BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Enjoy Jazz - ECPv6.15.20//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://enjoyjazz.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Enjoy Jazz
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20220327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20221030T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20230326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20231029T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221001T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221001T210000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220721T081345Z
LAST-MODIFIED:20220919T154615Z
UID:10000204-1664650800-1664658000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Artist Talk mit Iñaki Bonillas
DESCRIPTION:Artist Talk & DJ-Set mit Iñaki Bonillas und Maxi Broecking \nAm Sonnabend\, den 1. Oktober wird es im Heidelberger Kunstverein einen Artist Talk und DJ-Set mit dem herausragenden mexikanischen Foto-Künstler Iñaki Bonillas geben\, dem diesjährigen Partner der Künstler*innen Kooperation von Enjoy Jazz für das Festival-Poster. Gastgeber ist der Direktor des Heidelberger Kunstvereins Søren Grammel\, der gemeinsam mit Enjoy Jazz Festivalleiter Rainer Kern in die Veranstaltung einführen wird. Das Gespräch führt die Journalistin\, Publizistin und Verlegerin Maxi Broecking\, die seit der Kooperation mit der norwegischen Künstlerin Frida Orupabo 2021 die Reihe für Enjoy Jazz kuratiert. \nFür den 1981 in Mexico City geborenen Bonillas\, dessen Arbeiten bereits auf der Biennale von Saõ Paulo und im Museum of Modern Art in New York gezeigt wurden\, ist die Kunstform Jazz eng mit seiner Biografie und seiner künstlerischen Praxis verknüpft. Das diesjährige Festivalplakat von Enjoy Jazz mit dem Titel „Soundtrack For A Still“ zeigt den früh verstorbenen Vater des Künstlers\, der dem jungen Bonillas seine umfangreiche Jazzplatten-Sammlung hinterließ\, die dieser bis heute fortführt. Die Aufnahmen\, die ihn und sein Werk geprägt haben\, wird er an diesem Abend auflegen und einen tieferen Einblick in seine Arbeit geben. \nFür das diesjährige Festival hat der Künstler eine limitierte\, nummerierte und signierte Edition gestaltet. Der Erlös geht an Musikerinnen und Musiker\, die noch immer mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie kämpfen. \nDie Veranstaltung ist kostenlos.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/artist-talk-mit-inaki-bonillas/
LOCATION:HDKV-Heidelberger Kunstverein\, Hauptstrasse 97\, Heidelberg\, 69117\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Inaki-Bonillas_WEB.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221002T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221002T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T124741Z
LAST-MODIFIED:20220930T201628Z
UID:10000188-1664740800-1664748000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Eröffnungskonzert: Sona Jobarteh
DESCRIPTION:Ihr Ticket ist zeitgleich auch Eintrittskarte für die Beförderung mit der Bergbahn zum Eröffnungskonzert. Letzte Talfahrt in die Altstadt ist 24 Uhr. \nTradition und Moderne. In diesen durchaus frustrierenden Backlash-Zeiten setzt das Eröffnungskonzert des aktuellen Festivaljahrgangs einen entschiedenen Kontrapunkt. Sona Jobarteh ist die erste weibliche Kora-Spielerin Westafrikas. Die Kora ist ein Harfeninstrument mit 21 Saiten\, das auf eine lange Tradition zurückblickt. Üblicherweise wird das Griot-Instrument ausschließlich von Männern gespielt\, die die Spieltechnik an ihre Söhne weitergeben. Insofern gebührt Sona Jobartehs älterem Bruder Dank dafür\, dass er seine Schwester im Alter von vier Jahren mit dem Instrument vertraut machte. Was wiederum damit zu tun haben könnte\, dass Jobarteh\, wiewohl Tochter einer Griot-Dynastie\, in London geboren wurde. Ebenfalls in London studierte sie Musik\, Komposition und Afrikanistik und unternahm anschließend mit großem Erfolg den Brückenschlag von modernen Kompositionen und traditioneller Musik. Sie\, die sich selbst als Kora-Virtuosin und Komponistin versteht\, reflektiert auch ihre Vorbild- und Vermittlerinnen-Rolle\, wenn sie als „Educator“ in ihrer Heimat versucht\, die Tradition und die Geschichte ihres Herkunftslandes als relevant zu erhalten. Diese aktivistische Haltung mündete 2015 in die Gründung der nach ihrem Großvater benannte Amadou Bansang Jobarteh-Musikschule in Gambia\, wo jetzt Mädchen und Jungen mit einem post-kolonialen Ansatz an den traditionellen Griot-Instrumenten (Kora\, Ngoni\, Balafon) ausgebildet werden\, um eine afrikanische Identität zu vermitteln. Als Musikerin genießt Jobarteh großen Respekt unter ihren männlichen Kollegen\, teilte die Bühne mit Oumou Sangaré und Toumani Diabaté\, performte auf zahlreichen Festivals weltweit und war Support-Act für Salif Keita und Cassandra Wilson. Aktuell arbeitet Sona Jobarteh an einem neuen Album\, das abenteuerlicher und experimenteller ausfallen soll als das noch etwas auf freundliche Zurückhaltung setzende Debüt „Fasiya“ (2011). Man darf also gespannt sein.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/eroeffnungskonzert-sona-jobarteh/
LOCATION:Königssaal Schloss Heidelberg\, Schlosshof 1\, Heidelberg\, 69117
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/S.Jobarteh_2_c_African-Guild-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221003T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221003T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T085915Z
LAST-MODIFIED:20220927T113718Z
UID:10000169-1664827200-1664834400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Abdullah Ibrahim Solo
DESCRIPTION:„Good News from Africa“\, so lautet ein legendärer Albumtitel des südafrikanischen Pianisten\, Komponisten und Aktivisten Abdullah Ibrahim\, der vor seiner Konvertierung zum Islam Adolphe Johannes »Dollar« Brand hieß. Geboren am 9. Oktober 1934 in Kapstadt gilt Abdullah Ibrahim als der wohl prägendste und einflussreichste Jazzmusiker Afrikas. Wer sich vielleicht noch erinnert an die großartigen Konzerte mit Hugh Masekela und Larry Willis im November 2013 oder an die Solo-Performance von von Nduduzo Makhathini im Oktober 2021 wird diesen Abend als »missing link« wahrnehmen. Die Musik Abdullah Ibrahim ist im emphatischen Sinne essentiell. Wenn er sich ans Klavier setzt\, schöpft er aus mittlerweile 80 Jahren Spielpraxis. Wiewohl er in seiner langen Karriere\, inspiriert von Duke Ellington und Thelonious Monk\, auch für größere Ensembles komponierte\, hat Abdullah Ibrahim seit jeher eine ganz besondere Form des Solorecitals entwickelt. In einem langen\, nicht unterbrochenen Set erforscht er gewissenmaßen im Moment sein Lebenswerk\, setzt Akzente\, entwickelt Motive\, deutet an\, wiederholt oder variiert sie\, bis sein Rubato-Spiel eine hypnotische Kraft entfaltet\, die aus dem Spirituellen schöpft und in den Bann zu schlagen versteht. Alben wie „Senzo“ (2008)\, „Dreamtime“ (2019) oder jüngst „Solotude“ (2021)\, letztere aufgenommen in seiner Wahlheimat im Chiemgau\, vermitteln einen guten Eindruck\, aber live entwickelt dieser Ansatz eine andere Form von Intensität.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/abdullah-ibrahim-solo/
LOCATION:Pfalzbau\, Berliner Str. 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Abdullah-Ibrahim-2.jpeg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221004T210000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221004T230000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T090614Z
LAST-MODIFIED:20220922T112109Z
UID:10000170-1664917200-1664924400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Angel Bat Dawid
DESCRIPTION:„Wenn das\, was du tust\, nicht spirituell ist\, ist es keine Musik!“ Solcherart bezugnehmend auf Pharoah Sanders oder auch Sun Ra äußerte sich Angel Bat Dawid\, als ihr Debütalbum „The Oracle“ im Frühjahr 2019 für Furore sorgte. Die Sängerin und Klarinettistin hatte ihren eigentümlich intimen Mix aus Gospel\, Hip-Hop und Spiritual Jazz einerseits lo-fi mit dem eigenen Mobiltelefon aufgenommen\, andererseits aber das hippe Label „International Anthem“ damit begeistern können\, es genau so zu veröffentlichen. Schon das smarte Albumcover ein spirituelles\, politisches Statement! Davids Themen kreisten um\, verkürzt gesagt\, black empowerment\, black consciousness und black spirituality. In einem Interview zum Album erklärte sie: „Meine Leute werden noch immer unterdrückt. Wir sind nicht glücklich\, aber wir sind am glücklichsten\, wenn wir die Freiheit bekommen\, uns so auszudrücken\, wie wir uns ausdrücken wollen. Kann man menschlicher miteinander umgehen\, als miteinander Musik zu machen?“ Als Angel Bat Dawid im Herbst 2019 im Umfeld des Jazzfestes Berlin mit Verhaltensweisen konfrontiert wurde\, die sie als rassistisch wertete\, transformierten sie und ihre Band The Brotherhood ihre Frustration in eine Performance\, deren Intensität und Authentizität in eine fordernde Beschwörung von Gemeinschaft mündete. Zum Glück wurde dieses epochale und konfrontative Dokument von „Black Joy“ (The Wire) mitgeschnitten\, veröffentlicht und mit unmissverständlichem Klartext zu den Berliner Ereignissen unterfüttert. In diesem Fall war es wirklich „live“ und ungleich mehr als ein Konzert.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/angel-bat-dawid/
LOCATION:Rheinland-Pfalz
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/ABD-David-Raccuglia-photo-credit-8.jpeg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221005T173000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221005T173000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220915T124834Z
LAST-MODIFIED:20220922T125440Z
UID:10000134-1664991000-1664991000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Broecking Lecture: Angel Bat Dawid
DESCRIPTION:Im Oktober 2021 hielt George E. Lewis\, Professor der Columbia University und enger Freund des Autors\, Publizisten\, Musikwissenschaftlers und Soziologen Christian Broecking\, nach dessen Tod im Februar 2021 die erste Christian Broecking Lecture am Heidelberg Center for American Studies (HCA) im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals – initiiert von Festivalleiter Rainer Kern\, ebenfalls einem engen Freund und Vertrauten Christian Broeckings\, der seit vielen Jahren mit dem Festival verbunden war und mehrere Vortragsreihen für das Festival entwickelte\, u.a. „Vision\, Perception\, Friction: How Jazz Became Art and Attack(ed) – A Transatlantic Dialogue“. \nChristian Broeckings Forschungsfeld war die Kultursoziologie des Jazz\, insbesondere des afroamerikanischen Jazz und der Improvisierten Musik. In zahlreichen Büchern hat er durch respektvolle und kundige Fragestellungen die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen Lebensbedingungen und dem musikalischen Ausdruck der Künstler:innen sichtbar gemacht. Seine Interviews und Untersuchungen bilden die Basis für weiterführende Forschungen im Bereich der Jazzsoziologie. In Forschung und Lehre war er u.a. an der Goethe Universität Frankfurt\, der TU-Berlin und dem WIAM – Winterthurer Institut für aktuelle Musik tätig. \nEs ist eine große Freude\, dass die Chicagoer Musikerin\, Komponistin und Aktivistin Angel Elmore aka Angel Bat Dawid in diesem Jahr die Christian Broecking Lecture halten wird. Die selbst im Alter von 22 Jahren an einem Hirntumor erkrankte Künstlerin nahm an den „Free Jazz Prayer Sessions“ des Chicagoer Saxofonisten David Boykin und seiner Organisation „Sonic Healing Ministries“ teil\, bevor sie ihr eigenes Community-Kollektiv „Participatory Music Coalition“ gründete. Das Chicagoer Jazz-Label „International Anthem“ veröffentlichte 2019 ihr Debut-Album „The Orarcle“ unter ihrem Facebook-Namen „Angel Bat Dawid“ – Bat Dawid steht auf hebräisch für „Tochter Davids“. Ihre Band heißt „The Brothahood“\, ihre monatliche Multimediareihe „Mothaship 9“\, mit visueller Kunst\, Mode und Vorträgen. Eine ihrer Kompositionen trägt den Titel „What Shall I Tell My Children Who Are Black“. Struktureller Rassismus und die Intersektionalität von Race\, Class und Gender sind die Themen für die Angel Elmore als Aktivistin und Künstlerin steht. \n  \n  \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/broecking-lecture-angel-bat-dawid/
