vor einigen Jahren lief im ZDF eine Dokumentation über einen Notfallseelsorger. Als Antwort auf die Frage\, wie er all die schlimmen Eindrücke seines Arbeitstages wieder loswerde\, legte er eine Platte auf: Anouar Brahems „Astrakan café“\, erschienen vor genau 25 Jahren. Ein Meisterwerk der heilenden Musik. Ein Kritiker beschreibt es nüchterner\, aber nicht weniger treffend\, so: Der tunesische Oud- Virtuose wandere frei zwischen musikalischen Welten – zwischen denen\, die er bewohne\, und jenen\, die in ihm wohnten. In Tunis geboren\, bereiste Brahem bald den halben Erdball\, und sein Medium\, mit dem er die Welt kennenlernte und zu sich einlud\, war die Musik. „Ich wollte mit Musikern der verschiedensten Traditionen zusammenspielen“\, sagt er. Was er inzwischen seit über 40 Jahren tut\, mit Größen wie Jan Garbarek\, Dave Holland oder Jack DeJohnette. Für sein Hauslabel ECM hat er zuletzt in All-Star-Besetzung das Album „After the Last Sky“ aufgenommen. Ein Album das mit Liebe und großer Sorge die Lage im Nahen Osten mitführt. Seine fraglos berührende Aufführung bildet den offiziellen Abschluss von Enjoy Jazz 2025.
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DESCRIPTION:Erstmals vergibt Enjoy Jazz den Titel „Artist in Residence“ nicht an eine:n Künstler:in\, sondern an eine Plattenfirma. Um das zu verstehen\, müssen wir kurz nach L.A. blicken: Plakate säumen die Straßen\, weiße Schrift auf schwarzem Grund. Sie gehören zu einer Veranstaltungsreihe\, aus der ein Label hervorging\, das inzwischen Kultstatus genießt: „Jazz is Dead“. Hinter dem Projekt stehen der Multiinstrumentalist und Kendrick Lamar-Produzent Adrian Younge und Ali Shaheed Muhammad\, Mitbegründer von A Tribe Called Quest. Enjoy Jazz ist es gelungen\, einen großen Label-Abend nach Heidelberg zu holen. Und nicht nur Adrian Younge kommt. Er bringt weitere Top-Acts mit: den Sänger Bilal (u.a. Beyoncé\, Kendrick Lamar)\, den gefeierten Protagonisten der Neo-Soul-Bewegung\, und\, eine besondere Ehre\, die 85-jahrige Saxofon-Legende Gary Bartz\, Mitstreiter von Eric Dolphy\, Max Roach\, McCoy Tyner oder Miles Davis. Das nennt man dann wohl ein Festival-Highlight
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SUMMARY:Makaya McCraven
DESCRIPTION:Er nennt sich „Beat Scientist“ und gilt als einer der wichtigsten Protagonisten des zeitgenössischen Jazz und insbesondere der neuen Chicagoer Szene: Makaya McCraven. Als Meister der musikalischen Collagierung lässt der Schlagzeuger und Produzent Einflüsse von Hip-Hop\, Drum’n’Bass\, Jazz und seiner eigenen Beat-Philosophie virtuos in seine Musik einfließen. Einem breiten Publikum bekannt wurde er spätestens mit seiner Neuinterpretation des letzten Gil Scott-Heron Albums: „We’re New Again“ heißt es bei McCraven und amalgamiert Blues\, Spiritual und Free Jazz zu einem wuchtigen Statement\, das den Wegbereiter des Rap in seiner historischen Bedeutung respektvoll feiert. Mit seinem jüngstes Soloalbum „In These Times“ hat der „Beat Scientist“ in einer über siebenjährigen Kraftanstrengung noch weitere Ingredienzien in seine Musik gepumpt – elektronische\, symphonische\, dem Funk und Hip-Hop entliehene – und daraus Klanglandschaften geformt\, die\, was ohne Übertreibung gesagt werden kann\, den Jazz um mindestens zehn Jahre jünger machen.
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CATEGORIES:Enjoy Jazz 2025,Klimafaire Veranstaltung
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SUMMARY:Enjoy Jazz Listening Bar: Tina Edwards
DESCRIPTION:Mitten im hektischen Alltag wird das aufmerksame Zuhören zur seltenen Kunst. Die Listening Bars bei Enjoy Jazz laden dazu ein\, sich ganz auf die Musik einzulassen – in intimer Atmosphäre\, bei exzellenten Drinks und auf feinster HiFi-Technik. In Kooperation mit Hirsch + Ille und nach der erfolgreichen Premiere 2023 setzt Enjoy Jazz auch in diesem Jahr auf das entschleunigte Format: Slow Hearing statt Stream-Zapping. \nIm Zentrum des Abends steht ein ausgewähltes Vinyl-Album\, das in voller Länge abgespielt wird. Zuvor führt Hostin Tina Edwards persönlich in das Werk ein. Die Londoner DJ\, Musikjournalistin und Rundfunksprecherin gilt als eine der spannendsten Selector-Persönlichkeiten in UK – mit einem Gespür für das Besondere zwischen Jazz\, souligem House\, Disco\, Funk\, Latin und Afro-Grooves. Ob auf Festivals wie Glastonbury\, in der Boiler Room Session oder bei ihren eigenen Love is Everywhere-Partys: Tina bringt Menschen zum Tanzen – und zum Zuhören. Als Kuratorin\, DJ und Radiomoderatorin (u.a. BBC Radio 3\, Jazz FM\, British Airways) ist sie international gefragt – und bekannt dafür\, ihr Publikum mit Neugier\, Wissen und Charme an die Hand zu nehmen und auf musikalische Entdeckungsreise zu schicken. \nIm Anschluss an das Hörerlebnis gibt es Gelegenheit zum Austausch mit der Künstlerin – über Musik\, Kultur und das\, was entsteht\, wenn man sich voll und ganz auf den Klang einlässt. \nDie Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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SUMMARY:Abdullah Ibrahim Trio
DESCRIPTION:Abdullah Ibrahim\, der einflussreichste Pianist und Jazz-Komponist Südafrikas\, wurde letztes Jahr 90\, und um diesen Geburtstag herum konnte man ihn zusammen mit Jason Moran in New York dabei erleben\, wie er seinem Vorbild und Mentor Duke Ellington huldigte. Man konnte ihn solo in Ravenna hören oder mit seinem Trio in Berlin. Ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt hat er sich mit seinem Stück „Mannenberg“\, das zur inoffiziellen Hymne der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika wurde. Mit Cleave Guyton Jr. und Noah Jackson beehrt er nun Enjoy Jazz\, dem er seit Jahren eng verbunden ist. „3“ heißt seine jüngste\, meditativ gestimmte Aufnahme mit dieser Formation – er lässt seinen beiden Mitmusikern darauf viel Freiraum und ist doch permanent in dieser Musik präsent. Das Trio verwandelt sich zuweilen in ein Duo\, und wenn Ibrahim einsetzt oder solistisch Melodie und Harmonien entwickelt\, dann hat das etwas Kontemplatives: Die pure Essenz scheint auf. Seine Ideen kämen einfach\, sagte er mal. „Du siehst\, wie sich die Straße öffnet und folgst dem Weg.“ Dabei begleiten wir ihn liebend gern.
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SUMMARY:ganavya
DESCRIPTION:Die Sängerin\, deren Arbeit sich wie ein Gebet anfühlt“\, titelte die New York Times. Die Multinstrumentalistin ganavya wurde in New York geboren\, aufgewachsen aber ist sie in Tamil Nadu (Indien). Ohne traditionelle Schulbildung\, erwarb sie u.a. Abschlüsse am Berklee College of Music\, der UCLA (Ethnomusikologie) und in Harvard. Allein mit ihrer Stimme vermag sie eine transzendente Intimität zu erzeugen. Sie tut dies unverkennbar mit Bezug auf Alice Coltrane. Denn ganavya hat regelrecht erforscht\, wie sich diese Urmutter des spirituellen Jazz frei mäandernd und doch voller Klarheit durch die Musik bewegt. In der Folge hat sie vieles in ihrer eigenen Musik ritualisiert\, die Grenzen aber stets fließend und offen gehalten. Ihr Album „Daughter of the Temple“\, mit einer 18-minütigen Variation des John-Coltrane-Klassikers „A Love Supreme“ als Abschluss\, wurde in einer meditativen Atmosphäre aufgenommen\, die für die Mitmusiker:innen von Esperanza Spalding über Shabaka bis zu Vijay Iyer eine intensive Erfahrung gewesen sein dürfte – Fußwaschungen inklusive. „Ich singe\, weil ich wirklich glaube\, dass ich sterben werde\, wenn ich es nicht tue“\, sagt ganavya. \n 
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SUMMARY:Tigran Hamasyan
DESCRIPTION:Das Nahe fremd erscheinen lassen\, das Fremde nah: Vielleicht könnte man so den Pianisten Tigran Hamasyan beschreiben. Seine armenische Heimat mit ihrem zwischen Asien und Europa gespannten Erbe prägen seine Musik – ebenso wie der Jazz\, die Rock-Musik\, ja\, sogar Heavy Metal. Denn all das fließt ins Spiel Hamasyans ein\, und es sorgt für außergewöhnliche produktive Spannungsfelder. 1987 geboren\, galt Hamasyan bald als Wunderkind. Mit 19 dann gewann er die renommierte Thelonious Monk Jazz Competition. Im selben Jahr erschien sein Debütalbum. Als Brad Mehldau die Platte hörte\, war er ebenso begeistert wie verwirrt. In einem Beitrag für die New York Times konstatierte er\, sie verfüge über „ein wirklich wildes ungerades Metrum und diese verzerrte\, aggressive Klavierbehandlung. Man möchte mit dem Kopf wackeln\, auf diese wirklich coole Art und Weise\, aber es ist auch Jazz…“. Mit seinem Trio hat Hamasyan zu einer faszinierend symbiotischen Einheit gefunden\, so dass auf der Bühne im schönen Neustadt etwas geschehen kann\, was der zweifache Gewinner des Deutschen Jazzpreises in einem Interview einmal so beschrieb: „Ich lasse wirklich los\, wage mich ins Unbekannte. Es hilft\, ‚ganz ohne Zweck‘ zu spielen.“
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SUMMARY:Kruder & Dorfmeister
DESCRIPTION:In den 90ern drehte sich der Wind – politisch\, ökonomisch\, ästhetisch. Eines der Popkultur-Phänomene\, die diesen Prozess begleiteten: DJs traten aus dem Schatten hinaus ins Rampenlicht und wurden Stars. Zwei\, die dabei besonders hell leuchteten und aus ihren soliden bürgerlichen Namen eine Trademark machten\, waren Peter Kruder und Richard Dorfmeister. Kruder & Dorfmeister haben von Madonna bis Depeche Mode alle geremixt\, und mit ihren Alben – vor allem „The K&D Sessions“ (1998)\, mit dem sie das allererste Enjoy Jazz Festival beschlossen – gelang den Wienern eine Weltkarriere. Ihre eklektische Mixtur aus Downbeat\, Dub-Step\, Trip-Hop und Nu-Jazz\, ihre flächigen Klangskulpturen\, die hypnotische Kraft ihrer Sets machten sie zu höchst erfolgreichen Trendsettern der Clubszene. Wie vor ihnen Lennon/McCartney\, Simon/Garfunkel oder Sonny/Cher verfolgten sie irgendwann auch Soloprojekte\, bringen jetzt aber wiedervereint ihren Geniestreich von 1998 erneut auf die Bühne. Ladies & Gentleman\, die Großmeister des sophisticated Elektrotracks und der Gegenentwurf zum teutonischen Techno (Wien eben!) kommen wieder in die Stadt! \nAb 16:30 Uhr Warm-up Cocktail mit CMB & Benjibaby im 15High Bar des ATLANTIC HOTELS.