LOCATION:Heidelberg Center for American Studies (HCA)\, Hauptstraße 120\, Heidelberg\, 69117\, Deutschland
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/ABD-David-Raccuglia-photo-credit-8.jpeg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221005T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221005T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T091203Z
LAST-MODIFIED:20220805T144602Z
UID:10000171-1665000000-1665007200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Kokoroko
DESCRIPTION:Es war ein Fest: Vor drei Jahren traten Kokoroko erstmals bei Enjoy Jazz auf\, und wohlweislich hatte die Alte Feuerwache auf eine Konzertbestuhlung verzichtet – niemand hätte es wohl auf den Plätzen gehalten. Was die Trompeterin Sheila Maurice-Grey und Gitarrist Oscar Jerome bei der Gründung von Kokoroko im Sinn hatten: eine ganz und gar gegenwärtige Form des einstmals von Fela Kuti und Tony Allen kreierten Afrobeats zu entwickeln. Bei Kokoroko ist die westafrikanische Highlife-Musik dementsprechend angereichert mit karibischen Rhythmen\, psychedelischen Funk- und Soul-Patterns\, und nicht zuletzt mit jenen eklektizistischen Jazz-Grooves\, die zum Markenzeichen der multiethnischen\, boomenden Londoner Szene geworden sind. Aber natürlich sind die Musikerinnen und Musiker so jung\, dass sie in den 90ern und 2000ern mit dem urbanen Sound von Hip-Hop im Ohr aufgewachsen sind\, und manchmal erinnert das Gitarrenspiel von Oscar Jerome sogar an Khruangbins strange Adaption von Thai-Funk-Motiven. Die Bläsersektion um Maurice-Grey – all female – erzeugt eine immense Energie\, und als sie einmal gefragt wurde\, wie sie die Band charakterisieren würde\, sagte sie schlicht: „schwarz\, britisch und jung.“ „Sei stark“ heißt Kokoroko ins Deutsche übersetzt. Die Stärke rührt vielleicht auch daher\, Teil einer größeren Bewegung\, eines künstlerischen Aufbruchs zu sein\, dem es nicht nur gelungen ist\, Jazz wieder zu einer hippen Veranstaltung zu machen\, sondern ebenso zu einem Transportmittel für politische und soziale Fragen. Maurice-Grey hat in ihrer Jugend die hoch angesehene Talentschmiede des britischen Bassisten Gary Crosby durchlaufen\, aus der beispielsweise Zara McFarlane\, Moses Boyd oder Shabaka Hutchings hervorgegangen sind\, und auch weitere Mitglieder von Kokoroko. Kein Wunder\, dass sich da ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln muss. Nach dem ersten Ausrufezeichen auf Gilles Petersons Kompilation „We Out Here“ und einer vielversprechenden EP\, erscheint nun 2022 Kokorokos erstes Album „Could We Be More“. Ihre Fans dürften nicht nur mehr werden\, sondern irgendwann sehr viele sein.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/kokoroko/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_05_Kokoroko.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221005T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221005T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T091817Z
LAST-MODIFIED:20221006T132317Z
UID:10000172-1665000000-1665007200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Elina Duni & Rob Luft
DESCRIPTION:Produziert in Südfrankreich im Februar 2020 und veröffentlicht dann Mitte November 2020\, sorgte das Album „Lost Ships“ von Elina Duni für gehöriges Blätterrauschen im Feuilleton. 12 Songs zu den Themen Liebe und Exil werden hier mit kammermusikalischer Delikatesse interpretiert: ein Konzeptalbum mit deutlich politischen Untertönen – Heimat\, Migration\, Ökologie werden hier zumeist melancholisch um Stimmungen und Gefühlszustände wie Einsamkeit\, Fremdsein\, Verlassensein\, Verlust und Sehnsucht herum inszeniert. Für die Sängerin und Komponistin Elina Duni schlägt „Lost Ships“ ein neues Kapitel ihrer Karriere auf. 1981 in Albanien in eine Künstlerfamilie geboren\, zog sie nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in die Schweiz\, um dort eine klassische Klavierausbildung zu erhalten und ihre Liebe zum Jazz zu entdecken. Mit einem Trio um den Pianisten Colin Vallon entwickelte Duni auf mehreren Alben originelle\, eigenwillig-luftige Interpretationen albanischer Folklore. Doch wollte sie mehr sein als eine Sängerin vor Begleitband. Das vielsprachige Soloalbum „Partir“ (2018) mit einer Erweiterung und Öffnung des Repertoires um eigene Kompositionen und ein Jacques Brel-Cover war da nur konsequent. So intensiv die Selbstgespräche auf „Partir“ auch ausfielen\, so scheint der subtile Austausch mit anderen Musikern auf der Bühne doch dem Anliegen angemessener. Auf „Lost Ship“ bleibt die albanische Folklore ein Bezugspunkt\, wird aber durch weitere Traditionals und eine ganze Reihe von Eigenkompositionen abgerundet. Man könnte sagen: Musikalischer Kosmopolitismus mit Gespür für Herkunft und neugierigem Erfahrungshunger.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/elina-duni-rob-luft/
LOCATION:Privat: Providenzkirche\, Karl-Ludwig-Straße 8\, Heidelberg\, 69117\, Deutschland
CATEGORIES:ECM,Kirchenkonzerte
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Elina-Duni_Rob-Blerta_Kambo_6-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221006T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221006T210000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T124953Z
LAST-MODIFIED:20220927T134129Z
UID:10000189-1665082800-1665090000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Enjoy Jazz Schul-Bigband
DESCRIPTION:Die vergangenen beiden Pandemie-Jahre waren bekanntlich für professionelle Musikerinnen und Musiker eine ziemlich magere und harte Zeit. Aber auch für junge Talente\, insbesondere Schülerinnen und Schüler\, die in Bands zusammenspielen\, hätte es blöder nicht laufen können: Viel war da nicht möglich; Unterricht und gemeinsame Proben fielen – wie so vieles andere – den diversen Corona-Wellen zum Opfer. Umso erfreulicher\, dass in diesem Jahr die Enjoy Jazz Schulbigband mit neuem Programm wieder auf der Bühne stehen wird. Das Ensemble versammelt regelmäßig die profiliertesten Talente der Schulbigbands mehrerer Gymnasien aus der Region im Alter von 13 bis 18 Jahren. Schon 2012 wurde das Projekt ins Leben gerufen – als nachhaltige Initiative zur Nachwuchsförderung\, an der sowohl dem Enjoy Jazz Festival als auch der unterstützenden BASF sehr viel liegt. Inzwischen haben einige Schüler-Jahrgänge das Ensemble durchlaufen\, das Repertoire wurde stetig erweitert\, und die Band hat sich an immer komplexere Stücke und Aufgaben gewagt. Ein Klangkörper profitiert\, auch wenn die Fluktuation bei den jugendlichen Mitgliedern naturgemäß hoch ist\, von Kontinuität. Jedes Jahr kann auf zuvor gelegte Grundlagen aufgebaut werden. Wie erfolgreich das gelingt\, lässt sich nicht nur an den Auftritten ablesen. Ein Indiz für die hohe Qualität der Arbeit ist ebenso\, dass sich einige junge Musikerinnen und Musiker nach ihrer Schulzeit für ein Musikstudium entschieden haben\, ermutigt durch die in der Bigband gesammelten Erfahrungen. Einer\, der wesentlich an der Entstehung des Projekts mitgewirkt und es über Jahre als Bandleader tatkräftig begleitet hat\, fehlt jedoch: Michael Hilprecht starb im Mai 2021\, mit nur 43 Jahren. Viele Gedanken werden an diesem Abend bei ihm sein\, und das ein oder andere Stück dürfte an ihn erinnern. Welches Programm die Zuhörerinnen und Zuhörer aber genau erwartet\, das steht noch nicht fest. Mitreißend wird es auf jeden Fall.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/enjoy-jazz-schul-bigband/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_06_Enjoy_Jazz_Schul-Big_Band_WEB-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221006T210000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221006T230000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T092353Z
LAST-MODIFIED:20221006T135142Z
UID:10000173-1665090000-1665097200@enjoyjazz.de
SUMMARY:DJ Krush
DESCRIPTION:Achtung\, Legende! Lebend! Man möchte Hideaki Ishii a.k.a. DJ Krush Tom Liwas „Titelstory gegen ganzseitige Anzeige“ vorspielen. Den Anfang: „He Alter! Hättste nicht gedacht …“. He Alter! Hättste nicht gedacht\, dass der eigentümliche Mix aus HipHop\, TripHop\, jazzigen Ambient-Breakbeats\, der dich Mitte der 1990er Jahre beim mega-hippen „Mo´ Wax“-Label von James Lavelle landen ließ\, dich noch ins zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts tragen würde? Oder doch? Hey\, der Mann\, Jahrgang 1962\, war mal Gangster. Yakuza. Bevor ihn der legendäre Film „Wildstyle“ für HipHop begeisterte. Und so beschloss er\, DJ zu werden. Zunächst mit seinem Bruder als Crash & Bang. Dann – 1987 – in der Krush Posse. Zumindest in Japan war er der erste DJ\, der mit Live-Musikern auftrat. Dann kamen TripHop und Downtempo. Mitte der 1990er Jahre dann die ersten Alben\, deren »Abstract Turntablism« mit magischem Flow sehr gut gealtert erscheint. Zudem überraschte DJ Krush immer wieder durch intelligente Moves und die richtigen Kollabs zur richtigen Zeit: Mal mit Sly & Robbie\, mal mit Toshinori Kondo\, mal mit MosDef. 2002 eröffnete er das Enjoy Jazz-Festival mit einem beeindruckenden Set. 2008 hatte er im Karlstorbahnhof ein tolles Jazz-Set im Koffer. 2014 legte er erneut im Karlstorbahnhof auf. Damals hatte er gerade den 20. Jahrestag seiner Solokarriere mit einem exklusiven Showcase im Tokioter „Liquidroom“ gefeiert und ein „Self-remixed Best of“-Album mit dem Titel „Stepping Stone“ veröffentlicht. 2020 erschien sein jüngstes Album „Trickster“\, ein dunkles\, experimentelles\, dystopisches Ding mit überraschenden Sounds unter der Oberfläche. Auch bei seinen Showcases scheint er weiterhin darum bemüht\, möglichst unberechenbar zu bleiben und trotzdem selbst seinen alten HipHop-Fans der ersten Stunde zu liefern\, auch wenn die Zeichen mittlerweile auch Dubstep oder Trap stehen. Trotzdem gilt: Alles\, außer Nostalgie!
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/dj-krush/
LOCATION:Rheinland-Pfalz
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_06_DJ_Krush.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221007T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221007T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T095536Z
LAST-MODIFIED:20221007T124047Z
UID:10000174-1665172800-1665180000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Jan Garbarek Group feat. Trilok Gurtu
DESCRIPTION:Es zu glauben\, fällt schwer! Am 4. März 2022 feierte Jan Garbarek\, der scheinbar Alterslose\, seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass\, aber nicht nur\, steht das Jahr 2022 ganz im Zeichen einer umfänglichen Live-Präsenz der höchst populären Jan Garbarek Group\, die in wechselnden Besetzungen immerhin schon seit 1979 unterwegs ist. Inspiriert von John Coltrane und Dexter Gordon entwickelte Garbarek einen eigentümlichen Sound aus dem Mix von Post-Free-Jazz\, Pharoah Sanders-Hymnik und nordischen Folklore-Traditionen\, der ihm half\, sich in den 1970er Jahre als eine der wichtigsten Stimmen des europäischen Jazz zu etablieren. Aus der Vielzahl von Projekten und eigenen Bands ragen Garbareks Arbeiten in Keith Jarretts europäischen Quartett\, dem Trio mit Egberto Gismonti und Charlie Haden und die Bands mit Ralph Towner und Eberhard Weber heraus. Seit 1970 veröffentlicht Garbarek auf „ECM“. Inmitten unterschiedlichster\, teils sehr erfolgreicher Kooperationen (Stichwort: The Hilliard Ensemble) fungiert die Jan Garbarek Group gewissermaßen als die zuverlässige Konstante: Ein blendend in Szene gesetztes Ereignis – mal melodiös\, liedhaft\, karg\, dann wieder dynamisch\, pathetisch\, dramatisch\, mitunter mutig dissonant und intensiv\, mit viel Raum für solistische Glanzstücke aller Beteiligten und prinzipiell offen für Mögliches.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/jan-garbarek-group-feat-trilok-gurtu/
LOCATION:Pfalzbau\, Berliner Str. 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/garbarek_01.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221008T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221008T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125118Z
LAST-MODIFIED:20221130T153125Z
UID:10000190-1665259200-1665266400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Tania Giannouli Solo
DESCRIPTION:Die erstaunliche Vielseitigkeit und das Gespür dafür\, in immer wieder neuen Konstellationen interdisziplinäre Projekte zu initiieren\, die künstlerisch Funken schlagen\, wurde der Pianistin\, Komponistin und Projektemacherin Tania Giannouli hier schon nachgerühmt\, als sie mit dem erweiterten Projekt REWA 2019 erstmals bei Enjoy Jazz vorbeischaute. Genau diese Qualitäten\, unterschiedliche Felder zu entwickeln und auszugestalten\, prädestinieren sie geradezu\, 2022 neben Nik Bärtsch als Artist in Residence das Festivalprogramm zu bereichern. Vor zwei Jahren\, im Oktober 2020\, gewährte sie\, die seit ihrem fünften Lebensjahr Klavier spielt\, mit einer umjubelten Solo-Performance (2 Zugaben!) in der Kunsthalle Mannheim einen Einblick in ihr musikalisches Universum\, dessen Spannbreite von diversen Folkloren bis hin zu Neuer Musik reicht. Eine Konzertkritik des Abends liest sich wie folgt: Mit dieser Solo-Performance „manifestierte sich Giannouli als eine (…) einzigartige und eindringliche Stimme. (…) Sie erwies sich als wagemutige Leaderin aus der europäischen Peripherie\, die Altes und Neues\, Bekanntes und Unbekanntes\, klassische und improvisatorische Elemente auf lebendige und fesselnde Weise neu strukturiert und verschmilzt. Sie ist keine typische Jazzerin\, sondern eine energische und entschlossene Spielerin mit einem offenen und vielseitigen musikalischen Geist.“ Man darf folglich gespannt sein\, inwieweit sich das Setting in der Friedenskirche gegenüber der (modernistischen) Kunsthalle atmosphärisch in die Solo-Performance „verändernd“ einschreibt. \nDas Artist in Residence-Programm beim Enjoy Jazz Festival wird gefördert von NEUSTART KULTUR/BKM und der Initiative Musik.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/tania-giannouli-solo/
LOCATION:Friedenskirche Ludwigshafen\, Leuschnerstraße 56\, Ludwigshafen am Rhein\, Rheinland-Pfalz\, 67063
CATEGORIES:Artist in Residence,Kirchenkonzerte
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2020_10_16_Tania_Giannouli_C_Yiannis_Soulis_1-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221009T110000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221009T123000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125403Z
LAST-MODIFIED:20221007T124454Z
UID:10000194-1665313200-1665318600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Matinee: Music was my first love: Mirna Funk
DESCRIPTION:Für manche Leute – sagen wir lieber: für manche Männer – ist Mirna Funk eine irritierende und gefährliche Zeitgenossin\, und wenn man ihre Arbeit ein bisschen verfolgt\, dann hat man den Eindruck\, dass ihr das auch gut gefällt. Hört man Mirna Funk beim Erzählen zu\, im Radio oder auf der Bühne\, dann scheint sie immer ein bisschen zu schmunzeln\, ach\, irgendwie ist dieses Schmunzeln ihrer Stimme eingeschrieben. Jedenfalls ist da etwas Keckes\, das umso berückender wirkt\, weil die Dinge\, die Mirna Funk erzählt\, ziemlich klug und bedenkenswert sind. Über was sie redet und schreibt? Über Sex und jüdisches Leben heute\, über Familie und alles\, was sonst noch so passiert auf der Welt. Sie hat zwei Romane veröffentlicht\, pendelt zwischen Berlin und Tel Aviv\, hat eine Tochter\, studiert nebenbei Philosophie und – das darf in keinem Text über sie fehlen – fährt einen alten Porsche\, der ihr weitaus besser steht als den älteren Herren\, die sich ansonsten aus den tiefen Sitzen herausschälen und -quälen müssen\, um ihrer inneren Jugendlichkeit gerecht zu werden. Mirna Funk scheint mit wenig Schlaf auszukommen. Denn neben Kolumnen\, Romanen\, Hauptseminararbeiten hat sie auch ein Hörspiel verfasst\, mit Musik von Malakoff Kowalski. Apropos: Ihre erste Liebe ist wohl wie bei vielen vernünftigen Menschen die Musik gewesen\, denn sonst wäre sie bestimmt nicht der Einladung zur Reihe „Music Was My First Love“ gefolgt. In ihrer Spotify-Playlist bewegt sie sich behände zwischen David Bowie\, FKA Twigs und Charlotte Gainsbourg hin und her. Was da sonst noch so schlummert in ihrer musikalischen Biographie\, das erzählt sie gewiss an diesem Vormittag.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/matinee-music-was-my-first-love-mirna-funk/
LOCATION:Interkulturelles Zentrum\, Bergheimer Str. 147\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69115\, Deutschland
CATEGORIES:Matinee
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/V2A9589-2400x3201-1-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221009T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221009T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220914T115537Z
LAST-MODIFIED:20221007T124752Z
UID:10000131-1665345600-1665352800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Jakob Bro with Anja Lechner + Nils Petter Molvær + Marilyn Mazur
DESCRIPTION:Was für ein erstaunliches Line-up! Und noch erstaunlicher ist die Geschichte\, die hinter dem Zustandekommen dieses Ereignisses steckt. Der dänische Gitarrist Jacob Bro\, studiert\, einst durchaus regelmäßig mit den verstorbenen Paul Motian\, Lee Konitz oder Tomasz Stanko\, heute eher mit Palle Mikkelborg\, Joe Lovano\, Jorge Rossy\, Larry Grenadier\, Brian Blade\, Arve Henriksen\, Thomas Morgan oder Joey Baron Jazz spielend\, hat irgendwann die konventionelle Ausstellung von Virtuosität hinter sich gelassen und sich für die Stille entschieden. Heute versucht er\, nach eigener Aussage\, Musik zu spielen\, die nicht nach Musik klingt. Und vor allem\, den Einschränkungen\, in der Außenwahrnehmung als Jazz-Musiker schubladisiert zu werden\, zu entkommen. In einem Interview darauf angesprochen\, inwieweit seine aktuelle Ästhetik sich auf eine japanische Herangehensweise und auf Minimalismus beziehe\, outete sich Bro als Fan der japanischen Ambient-Pionierin Midori Takada („Through The Looking Glass“ (1988))\, mit der er im Frühsommer in Berlin und Kopenhagen zwei komplett frei improvisierte Performances gab. Im Anschluss daran nahm ein Quartett in der Besetzung des heutigen Abends (Gitarre\, Cello\, Trompete\, Perkussion & Electronics) jeweils den Faden auf und spann ihn klangforschend weiter. Im Berliner „Tagesspiegel“ schrieb der zuverlässige Gregor Dotzauer dazu: „Etwas Statisches haftet noch dieser Musik an\, die im leisen Anschwellen und Abebben aber schon erkennbare Übergänge zeigt. In ihrer Offenheit nach innen und außen könnte sie sich\, unentwegt changierend\, ins Unendliche ausdehnen.“ Oder wie Brian Eno Ambient definierte: „So ignorierbar wie es interessant ist.“ Den Zuhörenden steht es frei\, sich zu entscheiden. Sich irgendwann nach einem Sturm zu sehnen\, ist Sache des Temperaments. Die wenigen Konzerte\, die bislang stattfanden\, wurden mitgeschnitten. Ein Album\, so ist zu hören\, sei geplant. Für das Frühjahr 2024 ist eine Tour angekündigt. Wohin die Reise geht\, scheint nicht ausgemacht. Es dürfte aufregend sein\, Zeug:in eines Entstehens zu sein.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/jakob-bro-with-anja-lechner-nils-petter-molvaer-marilyn-mazur/
LOCATION:Neue Aula Universität\, Universitätsplatz 1\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69117\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/Collage_JakobBro-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221010T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221010T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125617Z
LAST-MODIFIED:20221007T125539Z
UID:10000118-1665432000-1665439200@enjoyjazz.de
SUMMARY:SWR Jazzpreis: Petter Eldh
DESCRIPTION:Kurzer Ausflug in den „Time Tunnel“: Im März 2012 gewann das Berliner Quartett Schneeweiß und Rosenrot in der Alten Feuerwache den Neuen Deutschen Jazzpreis mit einer Art von Popmusik\, wie sie nur Jazzer spielen können. Damals im Blickpunkt: die Sängerin Lucia Cadotsch und den Pianistin Johanna Borchert. Damals im Hintergrund: der schwedische Bassist Petter Eldh und der Drummer Marc Lohr. Zusammengefunden hatte die Band am Rytmisk Musik Konservatorium zu Kopenhagen\, wo Django Bates Borchert unterrichtete und mit Eldh spielte. Wer seinerzeit beschloss\, den wendigen Bassisten\, dessen Spiel gleichermaßen von Charles Mingus wie von A Tribe Called Quest beeinflusst schien\, im Auge zu behalten\, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. In den folgenden Jahren spielte Petter Eldh live und im Studio mit Django Bates\, Otis Sandsjö\, Lucia Cadotsch\, Hayden Chisholm\, Gard Nilssen\, Christian Lillinger\, Benoit Delbecq\, Jameszoo\, Peter Bruun\, Kit Downes oder Kaja Draksler. In Bands wie Punkt.Vrt.Plastik\, Y-Otis\, Koma Saxo\, Gard Nilssen Acoustic Unity oder Christian Lillinger’s Open Form For Society\, Amok Amor\, Lucia Cadotsch Speak Low oder Enemy. Sofern nicht live unterwegs\, arbeitet Eldh als Produzent und hat Tracks von Jaga Jazzist\, Jameszoo oder Andromeda Mega Express Orchestra geremixt. Ein eigenes Label hat er auch\, klar: „Galatea Records“. Insofern war es alles andere als eine Überraschung\, dass Petter Eldhs umtriebige und innovative Produktivität mit dem SWR Jazzpreis 2022 und dem dazu gehörenden Preisgeld von 15000€ belohnt wurde. In der Jurybegründung wird konstatiert\, dass der Preisträger „in der international vernetzten Improvisationsszene prägendes Gewicht“ habe und zwar als „energetischer“ Instrumentalist\, Bandleader\, Komponist\, Produzent und Arrangeur. Fun Fact: Für sein Preisträgerkonzert hat Eldh sich Kit Downes und Maddren eingeladen. Dieses Trio hat in den vergangenen Jahren als Enemy für Furore gesorgt und steht für Kompromisslosigkeit in Sachen Rhythmik\, Intensität und Dynamik. Im Februar 2022 überraschte das Trio mit dem für ECM aufgenommenen Album „Vermillion“\, das die geschätzten Qualitäten dekonstruktiv in einen kammermusikalisch orientierten Sound transformierte\, dessen lyrische Qualitäten von der Kritik gefeiert wurden. Die älteren Fans von Enemy vermissten dagegen den geschätzten Punch des Trios und wähnten es vom Produzenten Manfred Eicher eingehegt und domestiziert. Ob die drei Musiker den Abend wohl für eine Überraschung nutzen?
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/swr-jazzpreis-petter-eldh/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/1_SWR_Jazzpreis_2022_Petter_Eldh-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221010T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221010T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220728T140020Z
LAST-MODIFIED:20220905T102207Z
UID:10000128-1665432000-1665439200@enjoyjazz.de
SUMMARY:David Helbock´s Random/Control
DESCRIPTION:Dieser andere\, Frank Zappa nachgerühmte Satz lautet bekanntlich: „Does humour belong in music?“\, wobei das Fragezeichen selbstredend nur rhetorisch gesetzt ist. Also\, klar\, ja\, wenn man es sich damit nicht zu leicht macht. Das Trio\, das unter David Helbock’s Random/Control firmiert\, hat sich für die schöne Mischung aus Konzeptualität\, Neugier und Spielwitz entschieden. Das Ausgangsmaterial\, das unter die Lupe genommen wird\, ist nicht beliebig\, aber undogmatisch gewählt: Folklore\, Kompositionen von Prince\, ein selbst-komponiertes „Realbook“ oder eine Girlande eigentlich längst totgespielter Piano-Hits\, die nach eigener Aussage Helbrocks musikalischen Horizont erweitert. Und spielt sich das Trio um den Vorarlberger und Wahlberliner mit der Joe Zawinul-Gedächtniswollkappe mit Klavier und einem Arsenal von Blech- und Holzblasinstrumenten\, Perkussion und Stimme(n) durch eine Girlande tausendmal gehörter Hits von „Spain“ (Chick Corea) über „Watermelon Man“ (Herbie Hancock) und „Take Five“ (Paul Desmond) bis hin zu „Mercy Mercy Mercy“ (Joe Zawinul). Tausendmal gehört? Mag sein\, aber in diesem Fall gereicht es zum Vorteil. Die Hits bleiben Hits\, aber die Arrangements\, die Wege bis zum (Wieder-)Erkennen sind mal überraschend\, mal irritierend\, mal augenzwinkernd\, mal dekonstruktiv\, mal abgründig\, aber immer virtuos beim Einsatz der auf der Bühne verfügbaren Möglichkeiten. Da wird das „Concierto De Aranjuez“ komprimiert und „Take Five“ auf die Alm gebeamt. Höchster Unterhaltungswert!