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SUMMARY:Zusatzshow - Shai Maestro Quartet
DESCRIPTION:Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir eine zusätzliche Show an. \n„Ich versuche immer\, die Geschichte des Jazz zu würdigen\, ohne dabei jemand anderes sein zu wollen – sondern die Musik aus mir herausfließen zu lassen“\, sagt der Pianist Shai Maestro. Dabei spielte er als Kind zunächst klassische Musik. Über Oscar Peterson und Keith Jarrett kam er zum Jazz. Er gewann mehrere Klavier-Wettbewerbe; ein Stipendium am berühmten Berklee College of Music aber schlug er aus. Stattdessen ging er kurz darauf mit dem Bassisten Avishai Cohen auf Tour und erarbeitete sich einen hervorragenden Ruf als Sideman. In Brooklyn formierte Maestro bald darauf sein eigenes Trio\, in der Folge gab es allseits gefeierte Alben beim Label ECM. „Shai Maestro zu hören ist\, als würde man in einer neuen Welt erwachen“\, staunt All About Jazz\, und zwar in einer sehr realen. Denn\, so Maestro: „Wir leben in der Welt von Photoshop und Künstlicher Intelligenz\, in der alle Körper perfekt sind und alle Musik quantifiziert. Da möchte man nur noch ausrufen: Gebt mir etwas\, das echt ist!“
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SUMMARY:Shai Maestro Quartet
DESCRIPTION:„Ich versuche immer\, die Geschichte des Jazz zu würdigen\, ohne dabei jemand anderes sein zu wollen – sondern die Musik aus mir herausfließen zu lassen“\, sagt der Pianist Shai Maestro. Dabei spielte er als Kind zunächst klassische Musik. Über Oscar Peterson und Keith Jarrett kam er zum Jazz. Er gewann mehrere Klavier-Wettbewerbe; ein Stipendium am berühmten Berklee College of Music aber schlug er aus. Stattdessen ging er kurz darauf mit dem Bassisten Avishai Cohen auf Tour und erarbeitete sich einen hervorragenden Ruf als Sideman. In Brooklyn formierte Maestro bald darauf sein eigenes Trio\, in der Folge gab es allseits gefeierte Alben beim Label ECM. „Shai Maestro zu hören ist\, als würde man in einer neuen Welt erwachen“\, staunt All About Jazz\, und zwar in einer sehr realen. Denn\, so Maestro: „Wir leben in der Welt von Photoshop und Künstlicher Intelligenz\, in der alle Körper perfekt sind und alle Musik quantifiziert. Da möchte man nur noch ausrufen: Gebt mir etwas\, das echt ist!“
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SUMMARY:The Young Mothers
DESCRIPTION:Zwischen Momenten musikalischen Chaos und klanglicher Schönheit taumelten die Young Mothers hin und her\, schrieb das Glide Magazine. Und meinte das natürlich als Kompliment. Das Verb „taumeln“ allerdings fasst es nicht ganz. Die Young Mothers sind sich ihres Tuns sehr bewusst\, und was als Chaos erscheinen mag\, trägt den Keim von Struktur und Wohlklang in sich. Genregrenzen werden von der Band um den norwegischen Bassisten Ingebrigt Håker Flaten dabei nicht ignoriert\, sie existieren schlicht gar nicht. Flaten hat mit Musikern wie Bugge Wesseltoft oder Joshua Redman gearbeitet\, vor allem aber ist er ein gewichtiger Name in der Free-Jazz-Szene. Bei den Young Mothers wird Improvisation mit Hip-Hop\, Funk\, Hard- und Grindcore vermischt\, Jazz mit sehr tighten Rhythmustexturen\, abgedrehte Lyrics mit schneidenden Gitarrenriffs. Die jüngste Platte des norwegisch-amerikanischen Ensembles heißt „Better If You Let It“. Wer den Rat befolgt\, wird per Soundrausch einmal kräftig durchgeschleudert. Versprochen!
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SUMMARY:Dee Dee Bridgewater Quartet
DESCRIPTION:Mehr Bedeutung kann man einem Projekt gar nicht einschreiben. Dee Dee Bridgewater\, längst anerkannt als eine der besten Jazzsängerinnen aller Zeiten\, verarbeitet in ihrem neuen Programm zwei zentrale gesellschaftliche Forderungen unserer Zeit: female Empowerment und den Kampf gegen rassistisch motivierte Unterdrückung. Der Programm-Titel „We Exist“ verweist auf das vor genau 65 Jahren erschienene Album „We Insist! Freedom Suite Now“ von Max Roach mit Abbey Lincoln – eines\, wenn nicht das wichtigste Album der Bürgerrechtsbewegung. Wie heute\, befanden sich Amerika und die Welt damals im Krisenmodus. Bridgewater selbst hat sich im nach wie vor männlich dominierten Business zwar inzwischen weitgehend unabhängig gemacht – sie produziert ihre Platten selbst und verfügt über ihre eigene Plattenfirma –\, ist damit aber immer noch eine Ausnahme. Das komplett weibliche Line-up des Abends versteht sich auch vor diesem Hintergrund nicht nur als künstlerisches Statement. Dee Dee Bridgewater zeigt Haltung. Nach innen wie nach außen. Über ihren kahlrasierten Kopf zum Beispiel sagt sie: „Ich wollte nicht\, dass man als Frau über die Haare definiert wird. Sich den Kopf zu rasieren\, ist eine sehr befreiende Erfahrung.“ Das gilt auch für ihre Konzerte.
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SUMMARY:Tania Giannouli & Nils Petter Molvær
DESCRIPTION:Tania Giannouli\, vom DownBeat Magazine als Mischung aus „Thunder and Elegance“ gefeiert\, ist eine Signature Künstlerin unseres Festivals. Die Pianistin\, die ihr erstes Solo-Konzert bei Enjoy Jazz gespielt hat\, war zuletzt auf zahlreichen Jahresbestenlisten-Samplern vertreten. Auch als Duo-Spezialistin hat sie sich einen Namen gemacht\, u.a. mit Nik Bärtsch und Countertenor Reginald Mobley. Nils-Petter Molvær hat lange vor dem Esbjörn Svensson Trio den europäischen Jazz mit seinen hypnotischen Pattern zu bis dahin nicht gekannter Anerkennung geführt. Auszeichnungen wie der Europäische Filmpreis oder der Preis der deutschen Schallplattenkritik waren die logische Folge. Sein Album „Khmer“ wurde zum Meilenstein und veranlasste das Label ECM dazu\, erstmals Remix-Maxi-CDs zu veröffentlichen. Giannouli und Molvær in diesem Jahr bei Enjoy Jazz weltexklusiv gemeinsam öffentlich auf. Ein Duo mit dem Potenzial\, eine ganz neue Geschichte innerhalb des europäischen Jazz zu schreiben. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Sarah Seidel.
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DESCRIPTION:Bevor Sie sich über den Namen des Künstlers wundern: corto.alto bedeutet auf Englisch „short. tall“. Denn hinter corto.alto steckt ein schottischer Multiinstrumentalist und Produzent namens Liam Shortall. Die Kreativität beginnt hier also bereits bei der Namensgebung. Aber keine Sorge\, dort endet sie natürlich nicht. „Bad With Names“\, das Debütalbum von corto.alto\, hat es letztes Jahr auf die Shortlist des Mercury Prize geschafft\, einem Seismografen für zukunftsfähige musikalische Qualität. Als Posaunist des Scottish National Jazz Orchestra hatte Shortall sich erste Meriten erworben\, aber erst mit seinem Glasgower Freundesprojekt corto. alto hat er zu einer Ausdrucksform gefunden\, die beispielhaft für den neuen britischen Jazz steht und doch ganz anders ist als die Hipness Londons: unaufgeregter und weniger wuchtig\, aber trotzdem jung\, frisch und schweißtreibend. Der perfekt ausgestaltete clubtaugliche Mix ist das Ergebnis unermüdlicher Arbeit: Bis zum finalen Destillat waren rund 50 Musiker:innen mit unterschiedlicher Intensität an dem Projekt beteiligt. Dub\, Jazz\, Soul\, Punk\, Hip-Hop – all das findet sich nun\, großartig amalgamiert\, in dieser mitreißenden Musik wieder.
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SUMMARY:Christopher Dell
DESCRIPTION:Der Berliner Vibrafonist\, Komponist und (Musik-) Theoretiker Christopher Dell erhält den SWR Jazzpreis 2025\, der noch vom vor genau 25 Jahren verstorbenen „Jazz-Papst“ Joachim-Ernst Berendt angeregt worden war. Gewürdigt wird mit diesem ältesten aller deutschen Jazz-Preise nicht nur ein virtuoser\, klanglich expressiver Instrumentalist\, sondern auch ein „Impulsgeber für den Jazz in Deutschland“. Ausdrücklich hebt die Jury sein verantwortungsvolles gesellschaftspolitisches Denken und Handeln hervor\, auch als Städtebautheoretiker\, der er obendrein ist. Natürlich wird an diesem Abend nicht nur eine Urkunde überreicht – Dell selbst beschenkt auch sein Publikum: Mit seinen Trios DRA (seit 2002 mit Bassist Christian Ramond und Schlagzeuger Felix Astor) und dem seit 2010 bestehenden DLW (mit Schlagzeuger Christian Lillinger und Bassist Jonas Westergaard) wird er im BASF-Gesellschaftshaus\, wie gewohnt im Rahmen von Enjoy Jazz\, ein zweigeteiltes Preisträgerkonzert spielen. In einem Interview mit 3sat sagte er schon vor rund 10 Jahren die hellsichtigen Sätze: „In einer Zeit\, in der man immer nur nach außen schaut\, in der man versucht\, so viele Likes zu bekommen wie möglich\, ist es natürlich schwer eine eigene Idee durchzuhalten\, ein eigenes Motiv zu entwickeln\, überhaupt zu fragen: ‚Worum geht’s?‘ Aber das ist etwas\, was die Gesellschaft lernen kann.“ Und in der Tat: Christopher Dell zu hören\, heißt\, von ihm zu lernen.