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/david-helbocks-random-control/
LOCATION:Ella & Louis\, Rosengartenplatz 2\, Mannheim\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Ella & Louis
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/10_10_2022_David-Helbrock_-Random-Control-03-©Hansjörg-Helbock_WEB-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221011T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221011T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130649Z
LAST-MODIFIED:20220817T130619Z
UID:10000201-1665518400-1665525600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Gabrielle Koehlhoeffer Trio
DESCRIPTION:Wenn man mit zehn Jahren zum ersten Mal einen Kontrabass sieht und hört\, schüchtert der mächtige Korpus des Instruments entweder ein – oder man ist baff und fasziniert. Im Falle von Gabrielle Randrian Koehlhoeffer war zweiteres der Fall und die Faszination so stark\, dass sie vom Klavier\, auf dem sie schon Unterricht erhalten hatte\, zum Bass wechselte. Mit einer klassischen Ausbildung ging es natürlich los. Aber irgendwann fand sie zum Jazz\, oder der Jazz fand sie. Während ihres Studiums in Montpellier – der Partnerstadt von Heidelberg – hatte sie sich schon ganz an ihn verloren. Die 1989 geborene Bassistin trat in den letzten Jahren mit vielen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der französischen Szene auf – mit Leila Olivesi\, Michel Marre\, Denis Fournier\, Pierre Coulon Cerisier\, Eric Séva oder Gaël Horellou. Und hat zudem ihr eigenes Trio zu einer facettenreichen Einheit geformt. Madagaskar\, das Land ihrer Vorfahren\, hat ebenso großen Einfluss auf die Musik und die Kompositionen von Gabrielle Randrian Koehlhoeffer wie die Tradition des Piano-Trios. So treffen in dieser Band ausgefeilte perkussive Spielweisen auf eine nonchalant angeeignete Klassizität\, und das alles dargeboten mit südfranzösischer Leichtigkeit.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/gabrielle-koehlhoeffer-trio/
LOCATION:DAI Heidelberg\, Sofienstraße 2\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69115\, Deutschland
CATEGORIES:Montpellier Haus
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_11_Gabrielle_Koehlhoeffer_Trio_WEB.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221011T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221011T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130738Z
LAST-MODIFIED:20220906T083810Z
UID:10000202-1665518400-1665525600@enjoyjazz.de
SUMMARY:ABGESAGT: Vels Trio
DESCRIPTION:Das Konzert von Vels Trio am 11.10.22 ist leider abgesagt \nLängere Zeit konzentrierte sich der (legitime) Medienhype um die neue Welle des Brit-Jazz auf die höchst kreative Londoner Szene um das „Tomorrow’s Warriors“-Musikerkollektiv\, repräsentiert durch Musiker:innen wie Shabaka Hutchings\, Mose Boyd\, Nubya Garcia oder Theon Cross. Den Blick weitete dann die 2020 auf „Soul Jazz Records“ veröffentlichte Kompilation „Kaleidoscope. New Spirits Known & Unknown“\, die auf vergleichbar produktive Indie-Jazz-Szenen in Birmingham\, Manchester oder auch Brighton aufmerksam machte. Von dort stammt das Vels Trio\, das mit „Yellow Ochre (Part 1)“ auf der Kompilation vertreten war. Dominante Spielweise und Einflüsse wie Spiritual Jazz\, die legendären „Impulse!“ oder „Strata East“-Labels\, Afro-Karibisches\, Afrobeat oder HipHop ergänzt das Vels Trio um eine durchaus nicht ironisch gemeinte und ganz der Gegenwart verpflichtete Wiedervorlage der frühen Fusion-Experimente der 1970er Jahre. Mal derb funky\, mal sphärisch verspielt\, mal radiotauglich mit Pop-Appeal\, mal rhythmisch vertrackt\, mit Gespür für Melodien und reichlich Jam-Potential erinnerte das 2021 erschienene Debütalbum „Celestial Greens“ manche Kritiker:innen nicht grundlos an die Alben\, die George Duke einst für das „MPS“-Label einspielte. Die aktuelle Single trägt denn auch den Titel „Pop Stuff“\, was sich live allerdings in „Prog Stuff“ verwandeln könnte. Allesamt gefragte Musiker in der Szene erklärt das Trio den Abstand zwischen der Debüt-EP „Yellow Ochre“ und dem Debütalbum „Celestial Greens“ mit Viel-Beschäftigung unter anderem bei Mamas Gun\, Poppy Ajudha oder Emma-Jean Thackray.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/vels-trio/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_11_Vels-Trio-3.jpeg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221012T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221012T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220718T105409Z
LAST-MODIFIED:20220927T134007Z
UID:10000205-1665604800-1665612000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Alabaster DePlume
DESCRIPTION:Der Saxophonist\, Arrangeur und Poet Alabaster DePlume gehört zu den erstaunlichsten Blüten im kunterbunten Portfolio des Chicagoer Hipster-Jazz-Labels „International Anthem“. Während Labelmates wie Irreversible Entanglements\, Jaimie Branch\, Makaya McCraven\, Ben LaMar Gay oder Angel Bat Dawid mit unterschiedlichsten Konzepten und Strategien der improvisierten Musik dringend benötigte frische Energien zuführen\, versteht der ursprünglich aus Manchester stammende Angus Fairbain seine Musik eher als sozialen Prozess. Im Total Refreshment Center im Londoner Stadtteil Hackney veranstaltet Fairbair unter seinem Künstlernamen Alabaster DePlume regelmäßig seine „Peach“-Sessions\, die mit allerlei Konventionen der Musikwelt brechen. DePlume spielte seine Songs mit ständig wechselnden Besetzungen\, bestehend aus Profis und Nicht-Profis. Als er durch die USA tourte\, ließ er sich für jede Station von anderen Musiker:innen eine spezielle Band zusammenstellen. Die gewünschte Offenheit dokumentiert auch das aktuelle Album „Gold: Go Forward in the Courage of Your Love“\, das tatsächlich eine Art von musikalischer Willkommenskultur repräsentiert. Im Verlauf zweier Wochen im Sommer 2020 wurde die 19 Songs in ständig wechselnden Besetzungen eingespielt\, denen hauptsächlich eine gehörige Portion Empathie entgegengebracht wurde. Alles war möglich\, es galten wenige Regeln: Keine langen Proben\, kein Anhören der fertigen Aufnahmen\, kein Verstecken hinter Virtuosität und Songmaterial. Zumeist kannten nur zwei Anwesende den jeweiligen Song\, worauf die anderen Anwesenden improvisierend und kommunizierend reagieren mussten. Anschließend wurde das Album in bester Teo Macero-Manier aus 17 Stunden Musik montiert. Das Resultat ist ein eigentümlicher Hybrid kaleidoskopischer Klänge mit einem »jazzy« Flair und Momenten\, die gleichermaßen an Devendra Banhart\, Donovan\, Albert Ayler\, Charles Lloyd oder die Incredible String Band denken lassen. Kurzum: Hippie-Improv\, ins und fürs  21. Jahrhundert transformiert\, spirituell\, politisch\, zugänglich\, versponnen\, verschmitzt\, unironisch – und alles gleichzeitig.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/alabaster-deplume/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/08/AlabasterDePlume_Pressfoto1_byChrisAlmeida_WEB.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221013T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221013T233000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130611Z
LAST-MODIFIED:20220817T133122Z
UID:10000200-1665691200-1665703800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Tord Gustavsen Trio
DESCRIPTION:Im Zusammenhang mit der Arbeit von Tord Gustavsen und gerade auch seinem neuen Trio-Album „Opening“ fällt gerne mal der Begriff „entspannt“. Wer das allerdings als Synonym für „bedächtig“ oder gar „harmlos“ verstehen möchte\, ist auf dem Holzweg: Entspanntheit ist vielmehr ein anderes Wort für Freiheit\, für den souveränen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln\, für eine Öffnung hin zum Unmittelbaren. Diese Freiheit und Souveränität ist das Ergebnis eines langen Prozesses. Seit Ende der 90er Jahre spielt der derzeit wahrscheinlich einflussreichste norwegische Pianist im Trio zusammen mit dem Schlagzeuger Jarle Vespestad. In der aktuellen Besetzung ist erstmals Steinar Raknes am Bass mit von der Partie\, und der fügt sich nahtlos in das Ensemble ein. Eine der bemerkenswertesten Leistungen Gustavsens\, die auf der neuen Platte besonders hervortritt\, ist die selbstbewusste Forderung nach absoluter Konzentration. Das beinhaltet etwas Grundsätzliches. Gegen die Nervosität der Gegenwart\, die Rasanz des Alltags\, des Gehetztsein macht er eine kontemplative Haltung stark. Das überträgt sich auf seine Zuhörerinnen und Zuhörer. Filigran und behutsam wird Folkloristisches mit klassischem Jazz verwoben; es gibt ein unverbrüchliches Vertrauen in Melodien; die Harmonieketten sind verführerisch\, manchmal überraschend\, nie verstörend. Die Band horcht förmlich in die Songs hinein\, die im Gegenzug Geschichten preiszugeben scheinen. Wenn elektronische Instrumente zum Einsatz kommen\, dann nicht als Verfremdungselement. Vielmehr laden sie diesen mystischen Raum\, der von Gustavsen\, Raknes und Vespestad geschaffen wird\, noch einmal energetisch auf. Als Kind und junger Musiker\, erinnerte sich der 1970 in Oslo geborene Gustavsen einmal\, spielte er in Kirchen und Lokalen. Und er kombinierte seine klassische Ausbildung mit dem Schreiben eigener Songs und Gospelmusik. Das hört man seinen Kompositionen und Interpretationen heute noch an.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/tord-gustavsen-trio/
LOCATION:engelhorn Mode im Quadrat\, O5 1\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-01-095059-cropped-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221014T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221014T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130441Z
LAST-MODIFIED:20221007T131441Z
UID:10000198-1665777600-1665784800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Aho Ssan & Resina present Ego Death + Wackelkontakt
DESCRIPTION:Die Übertragung des Bewusstseins vom menschlichen Körper auf ein elektronisches Medium kann als eine Umwandlung rein elektrischer Impulse aus dem Gehirn betrachtet werden\, die lediglich auf ein anderes elektronisches Medium übertragen werden\, das jedoch für andere leichter zugänglich ist. \nEine bekannte Frage taucht auf: Verlieren wir bei diesem Umwandlungsprozess irgendein „Wissen“? Oder erlaubt dieser Prozess vielleicht einen gewissen Kontrollverlust über den kreativen Fluss\, hilft\, die totale Macht abzugeben\, fördert Achtsamkeit und Offenheit\, und vor allem: löst Grenzen auf? Und wahrscheinlich kann all das wichtig sein\, vor allem wenn wir nicht allein und nicht nur für uns selbst kreativ sind. \nIn einer ständig mit Serotonin und Dopamin gefüllten Umgebung\, die endlose Produktivität verlangt\, kann die Entscheidung\, den Weg des Egos zu verlassen\, eine Erleichterung und sogar eine Form von Resilienz und spiritueller Kriegsführung sein. \nIm Jahr 2020 konzipierten und kuratierten Nicolás Jaar und das Team des Unsound-Festivals die Online-Performance „Weavings“\, eine Dauerimprovisation mit 12 Instrumentalisten aus aller Welt\, die via Zoom auftraten. Dies war die erste musikalische Begegnung zwischen den beiden Komponisten Resina und Aho Ssan. Die völlige Synergie und das unbewusste Verständnis auf beiden Seiten führten zu einer sofortigen Entscheidung\, die unendlichen gemeinsamen musikalischen Interessen zu entwickeln und zu erforschen – trotz der unterschiedlichen Werkzeuge und Instrumente. Im Jahr 2021 nahm Resina an den Aufnahmen von Rhizomes“ teil (Aho Ssans Album\, das auf dem Rhizomes-Konzept der Philosophen Gilles Deleuze und Felix Guattari basiert). Außerdem trafen sich die beiden Künstler auf der Bühne wieder\, um bei der Live-Performance „Weavings“ unter großem Beifall der Kritiker gemeinsam zu improvisieren. Im Oktober 2022 werden sie ein gemeinsames neues Projekt mit dem Titel ‚Ego Death‘ vorstellen. Dem Enjoy Jazz Festival wird eine Weltpremiere beim Unsound Festival in Krakau vorausgehen. \nIn Jerusalems Experimental-Szene steht momentan das dreiköpfige audio-visuelle Psychotrap-Projekt Wackelkontakt an der Spitze. Einflüsse aus R&B\, Hip-Hop und Industrial aber auch Power-Electronics und lokale Tendenzen\, führen zu Reizüberflutungen während multimedialer Live-Performances. Bereits 2018 begannen Tomer Damsky aka MC Slice\, Eyal Lally Bitton und Marco Milevski Tomasin ihre ganz bestimmte Ästhetik zu manifestieren\, die die Beziehung zum Publikum durch soziale Dissonanz und emotionale Konditionierung herausfordert. Ihre Arbeit ist ein Zeugnis des brodelnden Lebens an der Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem\, mit einem Gefühl absurder Vitalität\, Paranoia und Isolation.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/aho-ssan-resina-present-ego-death-wackelkontak/
LOCATION:Metropolink’s Commissary\, South Gettysburg Avenue 46\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69124\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Ego-Death-by-Pawel-Zanio-12_WEB-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221014T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221014T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130534Z
LAST-MODIFIED:20220809T103233Z
UID:10000199-1665777600-1665784800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Jazztage Schwetzingen Eröffnung: CIRCE
DESCRIPTION:Alessandro Bravo ist in Schwetzingen kein Unbekannter. Vor Jahren hat Manfred Kern von der Jazzinitiative Schwetzingen den italienischen Pianisten bei einem Festival in Umbrien gehört\, kennen- und schätzen gelernt. Einladungen in die Kurpfalz folgten; nun aber kommt er zum ersten Mal zu den Jazztagen im Rahmen von Enjoy Jazz – mit einer Band\, die es in sich hat. Mit von der Partie ist der seit vielen Jahren in Berlin lebende\, aus Perugia stammende Bassist Igor Spallati. Er studierte bei Greg Cohen und John Hollenbeck\, arbeitete unter anderem mit Fred Hersch\, Joe Chambers und Jonas Burgwinkel\, hat daneben aber auch ein Faible für Rockmusik – fürs Subtile und für pointierte Akzente. Schlagzeuger Ugo Alluni kommt ursprünglich ebenfalls aus Perugia\, und über die Station New York\, wo er studierte\, landete er in Berlin. In die dortige Szene ist er natürlich eingebunden\, hat daneben mit Rossano Emili\, dem Perugia Jazz Orchestra\, Joe Chambers\, Alessandro Lanzoni\, Marcin Masecki\, Tarek Yamani und vielen anderen gespielt. Der römische Saxophonist Maurizio Giammarco\, Jahrgang 1952\, entdeckte früh seine Liebe zum Jazz\, versuchte die sich auf dem heimischen Plattenteller drehenden Platten von Duke Ellington nachzuspielen. In den 70ern stieg er rasch zu einer festen Größe auf – und gilt heute als italienische Jazzlegende. Er arbeitete mit Aldo Romano\, Chet Baker\, Phil Woods\, Billy Cobham\, Lester Bowie\, Paolo Fresu\, Enrico Rava\, Steve Lacy\, Kenny Wheeler\, Uri Caine oder Michel Portal – um nur einige seiner Mitmusiker zu nennen. Auf 150 Alben ist er zu hören\, nicht wenige davon hat er als Leader aufgenommen\, und auch als Filmkomponist und Autor ist er hervorgetreten (mit einem Buch über Sonny Rollins). Elisabetta Antonini arbeitete mehrfach mit Maurizio Giammarco zusammen. Die Sängerin und Komponistin gehört zu den eindrücklichsten jungen Talenten der italienischen Szene\, tummelt sich sowohl in experimentelleren Gefilden\, fühlt sich aber mindestens genauso wohl\, wenn es straight forward um die Interpretation von Standards oder auch Bossa-Nova-Klassikern geht. Sie stand auf der Bühne mit Kenny Wheeler\, Paul McCandless\, Paolo Fresu\, Dado Moroni\, Roberto Gatto oder Enrico Pieranunz. Man sieht: Das Circe Quintett versammelt meisterliche MusikerInnen und verspricht einen fulminanten Auftakt der Jazztage Schwetzingen.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/jazztage-schwetzingen-eroeffnung-circe/
LOCATION:Schlosstheater Schwetzingen\, Am Schloß\, Schwetzingen\, Baden-Württemberg\, 68723\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_14_CIRCE_Collage_2.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221015T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221015T203000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220915T100437Z
LAST-MODIFIED:20221007T130257Z
UID:10000133-1665860400-1665865800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Doppelkonzert: George Dumitriu Hazard Ensemble + Sofie Birch & Antonina Nowacka
DESCRIPTION:Und noch eine Kooperation mit dem „Unsound“-Festival in Kraków\, zumindest zur Hälfte. Auch dort steht nämlich „Languoria“\, das gemeinsame Projekt der dänischen Ambient-Electronica-Künstlerin Sofie Birch und der polnischen Vokalistin Antonina Nowacka auf dem Programm. Allerdings erst einen Tag nach dem Gig bei Enjoy Jazz. Die beiden Musikerinnen haben sich auf dem „Unsound“-Festival 2021 kennengelernt\, als sie ein improvisiertes Liveset spielten. Um 2 Uhr nachts. Im Winter 2021/22 trafen sich die beiden Musikerinnen in København im Studio\, um in acht Tagen die Tracks von „Languoria“ zu erarbeiten\, die rechtzeitig zu den Konzerten im Oktober erscheinen soll. Zur Bedeutung der Freiräume und des Unbestimmten in ihrer Musik erklärte Birch in einem Interview: „Das improvisatorische Element ist mir wichtig. Diese Verletzlichkeit\, das Menschliche und Organische der Musik möchte ich auch mit dem Publikum teilen.“ Wenn manche dieses sprituelle Element in der Musik von Birch und Nowacka mit dem Begriff »New Age« belegen\, lautet die Antwort\, dass die Entwicklung eher Entdeckung als Plan war. Eine\, wenn man es so nennen will\, »Achtsamkeit« zeichnet auch das spezifische Raumverständnis des George Dumitriu Hazard Ensemble aus\, das Enjoy Jazz gemeinsam mit dem KulturTandem und North Sea Round Town präsentiert. Das Sextett um den aus Rumänien stammenden\, aber in Amsterdam residierenden Violinisten\, Gitarristen und Bratschisten George Dumitriu schafft gewissermaßen räumliche Soundscapes\, indem sich die Musiker:innen innerhalb des Konzertraumes bewegen und die diversen Sounds wirken lassen. So entsteht eine Dramaturgie des Wartens\, weil es eher um das Etwas-Nicht-Tun als um das Tun geht. Dumitriu kommentiert\, dass genau dieses »Warten« etwas ist\, was im realen Leben jenseits der Konzerterfahrung eher vermieden wird. Es geht dem Hazard Ensemble um das improvisierende Erkunden der akustischen Möglichkeiten eines spezifischen Raumes. Vielleicht stellt man sich in etwa eine Mischung aus Bohren & Der Club of Gore\, The Necks und Jan Gabarek feat. The Hilliard Ensemble vor. So kann man die beiden Acts dieses ungewöhnlichen Doppelkonzerts als unterschiedliche\, aber einander ergänzende und miteinander kommunizieren Entwürfe einer Ambient-Music mit spirituellem Approach verstehen (und hören!). \nGeorge Dumitriu Hazard Ensemble in Kooperation mit KulturTandem und North Sea Round Town \nSofie Birch & Antonina Nowacka in Kooperation mit dem Unsound Festival Krakau
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/doppelkonzert-george-dumitriu-hazard-ensemble-sofie-birch-and-antonina-nowacka/
LOCATION:Metropolink’s Commissary\, South Gettysburg Avenue 46\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69124\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/08/55-0207-GeorgeDumitru-Laurenskerk-HG-4197-Photo-credits-Hielke-Grootendorst-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221016T110000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221016T123000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130318Z
LAST-MODIFIED:20221013T143428Z
UID:10000197-1665918000-1665923400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Matinee:  “MY SOUL’S WILL TO LIVE” Charles Mingus 100
DESCRIPTION:“I am Charles Mingus\, half black man\, not even white enough to pass for nothing but black. I am Charles Mingus\, a famed jazzman\, but not famed enough to make a living in this society.” Charles Mingus war das Paradox eines leidend Leid Zufügenden: sozial nicht selten unkontrollierbar enthemmt\, kompositorisch von wohlkontrollierter Klarheit. Er selbst diagnostierte bei sich eine gleich dreifach gespaltene Persönlichkeit. Entsprechend beginnt seine Autobiografie mit den Worten „In other words I am three.“ Seine Aura war von einem monströsen Magnetismus\, der Karrieren ebenso gefördert wie beschädigt hat. Seine Leidenschaft war wie ein Meer der Möglichkeiten. Anlässlich seines 100. Geburtstags in diesem Jahr wollen wir uns dem Musiker und Menschen Charles Mingus im Rahmen einer Matinee anzunähern versuchen. Mit Standards wie „Goodbye Pork Pie Hat“ und seinem einzigartigen\, mehrfach modifizierten Bandkonzept schrieb er Jazzgeschichte. Zwei Formationen stellen uns ihren Blick auf Mingus vor: Schauspieler (u.a. Grimme-Preis) und Jazz-Flötist August Zirner kommt mit dem renommierten Bassisten Sven Faller. Die Matinee beschließen wird das nach dem Mingus-Zitat „I am Three“ benannte Trio um die Saxofonistin Silke Eberhard. Das Debüt dieser Formation wurde 2016 mehrfach auch international (u.a. Down Beat) in die Liste der „besten Alben des Jahres“ aufgenommen.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/matinee-my-souls-will-to-live-charles-mingus-100/
LOCATION:Privat: Theater im Pfalzbau\, Berliner Str. 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Matinee
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_16_Faller-Zirner_c_Ralf-Dombrowski-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221016T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221016T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220714T191705Z
LAST-MODIFIED:20221008T200705Z
UID:10000187-1665950400-1665957600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Melanie Charles
DESCRIPTION:Vor langer\, langer Zeit hat der Jazzkritiker mit dem exaltiert klingenden Namen George O. von Frank einmal einige Merkmale aufgeführt\, an denen man einen Jazzvokalisten resp. eine -vokalistin erkenne. Ganz am Anfang der Liste steht die Achtung vor Melodie und Text. Es folgen das Gefühl für Rhythmus\, die Intonation\, die Phrasierung. Vonnöten sei weiterhin guter Geschmack bei der Auswahl der Stücke. Natürlich die Stimme\, die wie ein Instrument verwendet wird und zu allerlei Improvisation in der Lage sein sollte. Ein persönlicher Stil muss entwickelt werden\, und ein gewisser Sinn für Humor kann nicht schaden. Und zu guter Letzt gehe es um Vielseitigkeit – Ballade\, Blues- oder Musical-Nummern sollten im Repertoire enthalten sein. Jeder Song\, ließe sich hinzufügen\, muss klingen\, als hätte ihn der Performer selbst verfasst. Wendet man diesen Kriterienkatalog an\, dann findet man gewiss einige Sänger*innen\, die zumindest einem Teil davon gerecht werden. Aber nur sehr wenige\, die ihn zur Gänze erfüllen und durch ihre Originalität sogar übertreffen. Melanie Charles gehört eindeutig zu dieser Minderzahl\, und das obwohl die 1988 in New York City geborene Sängerin\, Flötistin und Komponistin noch auf kein überreiches Oeuvre zurückblicken kann. Hört man aber ihre mit allen möglichen Stilen spielenden\, mit Elektronik angereicherten und doch mit einer respektvollen Verneigung vor der Tradition aufgenommenen Alben – drei an der Zahl bislang\, zuletzt erschien „Y’All Don’t (Really) Care About Black Women“ auf Verve –\, dann beweist Melanie Charles nicht nur ein sehr helles Bewusstsein fürs Erbe\, sondern lässt Genres wie HipHop oder Funk einfließen\, arbeitet mit Overdub- und Sample-Techniken oder nutzt Breakbeats. Das ist ein höchst raffinierter Zitat-Jazz\, aber nicht im Sinne von Abgebrühtheit\, vielmehr als ganz jetzige Revitalisierung von Vorfahrinnen wie Billie Holiday\, intensive musikalische Entgrenzungen inklusive. Letztes Jahr eröffnete Melanie Charles mit ihrem Trio das Enjoy Jazz Festival und schickte ein enthusiastisches Publikum in sechs Festivalwochen. Die RNZ würdigte in der Besprechung des Abends nicht nur die politischen Aspekte\, die Charles in den Texten\, aber auch der collageartigen Form ihrer hochkomplexen Musik akzentuiert. Sondern auch die immer wieder spürbaren karibischen Einflüsse in ihren Stücken – ihre Familie hat haitianische Wurzeln. Was das Konzert zu etwas Besonderem gemacht habe\, so die RNZ\, sei der hohe künstlerische Anspruch dieser Sängerin und Komponistin\, der weit über das übliche Jazz-Business hinausgehe. Deshalb wird es auch kein business as usual geben\, wenn Melanie Charles nun in Quartett-Besetzung zum Festival und in die Alte Feuerwache zurückkehrt. Spielfreude\, Überraschungen\, Begeisterung sind vorprogrammiert\, und ein neues\, noch wuchtigeres Klangbild.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/melanie-charles/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Melanie_Charles_1_small.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221017T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221017T210000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220920T075810Z
LAST-MODIFIED:20221017T142519Z
UID:10000135-1666035000-1666040400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Julian Maier-Hauff's Synaesthesima Ensemble
DESCRIPTION:Bloß nicht in die Nische passen! Lieber Jazz-Trompete studieren\, aber gleichzeitig die Möglichkeiten elektronischer Musik erforschen. Jazzpreise gewinnen\, aber gleichzeitig mit der Jungen Nordeutschen Philharmonie und Samy Deluxe arbeiten. Für kreative Musiker:innen mit einem besonderen Horizont wie Julian Maier-Hauff wurde in der Alten Feuerwache Mannheim das Format „Zündeln“ entwickelt. Die Idee: Ein(e) regionale(r) Künstler:in bekommt die Gelegenheit\, sich einen Gast oder auch mehrere Gäste einzuladen\, um ergebnisoffen miteinander eine Idee zu entwickeln und zu erproben. Sämtliche Sparten der Künste sind dabei erlaubt und kombinierbar. Dieses „offene“ Konzept wurde bereits mehrfach erfolgreich realisiert. 2022\, nach der Pandemie-Pause\, war es an Julian Maier-Hauff zu zündeln. Seine Idee: Warum nicht ein Abendprogramm für einen spezifischen Raum erarbeiten\, der alle Sinne des Publikums und der beteiligten Künstler:innen beansprucht. Also eine möglichst offene\, Genre-Grenzen und Schubladen öffnende musikalische Improvisation für Auge und Ohr\, dazu noch Angebote für Geschmack (Koch\, Barkeeper) und Geruch. Ein sinnliches Erlebnisbad in Atmosphären und Improvisationen – ein Gelingen mit Resonanz\, das jetzt gewissermaßen eine neue Stufe in Sachen „geschmackvolle Musik“ zündet. Hmmm\, mundet!
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/julian-maier-hauffs-synaesthesima-ensemble/
LOCATION:MOBISYS Mobile Informationssysteme GmbH\, Altrottstraße 26\, Walldorf\, 69190\, Deutschland
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/Julian-Maier-Hauff_Gruppe-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221018T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221018T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T111219Z
LAST-MODIFIED:20220929T121720Z
UID:10000175-1666123200-1666130400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Konzert im Dunkeln: Ditzner / Lömsch Duo
DESCRIPTION:Wenn das kein eingespieltes Team ist: Schlagzeuger Erwin Ditzner und Saxofonist Lömsch Lehmann\, zwei Helden der regionalen Szene\, kennen sich seit ewigen Zeiten\, spielten zusammen in der Mardi Gras Big Band und in verschiedenen anderen Konstellationen. Und seit Jahren auch immer wieder im Duo\, das die Bandbreite ihrer musikalischen Erfahrungen in Gänze abbildet: von Free Jazz bis hin zu rockigeren Grooves. Vielseitigere und umtriebigere Musiker lassen sich jedenfalls kaum finden\, und dass die beiden sich gerne auf Experimente einlassen\, das zeigt sich bei dieser Ausgabe von Enjoy Jazz: Seit einem Jahrzehnt finden in den Räumen der Schloss-Schule Ilvesheim\, eine Staatlichen Schule für Blinde und Sehbehinderte\, Konzerte im Dunkeln statt – mit anderen Worten: Konzerte\, bei denen sich die Instrumentalist:innen auf ihre intuitiven\, klanglichen Eingebungen verlassen müssen. Kein Blickkontakt\, keine Noten\, keine ablenkenden Tricks: Hier geht es ausschließlich um die Wahrnehmung von Musik und Geräuschen. Der Reiz des Ganzen liegt offen zu Tage: Für die Protagonist:innen bedeutet es höchste Konzentration auf die Sounds\, die aus dem Dunkel vom Spielpartner erzeugt werden\, auch auf die Schwingungen\, die von den ebenfalls ganz im Dunkeln sitzenden Zuhörerinnen und Zuhörern ausgehen. Fürs Publikum entsteht durch die Reduktion sinnlicher Wahrnehmung eine immens gesteigerte Intensität.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/konzert-im-dunkeln-ditzner-loemsch-duo/
LOCATION:Schloss-Schule\, Schlossstraße 23\, Ilvesheim\, 68549\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Ditzner_Lömsch-2.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221018T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221018T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130240Z
LAST-MODIFIED:20220817T135215Z
UID:10000126-1666123200-1666130400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Melt Trio - MuHo Antrittskonzert
DESCRIPTION:Seit dem Sommersemester 2022 bekleidet Bernhard Meyer eine Professur für E-Bass an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Meyer\, Jahrgang 1983\, hat seinerseits am Jazz Institut Berlin studiert und dort einen Masterabschluss für Komposition bei John Hollenbeck abgelegt. Seit seiner Jugend verfolgt er gemeinsame Projekte mit seinem Bruder\, dem Gitarristen Peter Meyer. Zu seinem Antrittskonzert bringt Meyer sein famoses Melt Trio mit in die Alte Feuerwache. Er hätte ebenso gut auch das Quartett Other Animal (mit Wanja Slavin und Jim Black und Bruder Peter)\, sein Quintett Murmuration (mit u.a. Claudio Puntin und Andy Haberl) mitbringen können\, aber das Melt Trio\, das seit 2010 existiert\, ist vielleicht auch ein Statement in Richtung einer Erweiterung der Klangpalette des Jazz-Studiengangs. Etwas hilflos hat die Kritik versucht\, die originellen Soundscapes des konventionell höchst besetzten\, aber unkonventionell agierenden Trio mit Begriffen wie Power Trio oder Post Prog Rock Fusion zu charakterisieren. Manch einer mag an eine jazzige Variante von King Crimson oder an Pink Floyd mit einer Extraportion Improvisation gedacht haben\, aber keines dieser Angebote trifft’s. Melt agieren als kompakte Einheit\, verzichten weitgehend auf virtuose Soli und verschmelzen buchstäblich eine Vielzahl von Ideen zu einem mäandernden\, schillernden Strom von Sounds\, der ständig Vordergrund und Hintergrund verschiebt. Das Melt Trio spielt kollektiv in dem Sinne\, in dem einst Tortoise oder A.R.Kane dem Postrock ein Gesicht gegeben haben. Hier wird nicht fusioniert\, sondern gestaltet. Bedenkt man\, dass die Band untergründig in Gestalt von Andy Haberl (Meyer)\, Johannes Enders (Baumgärtner) und der Band Saroos (Baumgärtner) in Verbindung zur Szene um The Notwist steht\, passt das ebenso ins Bild wie die Tatsache\, dass auf dem Live-Album „Instants“ (2019) der Live-Sampling-Artists Jan Bang mit von der Partie war. Ein Antrittskonzert from outer space!