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SUMMARY:Vijay Iyer & Wadada Leo Smith
DESCRIPTION:Als Vijay Iyer zum ersten Mal Wadada Leo Smith hörte\, war das eine Offenbarung: „Erst durch ihn lernte ich\, was möglich ist\, wie man sich mit Klang und Zeit auf ganz andere Art und Weise ausdrücken kann.“ Der 83-jährige Trompeter gehört zur zweiten\, man könnte sagen: aufgeklärten Generation des Free Jazz\, die sich mit allen möglichen Traditionen und selbst Neuer Musik auseinandergesetzt hat. Zwischen Notation und freiem Spiel verschwimmen die Grenzen; Improvisation sieht Smith als „eine Art\, in der Welt zu sein“. Er hat mit allen gearbeitet\, die in der Avantgarde Rang und Namen haben. Man könnte durchaus sagen\, hier haben sich zwei Erneuerer gefunden. Denn Vijay Iyer\, Harvard-Professor und einer der führenden Intellektuellen des Jazz seiner Generation\, wurde für seine innovativen Arbeiten vielfach ausgezeichnet. So war er der erste Musiker\, dem es gelang\, bei der Kritikerwahl des DownBeat in einem Jahr gleich in fünf Kategorien zu gewinnen. Das unlängst mit Wadada Leo Smith eingespielte Duo-Album „Defiant Life“ verstehen die beiden als künstlerisches Statement für eine Kultur des Widerstands in der Tradition der amerikanischen Bürgerrechtsbewegungen. Und das beeindruckendste: Hier ist der mögliche Widerspruch von Schönheit und Relevanz komplett aufgelöst. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Sarah Seidel.
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SUMMARY:Angelika Niescier / Tomeka Reid / Eliza Salem
DESCRIPTION:Drei All-Stars gehen all-in. Dieses Konzert wird ein rasender Ritt: Mit einer Intensität\, die in die Gehörgänge schießt\, bahnen sich drei herausragende Individualistinnen des zeitgenössischen Jazz gemeinsam einen Weg durch das immer wieder neu zu erkundende Terrain der Improvisation. Zwischen flimmernd zarten Passagen und dichten Explosionen offenbart sich unkalkulierbare Vielseitigkeit. Es ist ein ständiges Spiel mit den Extremen und dennoch immer im Einklang – ein Balanceakt. Die Kompositionen von Niescier\, komplex und originell\, entfalten ihre organischen Strukturen auf der Bühne wie ein Biotop unter der Lupe – im Zeitraffer\, ständig in Bewegung\, nie stillstehend\, immer fordernd. Diese Unberechenbarkeit macht die ästhetisch wie inhaltlich hoch veredelte Musik dieses Trios zu einem fesselnden Erlebnis. Kein Moment gleicht dem anderen\, jeder Takt treibt Musikerinnen und Zuhörende unaufhaltsam voran. Ein von Staunen begleitetes Durchschreiten avantgardistischer Klanglandschaften\, getragen von der Neugier dreier virtuosen Entdeckerinnen\, die eigenen Grenzen immer wieder zu hinterfragen. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Sarah Seidel.
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SUMMARY:Vincent Peirani
DESCRIPTION:Vincent Peirani fordert den fließenden Rhythmus der Zeit heraus: Gemeinsam mit Émile Parisien\, Tony Paeleman\, Yoann Serra und Julien Herné legt Peirani mit „Living Being IV: Time Reflections“ ein Werk vor\, das zwischen Erinnerung und Erwartung\, Chaos und Struktur\, Vergänglichkeit und Momentum pendelt. Traditionelle Tanzrhythmen treffen auf zeitgenössische Klänge\, zu denen barocke Elemente einen ebenso klugen wie reizvollen poetischen Kontrapunkt bilden. Peiranis Musik zeichnet sich durch eine unfehlbar anmutende Stil- und Geschmackssicherheit aus. Dank Kollaborationen mit interdisziplinären Künstler:innen wie Lionel Loueke erweitert er seine Musik beständig um zusätzliche Dimensionen. Auch mit Michael Wollny\, der in diesem Jahr bei Enjoy Jazz ein Solo-Konzert spielen wird\, hat er bereits zusammengearbeitet. All diese kreativen Impulse untermalen und beleben die Vielschichtigkeit Peiranis unablässig. „Time Reflections“ ist ein Spiel mit den Brüchen der Zeit und des Lebens – intensiv\, nachdenklich und voller Energie. Dahinter steckt ein wichtiges Anliegen des gefeierten Akkordeonisten: „Musik hilft mir\, mich besser zu fühlen und manchmal sogar besser zu sein\, und ich hoffe\, dass\, wenn mir selbst etwas guttut\, es auch gut für andere ist.“
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SUMMARY:François Couturier & Dominique Pifarély
DESCRIPTION:Sie kennen sich seit 45 Jahren: Pianist François Couturier und Violinist Dominique Pifarély. Vor 27 Jahren erschien ihre erste Duo-Platte „Poros“\, auf die nun mit „Preludes and Songs“ die zweite folgt. Entschleunigung wäre angesichts dieser Veröffentlichungs- Frequenz ein Euphemismus. Entsprechend hochentwickelt und durch die Zeit vielfach gefiltert ist das Resultat. „Was wir uns erhalten haben“\, resümiert Pifarély\, „ist die Anziehungskraft der Form. Nicht in Bezug auf die Struktur der Stücke\, sondern auf das Vokabular\, das wir verwenden.“ Auch dieser Akribie wegen gelten beide Künstler als prägende Figuren der europäischen Improvisations-Szene. Couturier hat sich u.a. mit dem Tarkovsky Quartet\, das zuletzt 2017 in der Heiliggeistkirche bei Enjoy Jazz ein gefeiertes Konzert spielte\, ein künstlerisches Denkmal gesetzt. Und der ausgewiesene Duo-Spezialist Pifarély hat unter anderem mit Joachim Kühn\, Michel Godard oder Rabih Abou-Khalil gearbeitet. Das neue Duo-Album kombiniert Standards mit Eigenkompositionen – derart logisch zusammengeführt\, dass hier tatsächlich so etwas wie ein neues Format entsteht. Der Deutschlandfunk fasste es wie folgt zusammen: „Wie aus dem Nebel der Zeiten tauchen die vertrauten Melodien auf\, wie Gesichter hinter einer Milchglasscheibe.“ Eine Vertrautheit\, die ihr letztes Geheimnis bewahrt.
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SUMMARY:Benefiz-Konzert: Myanmar Jazz Club presents Realms Beyond Borders
DESCRIPTION:Wann hat man schon mal die Möglichkeit\, mit einer Veranstaltung gleich zwei wichtige Anliegen unterstützen zu können: den zuhause nur virtuell spielfähigen Myanmar Jazz Club und die Opfer des verheerenden Erdbebens vom 28. März\, das über 5.400 Menschenleben gefordert hat. Entwickelt im Rahmen eines Forschungsprojekts der Fakultät für Therapiewissenschaften der SRH Hochschule Heidelberg\, haben Künstler:innen aus Myanmar\, Deutschland\, Australien\, Iran\, Thailand\, der Ukraine und den USA eigens für dieses Konzert gemeinsam Stücke komponiert\, welche die buddhistischen Bereiche von Leiden\, Sehnsucht\, Bewusstsein und Transzendenz widerspiegeln\, betrachtet durch die Linse des zeitgenössischen Lebens in verschiedenen Kulturen. Eine künstlerische Erkundung des Raums zwischen Jazzkomposition\, Musiktherapie und Theravada-Buddhismus\, in dem Improvisation\, interkultureller Dialog und achtsame Präsenz zusammenkommen.
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SUMMARY:Mica Millar
DESCRIPTION:Immer dann\, wenn die Stimme älter zu sein scheint als die Sängerin\, ergibt sich aus diesem vermeintlichen Paradox eine Spannung\, aus der Großes erwächst. Amy Winehouse ist dafür ein Beispiel\, aber auch die junge Norah Jones. Und nun also Mica Millar. „Soul Act of the Year“\, Nominierung für den „Breakup Act of the Year” – das Debüt “Heaven knows” katapultierte die junge Britin in Windeseile vom Support für Lionel Ritchie oder Gregory Porter zum Headliner mit europaweit ausverkauften Konzerten. Ihre Songs schreibt sie übrigens selbst. Darin arbeitet sie sich an spirituellen Fragen ebenso ab wie an sozialen. Diese Vielfalt ist eine Konsequenz ihrer Arbeitsweise. Sie nutzt nämlich eine Art Stream-of-Consciousness-Verfahren. Über Akkorde auf dem Klavier sucht sie nach Worten und Geschichten. Dabei „singe ich im Grunde alles\, was mir in den Sinn kommt\, und interpretiere es dann später.“ Die ihr immer wieder zugesprochene Authentizität hat genau hier ihren Ursprung. Und auch für die außergewöhnliche Intensität und Intimität dieser Musik\, die uns beim Hören auf wundersame Weise in uns selbst zurückzuführen scheint\, hat Mica Millar eine plausible Erklärung: „Ich schreibe immer nachts\, meist bei schwachem Licht und immer allein.“
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SUMMARY:Gee Hye Lee Trio feat. Jakob Bänsch und Sandi Kuhn
DESCRIPTION:Wer die Pianistin Gee Hye Lee vor zwei Jahren bei der Korean Jazz Night erlebt hat\, weiß\, warum die Jury des Landesjazzpreises einst von ihrer technischen Brillanz und einem Ton von höchstem musikalischen Ausdruck schwärmte. Mit ihrem perfekt eingespielten Trio – Joel Locher am Bass und Mareike Wiening am Schlagzeug – hat Gee Hye Lee ihre Formensprache weiter entwickelt\, mehr aber noch vertieft: Fast leichtfüßig beherrscht sie klassische Idiome des Jazz\, verwandelt sie schwebend in etwas Zeitloses. Diesmal bringt sie zum Festival eine außerordentliche Bläsersektion mit: Jakob Bänsch\, gerade mal 22\, wurde für sein Debüt „Opening“ mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet; sein Spiel hat einen New Yorker Kritiker zu Vergleichen mit dem jungen Wynton Marsalis angeregt. Nicht minder aufregend klingt der Saxophonist Sandi Kuhn – von seinem „wunderbar weichen Sound“\, „seiner intelligenten Phrasierung“ und „magistralen Gelassenheit“ ließ sich die Süddeutsche Zeitung verführen. Für alle fünf trifft zu\, was Gee Hye Lee mal über sich sagte: „Musik ist mein Leben.“
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SUMMARY:Soundtrack to a Coup d’État
DESCRIPTION:Die CIA schickt Louis Armstrong nach Afrika: Wie ist Jazz mit der Ermordung des kongolesischen Premiers Lumumba\, also mit Kolonialismus und der großen Weltpolitik verbunden? \nDie Verknüpfung von Nikita Chruschtschows berühmtem Wutausbruch vor den Vereinten Nationen am 12. Oktober 1960 mit dem geklatschten Rhythmus einer Jazz-Session bildet nur eine der vielen genialen Einfälle dieses großartigen Films über die Ermordung des kongolesischen Premierministers Patrice Lumumba und Jazz als Mittel im Kampf um US-amerikanische Hegemonialansprüche. Johan Grimonprez\, neben seiner Tätigkeit als Filmemacher vor allem als Bildender Künstler (u. a. DOCUMENTA-Teilnehmer 1997) bekannt\, verwebt in seinem vielfach preisgekrönten Essayfilm Globalpolitik und Musikhistorie\, das Erbe des Kolonialismus\, die Unabhängigkeitsbewegungen vieler afrikanischer Staaten in der Nachkriegszeit\, die Machenschaften der CIA und die Verstrickungen afroamerikanischer Musikgrößen zu einem Film\, der selbst fast wie eine lässige und klug gebaute Jazz-Sinfonie daherkommt. Einer der besten und klügsten Dokumentarfilme des Jahres: „entwickelt einen Sog\, der einen unweigerlich hineinzieht und danach auch nicht mehr loslässt.“ (epd Film)
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SUMMARY:James Brandon Lewis Quartet
DESCRIPTION:Wenn jemand den Jazz in nahezu all seinen Facetten förmlich in sich aufgesogen hat\, dann James Brandon Lewis. Charlie Haden\, Geri Allen\, Wadada Leo Smith\, William Parker\, Joshua Redman\, Karl Berger oder Jamie Branch – mit ihnen allen hat der unter anderem mit dem „Deutschen Jazzpreis“ ausgezeichnete Saxofonist gearbeitet. Diese Erfahrungen sind der Stoff\, aus dem ein Musiker wird\, der\, wie es die New York Times formuliert\, „Tradition verkörpert und überwindet“. Zu Enjoy Jazz kommt er in jener Besetzung\, mit der er u.a. das fulminante Album „Code of Being“ eingespielt hat\, das genauso existenziell klingt\, wie es betitelt ist. Voller zum Teil hochverdichteter Energie gönnt sich James Brandon Lewis hier auch noch den Luxus traumhafter Melodien. Es ist nicht übertrieben\, den Saxofonisten als einen der Musiker der Stunde des aktuellen Jazz zu bezeichnen. Und das ist fast noch untertrieben angesichts der Huldigung durch Sonny Rollins\, der das Saxofonspiel einst mit seinem „Stream of Consciousness“-Verfahren revolutioniert hat: „When I listen to you\, I listen to Buddha\, I listen to Confucius\, I listen to the deeper meaning of life. You are keeping the world in balance.” – What more can we say.
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SUMMARY:Enjoy Jazz Listening Bar: Mica Millar
DESCRIPTION:Mitten im hektischen Alltag wird das aufmerksame Zuhören zur seltenen Kunst. Die Listening Bars bei Enjoy Jazz laden dazu ein\, sich ganz auf die Musik einzulassen – in intimer Atmosphäre\, bei exzellenten Drinks und auf feinster HiFi-Technik. In Kooperation mit Hirsch + Ille und nach der erfolgreichen Premiere 2023 setzt Enjoy Jazz auch in diesem Jahr auf das entschleunigte Format: Slow Hearing statt Stream-Zapping. \nIm Zentrum des Abends steht ein ausgewähltes Vinyl-Album\, das in voller Länge abgespielt wird. Zuvor führt Hostin Mica Millar persönlich in das Werk ein. Die britische Soul-Sängerin begeistert nicht nur mit ihrer unverwechselbaren Stimme\, die weit älter klingt\, als sie ist\, sondern auch mit ihren tiefgründigen\, selbstgeschriebenen Songs. Ihr Debüt „Heaven Knows“ machte sie zur „Soul Act of the Year“ – und zur gefeierten Headlinerin auf Europas Bühnen. \nIm Anschluss an das Hörerlebnis gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit der Künstlerin – über Musik\, Songwriting und das\, was bleibt\, wenn man wirklich hinhört. \nDie Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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SUMMARY:Enji
DESCRIPTION:Lieder\, die uns berühren\, sind nicht selten Ausdruck einer persönlichen oral History des Künstlers oder der Künstlerin. Enjis Musik verfügt über genau diesen Kern im Sinne einer alles und alle verbindenden Kraft. Dem „Guardian“ erzählte die Sängerin dazu unlängst Folgendes: „Jeden Tag\, wenn meine Eltern von der Arbeit in der Fabrik nach Hause kamen\, trafen sie sich mit einer Gruppe von Freunden in unserer Jurte\, um sich zu entspannen\, und irgendjemand fing immer an zu singen. Bald stimmten wir alle mit ein und sangen alte Volkslieder\, um uns warm zu halten und uns bis tief in die Nacht hinein auszudrücken.“ Gemeinschaft in und durch die Musik als Stoff für eine Weltkarriere: Aufgewachsen in Ulaanbaatar\, der Hauptstadt der Mongolei\, in München Jazz studiert\, ihrer Heimat mit dem Album „Ulaan“ ein Denkmal gesetzt\, damit die Welt verwundert („Jazzsängerinnen wie diese klingen selten so unprätentiös\, originell und frei“\, New York Times) und die relevanten Bestenlisten rund um den Globus gestürmt. Zu Enjoy Jazz kommt sie mit ihrem aktuellen Album „Sonor“: formschöne Kompositionen von samtener Zartheit\, optimistisch\, im Hören diskret umfangend und dabei von tränenschöner Klarheit und Offenheit.
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SUMMARY:Alexandra Lehmler invites Apollonio Maiello & Jörg Brinkmann
DESCRIPTION:Die Besetzung erinnert an das klassische Klaviertrio der europäischen Musikgeschichte: ein Tasteninstrument\, ein Streichinstrument und eine Melodiestimme. Doch statt der Violine oder Klarinette tritt hier das Saxophon in den Vordergrund – mit seiner klanglichen Vielschichtigkeit und Ausdruckskraft. Alexandra Lehmler (Saxophon)\, Apollonio Maiello (Klavier) und Jörg Brinkmann (Violoncello) formen eine kammermusikalische Einheit\, in der sich die Klarheit notierter Musik mit der Offenheit improvisierter Klanggestaltung verbindet. \nAusgehend von einer gemeinsamen Sensibilität für Struktur\, Klangfarbe und Interaktion entfaltet das Trio einen vielschichtigen musikalischen Dialog. Apollonio Maiellos harmonische Raffinesse am Klavier trifft auf Brinkmanns lyrisch-perkussives Cellospiel und Lehmlers farbenreiche\, oft vokal anmutende Saxophonlinien. Es ist Musik\, die zugleich formbewusst und frei ist – zwischen klassischer Architektur und jazzbasierter Spontaneität. \nDiese Trioformation ist keine bloße Fusion von Stilen\, sondern ein fein gewebtes Netz aus Tradition und Gegenwart\, Improvisation und Komposition. Sie verbeugt sich vor der klassischen Kammermusik und lotet gleichzeitig die klanglichen und narrativen Möglichkeiten aktueller Jazzsprachen aus – mit Neugier\, Tiefe und einem Gespür für das Unvorhersehbare.
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SUMMARY:Claus Boesser-Ferrari\, Joss Turnbull & Mia Ferrari
DESCRIPTION:Träumen Atome? Lässt sich Denken poetisieren? Und wie in Musik übersetzen? Können Teilchen tanzen? Im Roman „Das Prinzip“ über Werner Heisenberg schildert Jérôme Ferrari nicht nur ein widersprüchliches Leben\, sondern das Auseinanderbrechen und die Neuformierung eines Weltbilds. Gitarrist Claus Boesser-Ferrari\, Perkussionist Joss Turnball und die Filmerin Mia Ferrari umspielen Passagen daraus in einer multimedialen Versuchsanordnung: Die Unschärferelation der Quantenphysik – zwei komplementäre Größen können nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden – gilt auch in der Kunst: Es gibt nicht das Ding an sich\, sondern immer nur die Relation. Wäre das nicht eine Definition musikalischen Zusammenspiels? Wird es nicht noch spannender\, wenn eine zusätzliche Komponente hinzukommt\, der Film\, und wenn alles\, ein Text\, die Elementarteilchen musikalischer Systeme\, Bild und Ton\, zusammenrauschen? Nichts lässt sich an diesem Abend berechnen\, aber in die Erkenntnislücke schlüpfen die Kreativität\, die Vorstellungskraft\, das Spiel.
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SUMMARY:Thomas D. & The KBCS
DESCRIPTION:Hauptförderer PHOENIX group bekennt sich nicht nur wirtschaftlich zu Enjoy Jazz\, sondern auch mit großer kultureller Begeisterung. Nun öffnet PHOENIX sein innovatives COLAB für einen besonderen „Jazz and More“-Abend. Höhepunkt wird das Konzert des Fanta 4-Rappers Thomas D. sein. Mit dem Jazz-Quartett KBCS\, bekannt als Begleitband von Flo Mega\, gönnt er sich ein Side-Projekt der Premium-Klasse. Das von der Kritik gefeierte\, entspannt pulsierende Album „The M.A.R.S. Sessions“ wurde komplett analog unter Live-Bedingungen im Studio aufgenommen. Neben Solo-Arbeiten präsentiert es auch Neubearbeitungen von Fanta 4-Songs. Dazu gibt es ein spektakuläres Live-Set des Mannheimer Trompeters und Elektronik-Künstlers Julian Maier-Hauff mit DJ Radio Bergheim sowie die Talk-Show „Beef it up!“ über Jazz-Solos in der Popmusik\, mit Song-Beispielen von Nena bis David Bowie\, u.a. mit Aida Baghernejad („Music Journalist of the Year 2021“). \n  \nDas Gewinnspiel ist beendet. Die Gewinner:innen werden spätestens Mitte August per E-Mail benachrichtigt.
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SUMMARY:Simin Tander
DESCRIPTION:Simin Tanders Gesang bräuchte man genau genommen gar nicht zu verstehen\, es genügt\, ihn zu spüren und sich ihm einfach anzuvertrauen. Ein Gesang\, der Leerstellen mitführt\, die durch das kurze Anhauchen von Silben entstehen und von so existenzieller Bedeutung sind wie die kurze Pause zwischen dem Ein- und Ausatmen. Wenn man diesen Gesang aber verstehen möchte\, weil es einem nicht genügt\, ihm etwas über sich selbst zu erfahren\, dann muss man wissen\, dass seine Wurzel eine Art resilienter Selbstvergewisserung der Künstlerin als Kind ist. Schicksalsschläge haben die Erschaffung eines inneren Raumes erforderlich gemacht\, unzugänglich von außen\, sicher vor all dem\, was man\, zumal als Kind\, nicht beeinflussen kann. Wenn die Fantasie beginnt\, diesem Raum eine Stimme zu geben\, dann entstehen daraus Lebenslieder\, oft in Tanders Vatersprache Pashto\, und damit Musik wie eine Perlenkette aus leuchtenden Tönen. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Maxi Broecking.