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/melt-trio-muho-antrittskonzert/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Bild4.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221019T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221019T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T111813Z
LAST-MODIFIED:20220927T134255Z
UID:10000176-1666209600-1666216800@enjoyjazz.de
SUMMARY:"4evaBreezy" - Ein Abend für Jaimie Branch
DESCRIPTION:Die Welt des Jazz bleibt im Trauermodus gefangen. Am 22. August verstarb mit gerade einmal 39 Jahren die grenzenlos talentierte\, beißend originelle\, von wohltuender Selbstironie beseelte\, in ihrem Spiel wie in ihrem Denken alle Regeln sprengende Trompeterin\, Sängerin und Komponistin Jaimie Branch. Enjoy Jazz Besucher:innen wissen nur zu gut: Ihre Konzerte waren ein rauschhaftes Ganzkörper-Seelen-Ereignis. Heute wollten wir eigentlich wieder Zeug:innen dieser mitreißenden und wahrhaft einmaligen Kunst werden\, diesmal im Duo Anteloper mit Jason Nazary. \nStattdessen präsentieren nun heute Jason Nazary und Lester St. Louis eine musikalische Hommage an ihre Freundin\, Kollaborateurin und Mitverschwörerin Jaimie Breezy Branch. Das Programm umfasst Improvisationen und neue Musik\, die von der großen Komponisten und Trompeterin inspiriert sind\, sowie Stücke von Anteloper und Fly or Die. \nMit Ihrer Karte können Sie nun das Tribute-Konzert besuchen oder ebendiese Karte zurückgeben. \n  \n  \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/anteloper/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_19_Jaimie-Branch-Anteloper_c_Richard-Ross-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221020T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221020T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T112207Z
LAST-MODIFIED:20220805T124410Z
UID:10000177-1666296000-1666303200@enjoyjazz.de
SUMMARY:John Kameel Farah
DESCRIPTION:Bei einem Konzert von John Kameel Farah wird man durch die Jahrhunderte geschleudert und zwischen Kontinenten hin- und herkatapultiert: Der 1983 geborene Kanadier gehört zu einer Generation von Pianisten\, die sich zwischen ihrer Liebe zu Bach und elektronischen Frickelsounds\, Improvisation und notierter Musik nicht heimatlos fühlt\, sondern in dieser Spannung geradezu aufblüht. Der Sohn palästinensischer Eltern studierte Komposition am Konservatorium in Toronto\, nahm Privatstunden bei Terry Riley in Kalifornien und am Arabic Music Retreat in Hartford. All diese Einflüsse hört man. Inmitten von Klavier\, Orgel\, Cembalo\, Synthesizern und elektronischen Gerätschaften sitzt er bei seinen eindrücklichen Solo-Shows wie ein Zauberkünstler\, der die aus unterschiedlichsten stilistischen Welten heranwehenden Klänge meisterlich miteinander verbindet\, über- und untereinander legt\, in Schwingung versetzt. So kann ein aus dem Barock stammendes Motiv in eine orientalisch anmutende Arabeske übergehen\, während darunter droneartige Soundschichten liegen und plötzlich ein Breakbeat einsetzt\, der das Stück in einen weltmusikalischen Dance-Track verwandelt\, der schließlich als minimalistische Meditation endet. Seinen „eigentümlichen Ansatz“ nennt er selbst „maximalistisch“ – oder\, das trifft es sogar noch besser\, „Baroque-Mid-Eastern-Cyberpunk“. Wer vor einigen Jahren seine beiden Konzerte bei Enjoy Jazz erlebt hat\, wird John Kameel Farahs neuesten magischen Experimentaltrip auf keinen Fall verpassen wollen.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/john-kameel-farah/
LOCATION:Friedenskirche\, An der Tiefburg\, Heidelberg\, 69121\, Deutschland
CATEGORIES:Kirchenkonzerte
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Neue-Meister-Piano-Night-22.9.17-c-Markus-Werner-515-von-615.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221020T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221020T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125801Z
LAST-MODIFIED:20220817T135846Z
UID:10000120-1666296000-1666303200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Alexandra Lehmler & Franck Tortiller
DESCRIPTION:Dieses Duo hat etwas äußerst Durchlässiges\, Schwebendes\, fast Zartes. Wenn das Vibraphon zerbrechlich-repetitive\, rhythmische und zugleich harmonische Muster in den Raum stellt\, schlängelt sich das Sopransaxophon geradezu filigran zwischen den einzelnen Noten hindurch\, manchmal flötenhafte Assoziationen zu persischer Musik weckend\, manchmal etwas Tänzerisch-Folkloristisches ausstrahlend. Zu zweit auf der Bühne zu stehen\, bietet Freiheit\, und die wird genutzt\, um weit über die Grenzen traditioneller Jazzformen hinauszugehen. Alexandra Lehmler\, die an dieser Stelle wirklich nicht mehr vorgestellt werden muss\, traf 2014 zum ersten Mal auf den französischen Vibraphonisten und Komponisten Franck Tortiller. Die beiden haben im Quartett mit Patrice Héral (dr) und Matthias Debus (b) mehrere Platten aufgenommen – und waren in dieser Formation selbstverständlich auch schon zu Gast bei Enjoy Jazz. Ihr Duo-Projekt nennen sie nicht ohne Grund „Aerial“. „Luftig\, feurig\, energisch\, wandlungsfähig\, mit vollem Herzen gebunden an die Sinnlichkeit von Groove und Melodie und auf eine sehr zeitgenössische Art zeitlos“\, heißt es dazu auf Lehmlers Homepage. Das trifft alles zu. „Aerial“ hat neben „luftig“ aber noch mindestens eine andere Bedeutung: „Antenne“. Und auch mit diesem Begriff lässt sich spielen. Denn zu einem Dialog gehört nicht nur das Senden\, sondern auch das Empfangen – das Sensorium für die Schwingungen und Klänge\, die vom anderen ausgehen. Lehmler und Tortiller jedenfalls haben Antennen füreinander.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/alexandra-lehmler-franck-tortiller/
LOCATION:Privat: Mozartsaal Schloss Schwetzingen\, Am Schloß\, Schwetzingen\, 68723\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Lehmler-Tortiller_1-by-Felix-Groteloh-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221021T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221021T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130043Z
LAST-MODIFIED:20221130T153054Z
UID:10000124-1666382400-1666389600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Jazztage Schwetzingen: Hemera: Tania Giannouli & Michele Rabbia & Daniele Roccato
DESCRIPTION:In der griechischen Mythologie ist Hemera die Personifikation des Tages\, vielleicht die Tochter der Nyx\, der Nacht. Die Meinungen gehen da etwas auseinander. Hemera ist aber auch der Namen des Trioprojekts\, das Tania Giannouli als »Artist in Residence« des Festivaljahrgangs 2022 eigens für diesen Anlass zusammengestellt hat\, nachdem sie im vergangenen Jahr mit ihrem eigenen\, langjährigen Trio aufgespielt hatte. Hemera steht damit in der Tradition des seinerzeit live um die Mitwirkung Michele Rabbias erweiterten Trio-Projekts REWA\, aber auch des exklusiven Quintett-Abend „Book of Lost Songs“ von 2020 in Ludwigshafen. Damals auch dabei: Michele Rabbia. Der wiederum das Projekt „Chantiers Sonores“ mit dem Bassisten Daniele Roccato am Laufen hat\, offenbar ein ad hoc-Projekt\, das es erlaubt\, auf spezifische Aufführungsorte mit lokalen Musiker:innen zu reagieren. Was genau an diesem Abend musikalisch zu erwarten ist\, ist gewollt offen. Erklärtermaßen schätzt Tania Giannouli die Freiheit\, mit den Erwartungen des Publikums zu spielen. Ein mediterraner Einschlag der mit Electronics unterfütterten Klangforschungen dürfte indes nahe liegen. Ansonsten ist der Anspruch\, den die Griechin an ihre Mitmusiker:innen richtet so einfach wie anspruchsvoll. In einem Interview hat sie sich diesbezüglich festgelegt: „Sie müssen das gleiche Engagement zeigen wie ich. Sie müssen seriös und professionell sein\, aber vor allem müssen sie die gleiche Leidenschaft und Begeisterung aufbringen wie ich. Ich habe das Glück\, dass alle Musiker in meinen Bands das gleiche „Feuer“ haben und ihre Seelen in die Musik einbringen. Dafür bin ich sehr dankbar.“ \nDas Artist in Residence-Programm beim Enjoy Jazz Festival wird gefördert von NEUSTART KULTUR/BKM und der Initiative Musik. \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/jazztage-schwetzingen-hemera-tania-giannouli-michele-rabbia-daniele-roccato/
LOCATION:Schlosstheater Schwetzingen\, Am Schloß\, Schwetzingen\, Baden-Württemberg\, 68723\, Deutschland
CATEGORIES:Artist in Residence
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Collage-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221022T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221022T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T130013Z
LAST-MODIFIED:20220927T134339Z
UID:10000123-1666468800-1666476000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Amirtha Kidambi's Elder Ones
DESCRIPTION:„In dieser Band zu spielen ist eine solche Befreiung für mich\, und ich möchte\, dass es nicht nur eine Befreiung für uns in der Band ist\, sondern auch\, dass die Leute\, für die wir spielen\, diese Art von Katharsis erleben. So\, als ob eine Last von ihnen genommen würde“\, hat die 1985 in Buffalo geborene Amirtha Kidambi einmal gesagt. „Wenn ich schreie\, sollst du auch das Gefühl haben\, dass ich für dich schreie.“ \nSchreien – das ist nur eines der vokalen Stilmittel\, das Kidambi zur Verfügung steht. Ihre Stimme\, klassisch ausgebildet\, ist von einer kaum fasslichen Ausdrucksvielfalt; sie schwebt und kreischt\, fließt dahin und bewegt sich im Zickzack durch komplizierte Melodielinien oder Raga-artige Gesänge\, sie überschlägt sich und wird glockenklar\, ist exaltiert und im nächsten Moment von zarter Zurückhaltung. Die Texte\, die von dieser Stimme dargeboten\, performt\, gesungen\, inszeniert oder herausgeschrien werden\, handeln von der amerikanischen Gegenwart\, die für viele Menschen noch immer eine von Gewalt und Rassismus ist; sie sprechen vom Erbe des Kolonialismus und dem Jetzt eines entfesselten Kapitalismus\, aber sie können auch eine spirituelle Botschaft in sich tragen. So groß die stilistische Bandbreite\, so weit der erzählerische Horizont. Elder Ones heißt das Band-Projekt\, mit dem sie musikalisch und konzeptionell also die größte Freiheit erfährt – ihre vornehmlich auf dem Harmonium produzierten Drones werden von einer vom Free Jazz kommenden Rhythmusgruppe spannungsreich kontrastiert\, und Matt Nelson am Sopransaxophon weckt Assoziationen zum Spiritual Jazz eines Pharao Sanders. Die anderen Einflüsse haben mit Kidambis Herkunft zu tun. Sie ist als Tochter südindischer Eltern mit karnatischen Rhythmen aufgewachsen und hat als Kind jeden Sonntag devotionale Bhajan-Musik gesungen\, begleitet von Harmonium und Tambourin. Zu jener Zeit entdeckte sie auch Alice Coltrane und deren Beschäftigung mit indischer Musik. Alice und John Coltrane sind Säulenheilige in Kidambis musikalischem Kosmos\, aber in ihrer Teenager-Zeit wurde sie mindestens ebenso geprägt von Punkmusik und Metal\, Hiphop und R’n’B. Nimmt man dann noch die Chormusik und das klassische Musikstudium hinzu\, die Liebe zum Jazz und vor allem Free Jazz\, dann kann man sich ungefähr den Reichtum ihrer Arbeit vorstellen – den Kidambi nicht nur mit Elder Ones offen legt\, sondern etwa auch bei Mary Halversons Code Girl\, dem Vokal Quartett Lines of Light oder in Kollaborationen mit Avantgardisten wie William Parker und Tyshawn Sorey. Genug Gründe\, sich auf Amirtha Kidambis Auftritt zu freuen.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/amirtha-kidambis-elder-ones/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/Elder-Ones-Quintet-by-Alex-de-la-Hidalga_WEB-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221023T110000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221023T123000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125938Z
LAST-MODIFIED:20220914T102451Z
UID:10000122-1666522800-1666528200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Matinee: Ingar Zach & Michele Rabbia Duo
DESCRIPTION:Der gute\, alte Drum Battle\, wie ihn einst Buddie Rich oder Gene Krupa\, Curt Cress und Pete York pflegten\, ist ja in den letzten Jahrzehnten etwas aus der Mode gekommen. Mit gutem Grund\, denn bei aller Virtuosität wirkt diese Format aus heutiger Perspektive etwas pubertär und ziemlich uncool. \nWas Ingar Zach und Michele Rabbia pflegen\, wenn sie als Drum & Electronics-Duo konzertieren\, ist gewissermaßen das erklärte Gegenprogramm zum Drum Battle. Sie suchen das subtile und ausdifferenzierte Zwiegespräch zu mal kleinteilig-rhythmischen\, mal flächigen\, mal abstrakten Soundscapes\, wobei der kreative Einbezug von Electronics die Palette der Klangfarben spannend erweitert. Zwei herausragende Alben – „[so-nò-ro]“ (2019) und „Musique Pour Deux Corps“ (2021) – dokumentieren\, dass die experimentellen Zwiegespräche mit ihren erweiterten Spielweisen dramaturgisch auch auf Albumlänge zu fesseln und faszinieren wissen. Was die Kritik schreibt? „Musique pour deux corps“\, erzählt eine schwer fassbare und nuancierte audiovisuelle Geschichte\, die den Hörer einlädt\, immer tiefer in die faszinierenden Klangwelten von Zach und Rabbia einzutauchen.“ Oder: „Wenn zwei Ausnahme-Schlagzeuger…? Nein. Perkussionisten? Wie soll man das benennen? Diese beiden Musiker haben sich so weit vom normalen Schlagzeug weg bewegt\, dass man dafür eigentlich eine neue Bezeichnung erfinden muss/sollte. Sie entwickeln Geschichten\, Dramaturgien in dem sie die Felle ihrer Trommeln\, große Trommeln\, Becken usw. zum Klingen/Sprechen/Erzählen bringen.“ \nDie beiden beteiligten Musiker braucht man indes nicht eigens vorzustellen\, waren sie doch wiederholt bei Enjoy Jazz zu Gast. Michele Rabbia\, Jahrgang 1965\, war in den vergangenen Jahren regelmäßig an der Seite von Tania Giannouli zu erleben\, spielte aber auch zusammen und Eivind Aarset und Giovanni Guidi. Darüber hinaus ist die Liste seiner Kollaborationen schier endlos und international: Von Francois Couturier über Matthew Shipp\, Louis Sclavis\, Paolo Fresu und Michel Portal bis hin zu Ralph Towner\, Marilyn Crispell und Stefano international. Ingar Zach\, Jahrgang 1971\, ist zu hören in der Band Huntsville und diversen Projekten von Christian Wallumröd („Dans les Arbres“) und Jon Balke („Magnetic North Orchestra“; „Batagraf“)\, spielte aber auch schon mit Derek Bailey und Kim Myhr.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/matinee-ingar-zach-michele-rabbia-duo/
LOCATION:Metropolink’s Commissary\, South Gettysburg Avenue 46\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69124\, Deutschland
CATEGORIES:Matinee
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_23_Ingar-Zach-Michelle-Rabbia_c_Romain-Allard-e1658321684436.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221023T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221023T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T112649Z
LAST-MODIFIED:20220927T134041Z
UID:10000178-1666555200-1666562400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Devils of Moko
DESCRIPTION:Meist sind es simple Zufälle\, die zu sinnigen Konstellationen führen: Der Pianist Dominic J. Marshall\, Bassist Mulele Matando und Schlagzeuger Sam Gardner lernten sich seinerzeit am Leeds College of Music kennen\, als sich alle drei für das dortige African Ensemble einschrieben. Mit dem Ende der Studienzeit trennten sich allerdings die Wege der drei Instrumentalisten – erst einmal. Marshall gründete sein eigenes Trio und war Teil des Cinematic Orchestra\, Mulele Matondo spielte mit Kongo Dia Ntotila\, und Sam Gardner bei Septabeat und dem Samadhi Quintet. In der vielfach verflochtenen\, aufregenden britischen Szene mussten sie sich aber einfach früher oder später noch einmal über den Weg laufen\, genauer: vor vier Jahren: Das Wiedersehen respektive Wiederhören dürfte so freudig gewesen sein\, dass man nicht mehr so schnell auseinandergehen wollte. Mit ihrem Trio Devils of Moko jedenfalls können sie ihre diversen musikalischen Vorlieben gänzlich und glänzend ausleben; als „Melting Pot“ beschreiben sie ihre Band. Was nichts anderes heißt\, als dass hier traditionelle Jazzeinflüsse\, melodische Freigeistigkeit und schwirrende Synthiesounds auf polirhythmische Grooves treffen\, die allen möglichen elektronischen Tanzmusiken ebenso viel verdanken wie die Basslinien sowohl auf ein afrikanisches Erbe rekurrieren wie auf Funk und Soul. „If music is water\, we are like fish“\, sagt Mulele Matando. Nichts wie rein ins Wasser!