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SUMMARY:Jelena Kuljić
DESCRIPTION:Die SZ brachte es auf den Punkt: Diese Stimme ist ein Ereignis! Sie gehört der 1976 geborenen Jelena Kuljić\, die man nicht nur als Sängerin\, sondern auch als Schauspielerin kennt. Seit 20 Jahren ist sie in musikalischen Theaterproduktionen an den ersten Bühnen des Landes zu erleben – am Thalia Theater in Hamburg\, an der Berliner Volksbühne oder der Wiener Burg. Daneben aber begeistert sie im Duo mit dem Bassisten Greg Cohen oder mit der Band Kuu!\, in der u.a. der finnische Gitarrist Kalle Kalima und der preisgekrönte Drummer Christian Lillinger mit von der Partie sind. Die sind auch Teil des Projekts „Fundamental Interactions“\, zu dem Olga Reznichenko und Tim Dahl dazustoßen: Mit großer improvisatorischer Freiheit\, im Spannungsfeld zwischen Elektronik und Avantgarde bewegt sich Kuljić mit eigenen Lyrics und Lyrik von Dichtern Ex-Jugoslawiens durch die Themenfelder Heimat\, Sprache und Identität. Und das mit sensibler Phrasierung\, facettenreicher Expressivität und vom Jazz befeuerter Rhythmusgabe. Wirklich ein Ereignis.
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SUMMARY:Camila Nebbia
DESCRIPTION:Klappern und Hauchen\, Pressen und Pusten\, Hochgeschwindigkeits-Kaskaden und balladesk-seufzende Miniaturen\, schrille Überblasmotive\, Cluster und lyrische Klänge. Ausuferndes High-Energy-Spiel\, Fantasiereichtum\, fesselnde Spannungsbögen. All das macht Camila Nebbia zu einer der faszinierenden Improvisatorinnen der Free-Jazz-Szene. Ihre Offenbarung hatte die 1987 in Bueonos Aires geborene Saxophonistin mit Ornette Colemans Album „Crisis“ – das habe ihr\, der klassisch ausgebildeten Musikerin\, die Richtung gewiesen. Als weitere Einflussgröße ist natürlich ihr Landsmann Gato Barbieri zu nennen\, aber man darf auch an die Expressivität Peter Brötzmanns denken oder die Virtuosität Evan Parkers\, der durch Zirkularatmung Phrasen schier ins Unendliche dehnen kann.Eigentlich aber reicht es zu sagen: Niemand spielt wie Nebbia. Dass sie\, geprägt von der wechselvollen Geschichte Argentiniens und ihrem Umzug nach Berlin\, Musik nicht nur als formales Experiment sieht\, sondern auch als Auseinandersetzung mit Erinnerung und Identität\, macht ihre Kunst noch reizvoller.
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SUMMARY:SOAP&SKIN
DESCRIPTION:Das Lied\, mit dem Anja Plaschg alias Soap&Skin ihr aus zwölf Coverversionen bestehendes aktuelles Album „Torso“ beschließt\, könnte nicht besser in die Zeit passen: „The End“\, der Doors-Klassiker\, der einst von Nico in größte Düsternis getaucht worden ist. Soap&Skin gewinnt dem Apokalyptischen allerdings etwas Tröstliches ab. Maik Brüggemeyer schrieb in seiner Kolumne\, dass ihre Version „wärmer\, kindlicher\, traumverlorener und jenseitiger – oder sollte man mit einem Peter-Handke-Wort sagen: andersortlicher“ sei als das Original. Ein Begriff\, der auf ihr ganzes Werk zutrifft: Die Österreicherin transzendiert Stücke von Cat Power oder David Bowie und macht aus eigenen Kompositionen schimmernde\, ätherisch-kunstmusikalische Dramen. In allem\, was sie tut\, lässt sie zu\, sich verletzlich zu zeigen. Kürzlich erklärte sie in einem Interview: Ein ganzes Album mit Coverversionen zu machen\, „erfüllte mich zunächst mit einem gewissen Unbehagen. Ich hatte Angst\, dass man es so auslegt\, dass ich keine Einfälle mehr habe.“ Keine Angst war jemals so unbegründet.
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SUMMARY:Monk in Pieces
DESCRIPTION:In seinem Film über die Avantgarde-Musikerin\, Komponistin\, Performance-Künstlerin und Tänzerin Meredith Monk\, die seit den 1960er Jahren ein wichtiger Bestandteil des New Yorker Underground ist\, zeichnet Billy Shebar die Karriere dieser wundervoll kreativen Universalkünstlerin nach\, die unter anderem großen Einfluss auf so unterschiedliche Persönlichkeiten wie David Byrne\, Björk und Jim Jarmusch hatte.
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LOCATION:Cinema Quadrat Mannheim\, K1 2\, Mannheim\, 68159\, Deutschland
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SUMMARY:Michael Wollny
DESCRIPTION:Selbst die Kritik liebt Michael Wollny. Der seit 2014 in Leipzig lebende Pianist hat fast alle wichtigen Jazz-Preise in Deutschland gewonnen\, sein aktuelles Trio-Album wurde mit dem Keith Jarrett Trio zu dessen Spitzenzeiten verglichen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb\, Wollny belege immer wieder aufs Neue\, dass er „aus jeder nur erdenklichen Musik ein Erlebnis machen kann\, das einem den Atem nimmt.“ Seine Alben schaffen es sogar regelmäßig in die deutschen Pop-Charts. Insbesondere seine Solo- Konzerte sind wie eine überbordende Wundertute: mal empfindsam und lyrisch\, mal rätselhaft und aufbrausend wie ein Ritt durch die Seele der schwarzen Romantik. Niemand sagt es schöner\, als Michael Wollny das selbst vor einigen Jahren in einem Interview getan hat: „Als Musiker gehst du auf die Bühne und beginnst immer bei null. Deshalbspielen Erwartungen\, Vorurteile\, Wunsche\, Vorgeschichten in dieser Hinsicht überhaupt keine Rolle. Alles passiert genau jetzt\, in diesem Moment. Der erste Ton\, der gespielt wird\, füllt das Bewusstsein komplett aus\, ihn zu verfolgen\, zu sehen\, wo er hingeht\, wo die Melodie und Energiebogen landen …“ Ende offen. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Maxi Broecking.
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LOCATION:Schlosstheater Schwetzingen\, Am Schloß\, Schwetzingen\, Baden-Württemberg\, 68723\, Deutschland
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SUMMARY:Christian Muthspiel & Orjazztra Vienna
DESCRIPTION:Das Orjazztra Vienna ist eine Art Fortführung des renommierten Vienna Art Orchestra und doch etwas ganz Eigenes. Es ist eine Spielwiese für den Komponisten und Posaunisten Christian Muthspiel und zugleich ein Experimentierfeld für junge Musiker:innen aus der Wiener Szene. Vor allem aber kann Muthspiel mit diesem Klangkörper konzentriert und en détail an dem arbeiten\, was ihm wichtig ist\, „also wirklich dynamisch spielen\, wirklich an den Klangfarben\, wirklich an der Phrasierung arbeiten“\, wie er dem BR verriet. Er kann problemlos auch komplexe Stücke umsetzen\, weil ihm dafür bis zu 18 individuelle Stimmen zur Verfügung stehen. Darunter ein ganz besonderes Herzensprojekt: die Orchestrierung der unvergleichlichen Lyrik von Ernst Jandl\, dem jazzaffinen Sprachkünstler. Denn Jandl\, der noch mehrfach selbst mit Muthspiel zusammengearbeitet hat\, würde dieses Jahr 100. Mit „Vom Jandln zum Ernst“ hat Muthspiel ein musikalisches- literarisches Großwerk geschaffen – ein Oratorium für Dichterstimme und 17 Solist:innen. Kurzum: ein Ereignis. Und eine der letzten Chancen\, Christian Muthspiel noch einmal live zu erleben\, bevor er Ende des Jahres seine Bühnenkarriere beenden wird.
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SUMMARY:Irreversible Entanglements
DESCRIPTION:Moor Mother ist eine der bedeutendsten Universal- Künstlerinnen unserer Zeit. Nun kehrt sie mit dem Kollektiv Irreversible Entanglements zu Enjoy Jazz zurück. Mit dem aktuellen Album „Protect Your Light“ wurde aus den freien Radikalen\, dem Zorn und der politischen Bekenntniskraft in der Tradition der Fire Music eines Archie Shepp\, den Moor Mother zutiefst verehrt\, etwas Neues. Der unverändert aktivistische Impetus wurde in einen Mix aus Schönheit\, Dringlichkeit und Schärfe eingebettet. Das Ziel lautet gesellschaftliche Veränderung. Moor Mothers Spoken-Word-Lyrik verschlingt dabei jeden Ansatz einer sich nur selbst bestätigenden poetischen Ästhetik einfach und spuckt ihn\, komprimiert zu einer Art Urrhythmus\, peitschend wieder aus. Diese Kunst operiert am offenen Herzen. Angetrieben von dem Willen\, Rettung zu bringen.
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SUMMARY:Shabaka & Nduduzo Makhathini
DESCRIPTION:Ein Gipfeltreffen: mit Shabaka (seinen Nachnamen Hutchings führt er nicht mehr mit) und Nduduzo Makhathini treffen zwei prägende Musiker des gegenwärtigen Jazz bei Enjoy Jazz aufeinander\, um ein gemeinsames Duo-Konzert zu spielen. Shabaka\, Multiinstrumentalist und Komponist aus der Londoner Jazzszene\, ist bekannt für sein intensives\, wuchtig rhythmisiertes Saxofonspiel\, das Bands wie The Comet is Coming und Sons of Kemet zu Wegbereitern des neuen Brit-Jazz machte und dem Jazz dadurch ein neues\, junges\, partyaffines Publikum erschloss. 2024 verkündete er\, sich eine Auszeit von seinem instrumentalen Alter Ego zu nehmen und sich auf das Flötenspiel zu verlegen. Nduduzo Makhathini\, im letzten Jahr Artist in Residence bei Enjoy Jazz\, verbindet in seiner Kunst die Heilkraft des ausgebildeten Sangoma mit wissenschaftlicher Expertise\, postkolonialer Aufklärungsarbeit und einer zutiefst humanistischen Haltung. Wenn diese beiden ebenso virtuosen wie feingeistigen Musiker in einen Dialog miteinander treten\, darf man auf das Resultat gespannt sein. \nIm Anschluss an das Konzert findet ein Artist Talk zum Festival Thema Knowing statt.\nDas Gespräch führt Maxi Broecking.
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SUMMARY:Annie & The Caldwells
DESCRIPTION:Es ist wahrlich eine bemerkenswerte Geschichte: 1975 nimmt die US-amerikanische Soul- und Gospelband The Staples Jr. Singers ihr einziges Album „When Do We Get Paid” auf. Fast 40 Jahre später entdeckt David Byrne (Talking Heads) die Platte\, die von der „Zeit“ als „heilige Musik“ beschrieben wird\, und veröffentlicht sie neu. Inzwischen hatte sich Sängerin Annie Caldwell ins Privatleben zurückgezogen\, eine Familie gegründet ein Bekleidungsgeschäft eröffnet und schließlich eine neue Band auf die Beine gestellt\, mit ihrem Mann\, ihren Söhnen und ihren Töchtern: Annie & The Caldwells. Das Debütalbum der Band erschien im März 2025 auf Byrnes Label Luaka Bop und wurde vom „Guardian“ direkt auf die Liste „Best Albums of 2025 so far“ gesetzt. Ihr energiegeladener Mix aus spirituell geprägtem Gospel und wuchtigem Funk gilt als unvergleichliche Live-Erfahrung. Ach ja: Das Bekleidungsgeschäft der Caldwells ist immer noch an fünf Tagen in der Woche geöffnet\, zumindest wenn die Familie nicht auf Tour ist. Und alle Bandmitglieder gehen weiterhin einer regulären Beschäftigung nach: als Gabelstaplerfahrer\, Kosmetikerin\, Grundschullehrerin oder Krankentransportfahrer. Mehr Erdung geht nicht.
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SUMMARY:Erwin Ditzners Carte Blanche
DESCRIPTION:Klassische Win-Win-Situation: Rainer Kern stellte Erwin Ditzner vor über 15 Jahren einen Blankoscheck aus: An seinem Carte-Blanche-Abend darf der zwischen Rock und Free Jazz alle Idiome beherrschende Schlagzeuger sich ein Programm aussuchen und musikalische Grenzziehungen einfach ignorieren. Im Gegenzug wird das Publikum mit tollkühnen Improvisationen beschenkt!
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SUMMARY:Carolin Emcke & Anja Lechner
DESCRIPTION:„Meine Texte“\, hat Carolin Emcke mal gesagt\, „sollen so zart sein\, dass sie gegen die Vereinfachungen ankommen.“ Ein Satz\, den sich alle\, die Sprache als Instrument nutzen\, einrahmen und über den Schreibtisch hängen sollten. Die preisgekrönte Publizistin hat aber zudem Fähigkeiten\, die noch vor dem Schreiben kommen: genaues Hinsehen und -hören. Das merkt man\, wenn man ihre bemerkenswerten Reportagen und Essays liest\, die etwa den Zusammenhang zwischen Gewalt und Klima offenbaren. Über Anja Lechner muss gerade bei diesem Festival nicht viel gesagt werden: Die Cellistin ist schlicht eine Instanz im Grenzgebiet von Barock\, Neuer Musik und Improvisation. Vor einigen Jahren hat sie zusammen mit Emcke ein musikalisches Programm zu deren Buch „Gegen den Hass“ gestaltet\, bestehend aus Werken Silvestrovs\, Bachs und freiem Spiel. Es passt in seiner aufrüttelnden Gesamtheit leider gespenstisch gut in unsere Zeit. Und genau deshalb muss es gehört werden.
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SUMMARY:Knowing - Der DLF-Talk
DESCRIPTION:Enjoy Jazz goes DLF. Für alle\, die mehr über unser diesjähriges Festival-Motto „Knowing“ erfahren möchten\, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: eine Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Denn im veränderten Verhältnis zum Wissen im Allgemeinen und dem wissenschaftlichen und kulturellen Wissen im Besonderen sehen wir eine der Ursachen für die zunehmend krisenhafte Entwicklung von Gesellschaften. Und darüber muss gesprochen werden. \nDas Gespräch wird live vor Publikum aufgezeichnet und kann wenig später in voller Länge auf deutschlandfunk.de und in der Deutschlandfunk-App gehört werden. Auf dem Podium: Festivalleiter Rainer Kern und der Schweizer Pianist Nik Bärtsch\, der sich bis in sein Werk hinein beständig mit wissenschaftlichem Wissen auseinandersetzt. \nFür den DLF moderieren wird die Journalistin\, Kuratorin und Musikerin Sophie Emilie Beha.
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SUMMARY:Nik Bärtsch’s RONIN
DESCRIPTION:Der stets in dunkle Stoffe gekleidete Nik Bärtsch ist einer der faszinierendsten Pianisten unserer Zeit. Schwarz ist für ihn die Farbe des Lebens. „Es ist die Farbe der engagierten Neutralität – und der totalen Präsenz.“ Und genau das ist es\, was seine Arbeit so faszinierend und zugleich so unbeschreiblich wie unbeschreibbar macht. Sie ist ebenso sehr ein musikalisches wie ein philosophisch und naturwissenschaftlich konnotiertes Phänomen\, welches das System Mensch permanent befragt und es weiterentwickelt\, indem es aus Daten Rhythmen macht und dabei äußerste Komplexität in Leichtigkeit\, Tiefe und Teilbarkeit verwandelt. Was wie Magie wirkt\, ist tatsächlich ein Erkenntnisprozess. Ein herausragendes Beispiel dafür ist Bärtschs Projekt RONIN. Ende 2024 hat das Quartett sein neuntes Album veröffentlicht: „Spin“. Kammermusikalischer Feinsinn trifft auf ausgefeilte Drum-Beats und perfekt getimte Grooves.
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SUMMARY:Deep Listening: The Story of Pauline Oliveros
DESCRIPTION:DEEP LISTENING: THE STORY OF PAULINE OLIVEROS tells the story of the iconic composer\, performer\, teacher\, philosopher\, technological innovator and humanitarian\, Pauline Oliveros. She was one of the world’s original electronic musicians\, one of the only female amongst notable post-war American composers\, a master accordion player\, a teacher and mentor of musicians\, a gateway to music and sound for non-musicians and a technical innovator who helped develop everything from tools that allow musicians to play together while in different countries to software that enables those with severe disabilities to create beautiful music. \nOn the vanguard of contemporary American music for six decades\, her story illuminates the pathway to how we got where we are and where the future will take us in the world of music\, the philosophy of sound and the art of listening. \nProduced in collaboration with executive producer Ione\, Oliveros‘ partner in life and work\, and the Ministry of Maåt\, the film combines rare archival footage\, live performances and unreleased music with appearences by Terry Riley\, Anna Halprin\, Ione\, Linda Montano\, Laurie Anderson\, Thurston Moore\, Alvin Lucier\, Claire Chase\, Miya Masaoka\, Morton Subotnick\, Tony Martin\, Ramon Sender and many more ground-breaking artists.
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SUMMARY:Zukunft braucht Räume
DESCRIPTION:„Zukunft braucht Räume“ – ein Satz\, der zunächst schlicht klingt\, aber leise nachhallt. Was sind das für Räume\, die Zukunft tragen können? Räume\, die nicht nur schützen\, sondern öffnen. Die nicht nur festhalten\, sondern Wandel gestalten. Wenn Bildung\, Kunst und Kultur sich zusammentun\, entsteht mehr als ein Ort – es entsteht ein Möglichkeitsraum. Am 11. Oktober wird dieser Gedanke zum Zentrum einer Podiumsdiskussion im Glaspavillon\, dem Interkulturellen Zentrum: Wie kann eine Gemeinschaft widerstandsfähig werden – und was braucht es dafür? Zwischen Wissenschaft und Stadtentwicklung\, zwischen Universitäten und Kulturorten\, dort\, wo Zivilgesellschaft sich einmischt\, liegen Antworten. \nMit dabei ist unter anderem Dr. Johanna Schwarz der Universität Heidelberg\, die seit vielen Jahren im Bereich des Wissenstransfers an der Schnittstelle von Wissenschaft\, Gesellschaft\, Kultur und Industrie tätig ist und dabei Räume für Denken und Dialog schafft. Sie berichtet über den Klimawandelgarten der Stadt Heidelberg – ein Modellprojekt für klimaresiliente Stadtentwicklung. \nEbenfalls am Podiumsgespräch beteiligt ist Dr. Matthias Rauch\, der in Mannheim die kreative Stadt mitgestaltet. Als Sprecher der Kulturpolitischen Gesellschaft verbindet er dabei regionale Perspektiven mit überregionalen Entwicklungen. \nModeriert von Laura Knobloch\, Expertin für Transformation und Nachhaltigkeit\, geht es eineinhalb Stunden lang um Fragen\, die weit über das Podium hinauswirken: Welche Orte helfen\, Krisen zu überstehen? Wie ermöglichen Bildung und Kunst gemeinsam Veränderung? Und welche Rolle spielt Kultur\, wenn es darum geht\, Brücken zu bauen – zwischen Menschen\, Disziplinen und Perspektiven? Es ist eine Einladung an alle\, die sich für Zukunft interessieren – nicht abstrakt\, sondern konkret: in Städten\, in Gemeinschaften\, in Ideen. Zukunft braucht Räume. Und diese Räume brauchen uns.
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LOCATION:Enjoy Jazz Pop-up Space Glaspavillon auf dem Landfried-Areal\, Bergheimer Str. 147\, Heidelberg\, 69115\, Deutschland
CATEGORIES:Eintritt frei,Enjoy Jazz 2025,Klimafaire Veranstaltung
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SUMMARY:Abul Mogard & Rafael Anton Irisarri
DESCRIPTION:Für das Publikum bedeutet es nicht weniger als eine Neuverortung in Raum und Zeit\, was die beiden Ambient- und Elektronik-Spezialisten Abdul Mogard und Rafael Anton Irisarri hier entwickelt haben. Denn man bewegt sich im Hören dieser tiefenwirksam entschleunigten Musik schwerelos in einem fluiden Zwischenraum\, der einem unaufdringlich neue Selbstwahrnehmungsangebote unterbreitet. Für das zugrundeliegende Album haben die beiden Musiker den treffenden Titel „Impossibly Distant\, Impossibly Close” gewählt. Wer diese Musik erfährt\, kann eigentlich nicht mehr von Hören sprechen\, sondern von einem Ein- und Abtauchen. Mogards Synthesizer-Modulationen verschmelzen mit Irisarris skulpturalen Gitarrendrones\, die entfernt an Kevin Shields‘ Soundtrack für „Lost in Translation“ erinnern. Was hier sukzessiv live entsteht\, ist eine epische\, verschleierte\, großflächig mäandernde\, abgedunkelte Schönheit\, die sich allen Ambient-Klischees zum Trotz weder für Flughäfen noch für Fahrstühle eignet\, sondern Kontemplation einfordert und umgehend belohnt.