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/devils-of-moko/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/DSC0077-Editnm-3.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221024T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221024T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T113145Z
LAST-MODIFIED:20220817T141432Z
UID:10000179-1666641600-1666648800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Pablo Held Trio feat. Nelson Veras
DESCRIPTION:In den vergangenen 15 Jahren hat sich das Pablo Held Trio einen Ruf als eines der spannendsten\, weil wagemutigsten Klaviertrios mindestens der europäischen Szene erarbeitet. Um sich nicht in Routinen zu verfangen\, entwickelten die drei Musiker eine feine Strategie für Expeditionen ins Überraschende: Den Verzicht auf vorbereitende Absprachen oder eine das Konzert strukturierende Setlist im Vertrauen auf ein ständig wachsendes Repertoire von circa 40 permanent abrufbaren Kompositionen als Ausgangs- und Spielmaterial für »freie« Improvisationen. Jedes Konzert folglich ein Unikat. Seit 2006 spielte das Trio zahllose Konzerte\, kassierte wichtige Preise und Auszeichnungen\, spielte für das Pirouet-Label neun erfolgreiche Alben ein und wechselte dann 2018 zum britischen Edel-Indie-Jazz-Label Edition Records. Mit dem Programm des entsprechenden Albums „Investigations“ gastierte das Trio im Herbst 2018 im Rahmen von Enjoy Jazz in dasHaus in Ludwigshafen. Wie um der Routine ein weiteres Bein zu stellen\, hat sich das Trio zur Inspiration oder um andere Möglichkeiten der Instrumentierung zu erforschen immer mal wieder Gäste wie John Scofield\, Ralph Towner\, Chris Potter oder – jüngst – den brasilianischen Gitarristen Nelson Veras eingeladen. Einen ersten Eindruck über die musikalischen Synergieeffekte dieser Zusammenarbeit vermittelt das im Frühjahr 2020 erschienene Album „Ascent“\, aber auch hier gilt natürlich „entscheidend ist auf dem Platz“. In diesem Fall auf der Bühne des „Ella & Louis“\, wo man bestaunen kann\, was sich auf der Site von Edition Records so liest: „focus on deep listenig and non-ego-driven communication“.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/pablo-held-trio-feat-nelson-veras/
LOCATION:Ella & Louis\, Rosengartenplatz 2\, Mannheim\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Ella & Louis
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/pabloheld-nancyebert-32.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221025T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221025T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125858Z
LAST-MODIFIED:20221130T153157Z
UID:10000121-1666728000-1666735200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Nik Bärtsch & Les Percussions de Strasbourg
DESCRIPTION:Als Pierre Boulez 1959 nach Straßburg kam\, um seine Komposition „Le Visage Nuptial“ aufzuführen\, brauchte er dafür eine größere Zahl von Perkussionisten\, die schließlich aus zwei Sinfonieorchestern rekrutiert wurden. Die sechs damals ausgewählten Instrumentalisten verstanden sich prächtig – und beschlossen\, zusammen zu bleiben. 1962 gründeten sie Les Percussions de Strasbourg\, ein Ensemble\, das bis heute fortgeführt wird und sich vor allem der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts verschrieben hat\, von Karlheinz Stockhausen bis Steve Reich. Immer wieder arbeitet die Gruppe mit Jazzmusikern zusammen\, gerade auch mit solchen\, die sich im Grenzgebiet zur Neuen Musik oder der Minimal Music bewegen. Und hier kommt also Nik Bärtsch ins Spiel: Dessen minimalistischer Ansatz\, sein repetitives Spiel\, sein „Zen-Funk“ verbinden sich fast selbstverständlich mit Intentionen und Formexperimenten des Straßburger Ensembles. Ihr gemeinsames Programm „Shaker Kami“ basiert auf sich langsam übereinanderlegenden\, polymetrischen Rhythmusschichten\, in die harmonische Strukturen eingeflochten werden. Unmerklich entstehen so komplexe Klanglandschaften\, dichte Räume\, in denen sich aber auf spannendste Weise unvorhersehbare rhythmische Bewegungen und Entwicklungen vollziehen. Man hat das Gefühl einer festen Statik\, die aber in leichte Schwingung versetzt ist\, wie eine Brücke oder ein Hochhaus. Eine immer neue Herausforderung beim Hören. „Die Stücke wachsen aus sich selbst heraus“\, sagt Bärtsch in der ihm eigenen Mischung aus philosophischer Abgeklärtheit und musikalischer Souveränität. Mit diesem perkussiven Klangkörper jedenfalls führt er die Arbeit an seiner „Ritual Groove Music“ auf suggestive Weise weiter. \nDas Artist in Residence-Programm beim Enjoy Jazz Festival wird gefördert von NEUSTART KULTUR/BKM und der Initiative Musik.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/nik-baertsch-les-percussions-de-strasbourg/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Artist in Residence
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Percussions_de_strassbourg_c_Christophe-Urbain.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221026T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221026T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T113759Z
LAST-MODIFIED:20221026T095309Z
UID:10000180-1666814400-1666821600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Alfa Mist
DESCRIPTION:Man erzählt solche Geschichten gerne als Bildungsroman. HipHop- und Grime-Produzent mit Migrationshintergrund entdeckt auf der Suche nach interessanten Samples den Jazz und den Global Pop für sich. Er wird ein Fan der Musik von Miles Davis und bringt sich dann selbst das Klavierspiel bei. 2017 erschien nach zwei EPs das Debütalbum „Antiphon“\, das sich mit Verve zwischen alle Stühle setzte. Für die Jazzhörer war das Album nicht »jazzy« genug\, für die HipHop-Posse zu soft\, für die Soul-Hörer zu »jazzy«. Obwohl Alfa Sekitoleko der Londoner Szene ein attraktives Angebot unterbreitete (de facto: Robert Glasper in reverse)\, blieb er im Schatten des Hypes um Shabaka Hutchings\, Nubya Garcia oder Moses Boyd. Das sollte sich erst mit dem ambitionierten vierten Album „Bring Backs“ (2021) ändern\, das in gewisser Weise als ein autobiografisches Konzeptalbum konzipiert ist. In neun eher kurzen Tracks erzählen Alfa Mist und seine originell besetzte Band (Bassklarinette\, Cello\, Trompete\, Flügelhorn) aus afropäischer Perspektive davon\, dass selbst der Erfolg eine widersprüchliche Erfahrung darstellt\, weil er stets mit der Unsicherheit einher geht\, wieder ins Prekariat zurückzufallen. Die Musik dazu ist eine sehr zugängliche und elegante Mischung aus Jazz\, Soul und HipHop\, ergänzt durch Auszüge aus einem Gedicht von Hilary Thomas („ … but change is inevitable. The isms and schisms questionable. (…) Time is a healer\, when there’s no turning back.”)\, Field Recordings aus der Londoner U-Bahn und ein paar (selbst-)reflexiveRaps. Bestechend ist die Souveränität\, mit der diese Mischung bis in die Nuancen ausbalanciert ist und sie zu einem überzeugenden Statement im Hinblick auf aktuelle Identitätspolitik(en) macht.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/alfa-mist/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_26_AlfaMist_RainTrails_c_Johny-Pitts_HighRes_3of21.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221027T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221027T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T114553Z
LAST-MODIFIED:20221026T095619Z
UID:10000181-1666900800-1666908000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Balimaya Project
DESCRIPTION:Das große Faszinosum der jungen britischen Jazzcommunity hat eindeutig mit deren Vielfalt\, Multiperspektivität und Diversität zu tun: Ohne die Musikerinnen und Musiker\, die aus ihren unterschiedlichen migrantischen Wirklichkeiten schöpfen und diverse Traditionen aus den Ländern ihrer Eltern oder Großeltern in ihre Arbeit einfließen lassen\, wäre die englische Jazz-Renaissance nicht denkbar und nur halb so interessant. London ist das Kraftzentrum dieser fiebrigen Szene\, deren Protagonistinnen und Protagonisten untereinander verbandelt sind. In immer neuen\, wechselnden Konstellationen verkörpern sie diesen Aufbruch. Das gilt nicht zuletzt für das 2019 entstandene Balimaya Project. Explizites Ziel dieses Kollektivs ist es\, in Großbritannien lebende Instrumentalisten mit afrikanischen Wurzeln mit ihren Roots zu verbinden – natürlich vor allem musikalisch. Perkussionist Yahael Camara Onono ist der Motor dieser Gruppe im Big-Band-Format. Der Sohn einer Nigerianerin und eines Senegalesen gehört seit langem zur Londoner Jazz- und Global-Music-Szene und hat etliche Gleichgesinnte zu einer Supergroup zusammengeschlossen – etwa den Posaunisten Joe Bristow vom Seed Ensemble oder Keyboarder Yohan Kebede von Kokoroko. Die Stücke des ersten Albums „Wolo So“ sind von einer imposant vielschichtigen Rhythmusgruppe getragen\, dazu kommen Koras\, Balafon und Bläser. Bezüge gibt es zur traditionellen Mande Musik Westafrikas\, aber auch zu dem in Lagos populär gewordenen Afrobeat. Funk\, Jazz\, folkloristische Elemente fließen hier ganz organisch zusammen. Das Balimaya Project – das Wort Balimaya bedeutet Verwandtschaft – ist\, so Camara Onono\, die Umsetzung des Traums\, „meine Erfahrungen von kultureller Diaspora und neuer Heimat zusammen zu bringen. Und dazu Musik\, und speziell die Djembe\, als Bindeglied zu nutzen.“ Manchmal verwirklichen sich Träume.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/balimaya-project/
LOCATION:Metropolink’s Commissary\, South Gettysburg Avenue 46\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69124\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_27_Balimaya-Project_Balimaya-press-shot-1-scaled-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221028T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221028T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T115414Z
LAST-MODIFIED:20221026T095846Z
UID:10000182-1666987200-1666994400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Lukas DeRungs KOSMOS SUITE feat. Jazzchor Freiburg
DESCRIPTION:Lukas DeRungs\, 1990 in Freiburg geboren und in Mannheim lebend\, gehört zu den interessantesten jungen Talenten der hiesigen Jazzszene. Schon während seines Klavier-Studiums in Mannheim und London hat er einige Wettbewerbe gewonnen\, und mit seinem Quintett bewies er auf etlichen Bühnen\, wie virtuos er verschiedenste Einflüsse – von klassischer Musik bis zum Hiphop – in seine Jazzsprache übersetzen kann. Niemand Geringere als Norma Winstone attestierte der Band „faszinierende Kompositionen\, hervorragendes Instrumentalspiel\, hinreißenden Gesang! Dies ist Musik voller Phantasie\, sowohl zart als auch explosiv. Ich habe es absolut geliebt!“ Auf Lorbeeren sollte man sich bekanntlich nicht ausruhen. Und dass Lukas DeRungs keineswegs auf Nummer sicher geht\, das belegt sein jüngstes Projekt: Für sein Quintett und zusammen mit dem Jazzchor Freiburg hat er eine höchstkomplexe\, vielschichtige Komposition entwickelt: Irisierender\, vielstimmiger\, sphärenhafter\, teils ins Atonale driftender Gesang vereinigt sich mit der brodelnden improvisatorischen Energie von DeRungs Quintett. Das übt einen großen Sog aus\, und ist irgendwo „zwischen Jazz des 21. Jahrhunderts und Renaissance-Chormusik\, zwischen Popsong und Avantgarde-Improvisation\, zwischen Ordnung und Chaos“ angesiedelt\, wie es in einer Selbstbeschreibung heißt. „Kosmos Suite“ ist der Titel der Arbeit\, die auf englischen Texten und Gedichten zeitgenössischer Autorinnen und Autoren beruht. Eine der Dichterinnen und in London lebende Musikerin ist Immy Churchill. „Eine solche Musik habe ich noch nie in meinem Leben gesungen\, es ist sehr herausfordernd\, aber auch sehr beglückend“\, sagt Churchill. Es geht um die ganz großen Themen\, um Vergänglichkeit und den Sinn des Daseins\, um Dunkelheit und Licht. „Ich war schon immer fasziniert von philosophischen Ideen\, die sich mit Leben und Tod auseinandersetzen“\, sagt DeRungs. „Es sind sehr grundlegende menschliche Gefühle\, die ich versucht habe in dieser Suite auszudrücken.“ Das Ergebnis ist\, um mit Norma Winstone zu sprechen\, ziemlich faszinierend. \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/lukas-derungs-kosmos-suite/