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LOCATION:Heiliggeistkirche\, Hauptstraße 198\, Heidelberg\, Baden Württember-\, 69117\, Deutschland
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SUMMARY:Loco Cello
DESCRIPTION:Das Trio Loco Cello („das verrückte Cello“) pendelt mit atemberaubender handwerklicher Perfektion zwischen Jazz\, Klassik und Weltmusik. Es ist aus dem Zusammentreffen zweier Virtuosen entstanden. Cellist François Salque\, ein Yale-Absolvent\, unterrichtet heute u.a. am Conservatoire de Paris und erhielt insbesondere für seine kammermusikalischen Aufnahmen zahlreiche Auszeichnung. Gitarrist Samuel Strouk kommt ebenfalls aus der Klassik\, hat aber auch mit Jazzmusikern wie Vincent Peirani oder Bireli Lagrène gearbeitet. Das Repertoire an Klangsprachen ist hier in seiner Vielseitigkeit kaum zu überblicken und führt von Osteuropa bis nach Argentinien. François Salque beschreibt die Faszination von Loco Cello wie folgt: „Unsere Kreationen erfinden eine neue\, sich ständig weiterentwickelnde Sprache.“ Eine künstlerische Freiheit\, wie sie perfekt zum Spielort passt\, dem Demokratie- und Freiheitssymbol Hambacher Schloss.
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LOCATION:Hambacher Schloss\, Hambacher Schloss 1832\, Neustadt an der Weinstraße\, Rheinland-Pfalz\, 67434
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SUMMARY:Yazz Ahmed
DESCRIPTION:Vierzehn Jahre sind seit Yazz Ahmeds Debütalbum „Finding My Way Home“ vergangen. In dieser Zeit hat die Hornistin und Trompeterin ihren Stil immer weiter verfeinert. So ist sie u.a. mit Radiohead ins Studio und mit These New Puritans auf Tour gegangen. Im Februar dieses Jahres dann erschien ihr viertes Soloalbum „A Paradise in the Hold“. Der „Psychedelic Arabic Jazz“ der britisch-bahrainischen Künstlerin verbindet darauf hippen UK-Jazz mit elektronischen Elementen und arabischen Einflüssen. Hilfreich dabei war\, dass eigens für sie ein Viertelton-Flügelhorn entwickelt wurde\, mit dem Yazz Ahmed sich dem spirituellen Sound der arabischen ‘Blue Notes’ annähern kann. Auf „A Paradise in the Hold“\, das der „Guardian“ schon im Juni auf seine Liste der „Best Albums of 2025 so far“ gesetzt hat\, experimentiert die Musikerin nämlich auch mit arabischen Hochzeitsgesängen oder dem als Fijiri bezeichneten traditionellen Gesang der Perlentaucher der Golfregion\, der sogar als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt ist. Ein Abend also\, der den Horizont des Jazz erweitern wird.
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LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz 2025,Klimafaire Veranstaltung
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SUMMARY:Sonic Session: Die Welt ist Klang
DESCRIPTION:So wie Materie aus Schwingungen besteht\, besteht auch Musik aus Schwingungen und Resonanzen. Diese Veranstaltung ist dem Zuhören und Atmen als Zugang zu Flow\, Improvisation und Entschleunigung gewidmet. Live-Musik\, improvisiert über Klanglandschaften\, Drones und angeleitete partizipative Impulse\, ermöglicht hierbei einen akustischen Reset\, der Müdigkeit reduziert\, Kreativität fördert\, das persönliche Bewusstsein stärkt und das psychische und spirituelle Wohlbefinden fördert.\nWie in einem Jazzensemble werden die Teilnehmenden in einem Raum kreativer Freiheit die Möglichkeit haben\, das Unerwartete anzunehmen\, Klangumgebungen in Entdeckungen verwandeln und gemeinsam präsent zu sein. Das klangliche Eintauchen\, soll hierbei Körper und Seele in einen Zustand emotionaler Bewusstheit versetzen und den Geist wieder mit dem verbinden\, was uns am nächsten ist. \nIn Kooperation mit SAP.
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LOCATION:SAP Arena\, An d. Arena 1\, Mannheim\, 68163
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SUMMARY:Brandee Younger Trio
DESCRIPTION:Seit ihrem fulminanten 2023er Album „Brand New Life“ ist die Harfenistin Brandee Younger in aller Munde. Nicht nur\, dass sie als legitime Nachfolgerin von Dorothy Ashby und Alice Coltrane gefeiert wird\, sie hat die Jazz-Harfe in völlig neuer Weise für angrenzende Genres geöffnet. Die Erklärung dafür ist einfach: „Ich wollte“\, so Younger\, „schon immer das spielen\, was ich im Radio hörte.“ Diese Offenheit hat zu Kollaborationen mit Lauryn Hill\, John Legend oder Pharoah Sanders geführt. Und auf „Brand New Life“ gaben sich weitere künstlerische Schwergewichte wie Makaya McCraven\, Joel Ross oder Meshell Ndegeocello die Klinke in die Hand. Was Brandee Youngers Musik auszeichnet\, ist ihre phänomenale Durchlässigkeit. Hip-Hop-Beats treffen auf Lyrikrezitationen\, Street Credibility auf spätromantischen Wohlklang\, naive Schönheit auf soziale Härte\, gediegene Kompositionskunst auf kuschelweich verpackten Zorn. Oder kurz: mitreißender\, kluger und beziehungsreicher Jazz auf der Höhe der Zeit.
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SUMMARY:Shalosh / Davidavi Dolev
DESCRIPTION:Im Jazz steht Zugänglichkeit schnell unter Kitschverdacht. Vor allem dann\, wenn sie mit Simplizität verwechselt wird. Denn es ist eine hohe Kunst\, Zugänglichkeit auf Basis eines nicht primär durch den Willen zur Popularität gesteuerten künstlerischen Handelns zu erzeugen. Zu den Großmeistern dieser Kunst gehört das israelische Trio Shalosh. Der Grundton der Band ist immer leicht angeraut\, die Melodien hypnotisch\, manchmal fast hämmernd in ihrer Eingängigkeit. Der Shalosh-Sound vereint das Beste aus vielen Genres und mündet auf wundersame Weise stets in einer Art „Stream of Contemplativity“. Im Kontrast dazu steht die Gesangskunst von Davidavi Dolev. Der „extreme Vocal Technique“- Lehrer wurde u.a. als Sänger der Avantgarde-Metal- Band Subterranean Masquerade bekannt. Bei Enjoy Jazz feiert sein Solo-Projekt „Le Petit Suicide“ Premiere\, in welchem er „Erfahrungen mit Spiritualismus durch die Brille einer bipolaren Störung“ verarbeitet. Ein Abend\, der Klarheit in Schönheit verwandelt\, und das in zwei sehr unterschiedlichen Varianten.
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SUMMARY:Ditzner - Sharp Release Konzert
DESCRIPTION:Wer letztes Jahr den Carte-Blanche-Abend von Erwin Ditzner mit dem Avantgarde-Gitarristen Elliott Sharp besuchte\, wurde Zeuge einer Sternstunde des empathischen Interplay. Der Deal kurz vor dem Auftritt damals: „no rules!“ Nun erscheint der Live-Mitschnitt bei Fixcel Records und das Release-Konzert kann natürlich nur bei Enjoy Jazz stattfinden. Dabei ist eines garantiert: Wiederholen werden sich die beiden nicht. Ach ja\, und: „no rules!“
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LOCATION:Wilhelm-Hack-Museum\, Berliner Str. 23\, Ludwigshafen am Rhein\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
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SUMMARY:Enjoy Jazz Schulbigband
DESCRIPTION:Was haben Ron Carter\, Geri Allen oder Christian McBride gemeinsam? Sie alle spielten in jungen Jahren in Schulbigbands. In diesen wird nicht selten der Grundstein für große Karrieren gelegt – vor allem aber die Freude am gemeinsamen Musikmachen geweckt. Kreativität zu befeuern\, Talente zu fördern und Jugendlichen die Begegnung mit Profis zu ermöglichen – das war von Anfang das Ziel bei Gründung der Enjoy Jazz Schulbigband. Mit der SAP SE als wichtiger Unterstützerin und Partnerschulen in Heidelberg\, Mannheim und Ludwigshafen hat sich inzwischen eine Struktur etabliert\, auf die jedes Jahr von Neuem zurückgegriffen wird: Auch wenn die Zusammensetzung des Ensembles naturgemäß wechselt\, bleibt so doch eine der Qualität zuträgliche Kontinuität gewahrt – und das Repertoire lässt sich stetig erweitern\, vertiefen\, variieren. Das I-Tüpfelchen: die aus den erarbeiteten Programmen resultierenden Konzerte. Auch nach 13 Jahren Schulbigband heißt es also: Keep Swingin‘!
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SUMMARY:LAUT! Der Enjoy Jazz Kindertag
DESCRIPTION:Es wird LAUT! Auf vielfachen Wunsch zurück im Festivalprogramm: unser Tag für Kinder und Familien.\nLAUT! steht für die kindgerecht aufbereiteten Werte Lernbereitschaft\, Aufgeschlossenheit\, Unabhängigkeit und Toleranz. LAUT ist bunt\, kreativ\, überraschend und lädt zum Herumtoben ein. Der ganze Karlstorbahnhof wird zum Spielplatz. U.a. mit der legendären Kinder-Disco mit „Benny\, dem Bär“ und Live-Musik von der Kinder-Pop-Band Larifari\, die euch auf eine bunte Reise zu singendem Gemüse\, tanzenden Staubsaugern und träumenden Pinguinen mitnimmt. \nAußerdem erwarten euch Upcycling- und andere Kreativ-Workshops\, wie das Mitmach-Theater „Vorhang auf“ in dem ihr in 45 Minuten gemeinsam mit Theaterpädagogin Antonia Jäcklin ein eigenes Stück kreiert. \nDie Emmy-nominierte KiKa-Moderatorin Clarissa „Clari“ Corrêa da Silva („Die Sendung mit der Maus“\, „Wissen macht Ah“\, „Die beste Klasse Deutschlands„) und Schauspielerin Simone Müller laden euch zur interaktiven Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich?“ ein. \nFreier eintritt für Kinder unter 3 Jahren. \n  \n \n 
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SUMMARY:Tribute to Peter Brötzmann: Heather Leigh & Rasmussen-Pliakas-Wertmüller
DESCRIPTION:RASMUSSEN-PLIAKAS-WERTMUELLER entfällt!RASMUSSEN-PLIAKAS-WERTMUELLER entfällt!Veranstaltungsänderung:\nRASMUSSEN-PLIAKAS-WERTMUELLER entfällt!\nRASMUSSEN-PLIAKAS-WERTMUELLER entfällt! Aufgrund von Problemen im Flugverkehr können Teile des Trios nicht anreisen. Das Konzert mit Heather Leigh wird stattfinden. \nDass Peter Brötzmann länger Avantgarde war als die Avantgarde selbst\, hat einen Grund: unbeirrbare künstlerische Aufrichtigkeit. „Jazz-Musik ist eine Musik der Persönlichkeiten“\, konstatierte er gewohnt knurrig: „Und so habe ich mich dann auch um nichts weiter geschert als um mich selbst. Und dann ging das so.“ Eine maßlose Untertreibung. Denn die Spielweise des Gründungsmitglieds des legendären Globe Unity Orchestra wurde sogar mit einem eigenen Verb geadelt: brötzen. Hoch geschätzt auch in Amerika und Asien\, hat er zahllose Erben gefunden. Darunter die Pedal-Steel-Gitarristin Heather Leigh\, die aus der Noise- und Free- Folk-Szene kommt und 2016 bei Enjoy Jazz mit Brötzmann ein legendäres Duo-Konzert im alten Karlstorbahnhof spielte. Sie eröffnet unseren Tribute- Power-Jazz-Abend\, bevor dann Brötzmanns Mitstreiter aus dem Trio „Full Blast“ übernehmen: Bassist Marino Pliakas und Schlagzeuger Michael Wertmüller. Am Saxofon: Shooting-Star Mette Rasmussen. Das österreichische Magazin „Falter“ betitelte unlängst einen Beitrag über sie mit der Überschrift „Sanftmut hört sich anders an.“ Muss man mehr sagen?
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LOCATION:Villa Nachttanz Heidelberg\, Im Klingenbühl 6\, Heidelberg\, 69123\, Deutschland
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SUMMARY:I Am the River\, the River Is Me
DESCRIPTION:Der Māori-Flusswächter Ned Tapa nimmt die Filmemacher:innen\, internationale Wasservertreter:innen und Aktivist:innen mit auf eine Kanufahrt auf dem Whanganui River in Aotearoa\, Neuseeland. Der 320 Kilometer lange Fluss ist der erste weltweit\, der als juristische Person anerkannt wurde. Seit über 150 Jahren kämpfen die Māori leidenschaftlich für den Schutz ihrer heiligen Lebensader. Auf diesem spirituellen Wasserweg teilen die Reisenden Geschichten von Widerstandskraft\, Zerstörung und Heilung. Durch den Geist des Flusses als Begleiter und Erzähler reflektiert der Film über indigene Weisheit\, die Verbundenheit allen Lebens und die globale Bewegung für die Rechte der Natur. Ein Aufruf\, unsere Wertesysteme gegenüber der Natur und der Gemeinschaft zu überdenken – zum Wohle allen zukünftigen Lebens auf der Erde. \n\n\nIm Anschluss an den Film präsentiert sich die „Water is Right Foundation„.
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LOCATION:Kino im Karlstorbahnhof\, Marlene-Dietrich-Platz 3\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69126\, Deutschland
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SUMMARY:Johanna Summer & Malakoff Kowalski
DESCRIPTION:Es begann alles mit einer Schwärmerei: Malakoff Kowalski hörte vor fünf Jahren Johanna Summers Schumann-Improvisationen\, eine „Zauberei“\, wie er in der Zeit schrieb\, ein unfassbares Werk\, das ihn „vor Glück schwindelig“ machte. Es folgte ein Kennenlernen – und die Erkenntnis\, dass Summer Kowalski für dessen „Kunst der Sparsamkeit“ mindestens ebenso sehr schätzt wie er sie für ihren Ideenreichtum. In diesem Jahr nun erschienen Summers EP „Upright“ und Kowalskis LP „Songs With Words“\, auf der der deutsch-amerikanischpersische Musiker als Sänger auftritt\, Gedichte Allen Ginsbergs mit klassischen Klavierstücken paart und von Johanna Summer begleitet wird — ergänzt um Beiträge auch von Igor Levit und Chilly Gonzales. Aus den beiden Alben wurde ein faszinierendes Duo-Programm\, das unausweichlich erscheint: Auf der einen Seite der akribische Perfektionist\, auf der anderen die hochvirtuos-fantasievolle Jazz-Pianistin\, die aus der Klassik schöpft – diese beiden\, die sich wechselseitig verehren\, mussten einfach zusammenfinden.
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LOCATION:Alte Aula\, Grabenstraße 1\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69117\, Deutschland
CATEGORIES:Duokonzert,Enjoy Jazz 2025,Jazz Voices,Piano Concerts
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SUMMARY:Katharina Ernst
DESCRIPTION:Ob das grandiose Black Page Orchestra oder Star- Choreografinnen wie Florentina Holzinger und Kate McIntosh\, sie alle reißen sich um eine Schlagzeugerin aus Wien. Katharina Ernst\, Jahrgang 1987\, ist wahrlich eine Artist’s Artist\, eine Meta-Künstlerin. Wer sie hört\, begreift sofort: Hier passieren mehrere Dinge zur gleichen Zeit. Motive und Rhythmen ordnen sich nicht nur chronologisch\, sondern wandern durch verschachtelte Räume. Eine besondere Intensität erreicht sie in ihrer beispiellosen\, polyrhythmischen Kunst bei ihren Soloauftritten\, weshalb wir uns für dieses Format entschieden haben. Anlässlich der Verleihung des „H13 2024 Niederösterreich Preis für Performance“ an Katharina Ernst befand die Jury beeindruckt: „Entlang von Übersetzungsprozessen zwischen Musik\, Choreografie und Architektur geht die Künstlerin der Frage nach\, inwiefern eine abstrakte Komposition Spiegel oder gar Modell für gesellschaftliches Miteinander sein könnte.“ Es gibt einen Begriff\, der all das zusammenfasst: Relevanz.
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LOCATION:Betriebswerk\, Am Bahnbetriebswerk 5\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69115\, Deutschland
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SUMMARY:Ibrahim Maalouf
DESCRIPTION:Ibrahim Maalouf\, 1980 in Beirut geboren\, ist nicht nur einer der vielseitigsten\, sondern auch der erfolgreichsten Musiker Frankreichs. Gerade volljährig\, gewann der Trompeter in nur vier Jahren 15 Musik-Wettbewerbe. Mit 26 begann er\, an Hochschulen zu unterrichten. Sein Vater\, Schüler von Maurice André\, spielte bei all dem eine entscheidende Rolle. Denn er entwickelte die nach ihm benannte\, mit einem zusätzlichen Ventil ausgestattete Vierteltontrompete\, die es erlaubt\, Töne zu spielen\, die außerhalb der 12-Ton-Skala liegen. Natürlich setzt Maalouf dieses Instrument auch in seinem Groß-Projekt „Trumpets of Michel-Ange“ ein\, einem fulminanten musikalischen Brückenschlag zwischen Jazz\, Rock\, afrikanischer Rhythmik und arabischer Folklore. Der Titel ist eine Verbeugung vor seinem Vater: „Als Kind habe ich ihn mir immer als Michelangelo vorgestellt\, wie er die Sixtinische Kapelle bemalt. Für mich war er einfach ein Genie“\, verriet der französisch-libanesische Musiker dem Magazin „Sound of Life“. Bei aller mitreißender Wucht\, die Ibrahim Maaloufs Konzerte auszeichnet\, gilt: Über allem steht sein magischer Ton\, den der Kritiker Josef Engels treffend als „Tränen aus flüssigem Metall“ beschreibt. \n 
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LOCATION:BASF Feierabendhaus\, Leuschnerstraße 47\, Ludwigshafen\, 67063\, Deutschland
CATEGORIES:BASF,Enjoy Jazz 2025
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SUMMARY:Sophia Club: What bodies know
DESCRIPTION:Haben wir die Verbindung zu dem tiefen Wissen verloren\, das durch Bewegung und Musik entsteht? \nIn unserem hypervernetzten\, sprachgesättigten digitalen Alltag liegt der Gedanke nahe\, dass Worte der Schlüssel zum Wissen sind. Schließlich scheinen große Sprachmodelle wie ChatGPT auf merkwürdige Weise eine Welt zu kennen\, die sie nie erlebt haben. Doch Menschen haben ihre Kulturen und das Universum seit jeher dadurch verstanden\, dass sie sich als verkörperte Wesen durch die Welt bewegten. An diesem Abend erkunden wir das Wissen des Körpers – und wie Singen\, Tanzen und tiefes Zuhören es uns ermöglichen\, unsere Perspektiven auf das Leben zu erweitern. \nFür dieses musikalische und gedankliche Festmahl begrüßen wir Bernd Brabec\, Musikwissenschaftler und Anthropologe des Klangs; Ophelia Deroy\, Professorin für Neurowissenschaften und Philosophie; Tony Buck\, renommierter Perkussionist und Improvisator; sowie Magda Mayas\, gefeierte Pianistin und Komponistin. \nSprache: Englisch \nÜber den Sophia Club\nNach ausverkauften Veranstaltungen in New York\, London und Melbourne kommt der Sophia Club für einen besonderen Abend der „Live-Philosophie“ im Rahmen von Enjoy Jazz nach Heidelberg. \nPhilosophie geht alle etwas an – und der Sophia Club schafft einen Raum\, in dem Menschen zusammenkommen\, über große Fragen nachdenken und die tiefen Verbindungen zwischen Denken\, Emotionen und künstlerischem Ausdruck wertschätzen können. \nDer Sophia Club wird präsentiert von Aeon Media\, dem digitalen Herausgeber der Magazine Aeon und Psyche. \n  \nHave we lost touch with the deep knowing that comes through movement and music? \nIn our hyperconnected\, language-soaked digital lives it is easy to think that words are the key to knowledge. After all\, large language models like ChatGPT seem strangely capable of knowing a world they have never experienced. But humans have always understood their cultures and the cosmos by moving through the world as embodied beings. This evening we explore the knowing of the body and how singing\, dancing and deep listening enable us to expand our perspectives on life. We’re joined for this musical and conversational feast by Bernd Brabec\, musicologist and anthropologist of sound; Ophelia Deroy\, professor of neuroscience and philosophy; Tony Buck\, renowned percussionist and improviser; and Magda Mayas\, celebrated pianist and composer. \nAbout Sophia Club \nAfter sell-out shows across New York\, London and Melbourne\, the Sophia Club travels to Heidelberg for a special night of Live Philosophy at Enjoy Jazz. \nEveryone has a stake in philosophy; and the Sophia Club creates a space for people to come together\, ponder big questions and appreciate the rich connections between thought\, emotions and artistic expression. The Sophia Club is presented by Aeon Media\, digital publishers of Aeon and Psyche magazines. \nhttps://sophiaclub.co/ \nhttps://psyche.co/ \nhttps://aeonmedia.co/
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LOCATION:Betriebswerk\, Am Bahnbetriebswerk 5\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69115\, Deutschland
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