LOCATION:City Kirche Konkordien\, R2 2\, Mannheim\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Kirchenkonzerte
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Promo_KOSMOS_300dpi_hochformat-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221029T120000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221029T170000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20221206T092515Z
LAST-MODIFIED:20221207T080859Z
UID:10000208-1667044800-1667062800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Herkunft und Identität
DESCRIPTION:Am 29. Oktober feiert die Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ im Science Dome der experimenta ihre Premiere. In dem interaktiven Format gehen Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller zusammen mit dem Publikum den Fragen nach\, was Menschen ausmacht und was sie prägt. \nDerzeit haben rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund. Welche Auswirkungen hat das auf die Gesellschaft? Durch welche Faktoren werden Menschen in ihrer Entwicklung eigentlich geprägt? Diesen sowie weiteren spannenden Fragen zum Thema Herkunft und Identität gehen die TV-Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva und die Schauspielerin Simone Müller am 29. Oktober in der experimenta auf den Grund. Ihre interaktive Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ läuft um 12:00 und 15:00 Uhr im Science Dome und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. \nIdentitätssuche mit überraschendem Ausgang\nAuf Augenhöhe nehmen da Silva und Müller ihr Publikum auf eine Reise mit: Sie beginnt mit Abgrenzung und Ausgrenzung im Alltag und endet nach rund einer Stunde mit der Sensibilisierung für Toleranz\, Diversität und Selbstbestimmtheit. Die beiden Darstellerinnen haben selbst Migrationshintergrund und berichten anfangs in einem Wechsel aus humoristischen Szenen und wissenschaftlichen Erklärungen von ihren persönlichen Erfahrungen bei der Identitätssuche. Schnell wird klar: Obwohl alle Menschen zu 99\,9 Prozent das identische Erbgut besitzen\, müssen viele von ihnen mit Vorurteilen\, Rollenklischees und Diskriminierung leben. Gemeinsam mit den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern werden die Auswirkungen davon in der Show herausgearbeitet. \nIm Anschluss erklären Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller im Science Slam-Stil\, wie die wissenschaftlichen Disziplinen Mikrobiologie und Epigenetik dazu beitragen\, traditionelle Vorstellungen von Herkunft und Identität zu überdenken. So besteht zwar eine genetische Vorprägung durch die Vorfahren\, doch jeder Mensch hat grundsätzlich die Möglichkeit\, seine eigenen Werte und Verhaltensweisen zu entwickeln. Eine Erkenntnis\, die auch im letzten Teil der Show eine wichtige Rolle spielt: Die beiden Akteurinnen gehen mit dem Publikum in den Austausch und werten bestimmte Szenarien durch Abstimmungen gemeinsam mit allen aus. \nPremiere am 29. Oktober mit zwei Vorstellungen \nAm Samstag\, 29. Oktober\, gastiert die Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ in der experimenta. An diesem Tag feiert das Stück seine Premiere\, bevor es als Gastspiel auf Tournee geht. Die Aufführungen im Science Dome\, die für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren geeignet sind\, beginnen um 12:00 und 15:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6\,00 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren 4\,00 Euro. Karten gibt es ab sofort online im Ticketshop der experimenta. \n  \nDie Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ ist in Kooperation mit dem renommierten Festival „Enjoy Jazz. Festival for Jazz and More“ entstanden. Gefördert wird sie durch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und den Gewinnsparverein der BB Bank Karlsruhe. \n  \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/herkunft-und-identitaet/
LOCATION:experimenta\, Experimenta-Platz\, Heilbronn\, 74072\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/Clarissa-da-SilvaC_Marco-Fischer.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221029T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221030T000000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T115918Z
LAST-MODIFIED:20221130T153257Z
UID:10000183-1667070000-1667088000@enjoyjazz.de
SUMMARY:Nik Bärtsch’s MOBILE: SOUNDING CHURCH CIRCLES
DESCRIPTION:Konzerte in Sakralbauten üben besonderen Reiz aus: Es herrscht dort eine erhabene Stille\, in der die Musik Raum beanspruchen und eine größere Aura gewinnen kann. Nik Bärtsch ist einer der bedeutenden\, das Enjoy Jazz Festival seit Jahren prägender Künstler. Seine verschiedenen Auftritte – solo\, mit Ronin oder Mobile – haben immer wieder gezeigt\, wie sehr Musik mit spirituellen Erfahrungen verknüpft ist. Sein jüngstes Projekt führt ihn in die Christuskirche Mannheim\, wo uns ein akustisches Klang-Ring-Ritual erwartet: Nik Bärtsch’s Mobile: Sounding Church Circles verspricht ein fünfstündiges Ton- und Raum-Erlebnis\, bei dem auch das Publikum Teil eines „Rings“ ist. Den Auftakt des Abends nennt Bärtsch „Sounding Dusk-Drift“ – das Publikum kann sich leise durch das Kirchenschiff bewegen (von 19 bis 21.30 Uhr). Um 21.30 Uhr beginnt das eigentliche\, das „fokussierte“ Konzert. Und zwischen 22.30 und 24 Uhr wird der Abend mit dem „Sounding Midnight-Drift“ beschlossen. Neben der Hauptbühne beim Altar\, auf der die Protagonisten Nik Bärtsch\, Nicolas Stocker und Sha am Flügel\, an Percussion-Instrumenten\, Bassklarinette und Saxophon zu hören sein werden\, gibt es noch vier weitere Sound-Stationen im Kirchenraum – Orgeln\, Kesselpauken\, Röhrenglocken\, Tam-Tam. „Ekstase durch Askese“ – so hat Nik Bärtsch sein Tun einmal charakterisiert. Es geht ihm darum\, in der Reduktion\, in der Wiederholung\, in der Repetition in ungeahnte Tiefen vorzudringen – es geht um Kontemplation. In der Musik wie in der Zen-Meditation sei es wichtig\, vollkommen präsent im Moment zu sein\, sagte Bärtsch einmal gegenüber dem Schweizer Rundfunk. „Das repetitive Arbeiten erlaubt mir\, äußerst aufmerksam und sorgfältig zu sein. In diesem Zustand nimmt man unglaubliche Feinheiten wahr. Ruhe und Wiederholung sind ein Glaube an das Potenzial\, das sich aus den einfachsten Dingen entwickeln kann. Indem ich auf das Wesentliche reduziere\, kann ich die Dinge selbst sprechen lassen.“ Der Ring\, die Kreisbewegung\, die das Konzert in der Christuskirche mit Hilfe des Publikums vollzieht\, dürfte diesem Ideal sehr nahe kommen. \nDas Artist in Residence-Programm beim Enjoy Jazz Festival wird gefördert von NEUSTART KULTUR/BKM und der Initiative Musik.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/nik-baertsch-mobile-ritual/
LOCATION:Christuskirche\, Werderplatz 17\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Artist in Residence,Kirchenkonzerte
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/2022_10_29_NikBaertschMobileRitual_WEB-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221030T110000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221030T130000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220715T125718Z
LAST-MODIFIED:20221026T114202Z
UID:10000119-1667127600-1667134800@enjoyjazz.de
SUMMARY:Matinee: Duo Ferenc Snétberger & Anders Jormin
DESCRIPTION:2017 erschien auf ECM ein kammermusikalisches Trio-Album\, das den musikalischen Ideen des Gitarristen Ferenc Snétberger auf feinsinnige Weise gerecht wurde und zugleich den beiden anderen Protagonisten – Anders Jormin am Bass und Joey Baron am Schlagzeug – genügend Raum für eigene kreative Impulse gab. „Titok“ war Snétbergers zweites Album für ECM; er hat damit ein Ausrufezeichen gesetzt und auch seinem Spiel neue Möglichkeiten eröffnet. Teils improvisiert\, teils komponiert dringen die Stücke tief ein in das musikalische Erbe des ungarischen Roma Snétberger\, der unter anderem mit Arild Andersen und Markus Stockhausen zusammenarbeitete. Zugleich zeigen die Titel auch die Vielseitigkeit dieses Virtuosen\, die (Gypsy-)Jazz ebenso umfasst wie lateinamerikanische Musiken\, US-amerikanischen Jazz und klassische europäische Traditionen. Gerade in dem schwedischen Bassisten Anders Jormin hat er einen brillanten und kongenialen Partner gefunden: „Der Dialog zwischen klassischer Gitarre und Anders‘ Bassspiel ist für mich einzigartig“\, sagte Ferenc Snétberger seinerzeit bei Erscheinen von „Titok“. „Anders hat ein besonderes ‚Voicing‘\, eine besondere Art\, in meine Musik einzutauchen.“ Diese Wesensverwandtschaft wird auch bei der Matinee im Betriebswerk Heidelberg zu spüren sein – die Intimität auf der Bühne\, die Intimität des Raumes\, das sind die besten Voraussetzungen für ein eindrückliches Konzerterlebnis.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/matinee-duo-ference-snetberger-anders-jormin/
LOCATION:Betriebswerk\, Am Bahnbetriebswerk 5\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69115\, Deutschland
CATEGORIES:Matinee
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022_10_30_Ference_Snetberger-Jormin_c_Gabor-Valuska.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221030T170000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221030T190000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220915T091159Z
LAST-MODIFIED:20221130T153028Z
UID:10000132-1667149200-1667156400@enjoyjazz.de
SUMMARY:Tania Giannouli im Gespräch über Filmmusik
DESCRIPTION:Potzblitz! Jetzt haben wir in gleich mehreren Texten die unerhörte Vielseitigkeit und Risikobereitschaft von Tania Giannouli gepriesen\, die genau deshalb in diesem Jahr neben Nik Bärtsch als Artist in Residence des Festivals fungiert\, aber dennoch ein weiteres ihrer Arbeitsfelder (fast) unterschlagen: das Feld der audiovisuellen Medien. Die zuverlässige Filmdatenbank IMDb charakterisiert Giannouli im Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Feld der bewegten Bilder wie folgt: „Tania Giannouli schreibt Musik für ihr(e) Ensemble(s)\, Theater\, Dokumentarfilme\, Kurzfilme\, Videos und Konzerte. (…) (Ihre) Kompositionen werden als lyrisch\, inspiriert\, komplex\, eklektisch und höchst originell beschrieben – „berauschende Orchestrierungen\, die von einer europäischen Sensibilität geprägt sind\, die die Farben des Mittelmeers heraufbeschwört“. Gelistet wird dort zum Beispiel der Kurzfilm „Aristera dexia“ (2009) von Argyris Germanidis und Stavros Raptis\, der mittellange Dokumentarfilm „A Man’s Rave“ (2013) von Marcel Michalaris oder der Spielfilm „Burning Hope“ (2016) von Lotfi Achour. Auf Giannoulis Website finden sich weitere Filme\, darunter auch eine Musik für eine Greenpeace-Animation. Gewiss\, das ist noch nicht die Hollywood-Blockbuster-Liga\, aber wenn man sich noch Videokunst und Galerien hinzudenkt\, dann ist das schon ein konstantes Arbeitsfeld. Insofern ist es ein Glücksfall\, dass Tania Giannouli für ein Nachdenken über ihre Filmmusik(en) in der Rhein-Neckar-Region auf ein äußerst renommiertes traditionsreiches Festival trifft\, dessen Fokus auf anspruchsvollen Filmen liegt\, die „ästhetische Formen\, Grenzen und Diskurse als etwas Bewegliches begreift“ (Filmdienst\, Bonn): das Internationale Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH)\, das sich unter neuer Leitung erfolgreich in der ersten Liga europäischer Festivals positioniert hat. \nDas Artist in Residence-Programm beim Enjoy Jazz Festival wird gefördert von NEUSTART KULTUR/BKM und der Initiative Musik.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/tania-giannouli-im-gespraech-ueber-filmmusik/
LOCATION:Kino im Karlstorbahnhof\, Marlene-Dietrich-Platz 3\, Heidelberg\, Baden-Württemberg\, 69126\, Deutschland
CATEGORIES:Artist in Residence
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/09/2022_10_08_Tania_Giannouli_C_Yiannis_Soulis_1-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221030T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221030T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T120501Z
LAST-MODIFIED:20221026T100434Z
UID:10000184-1667160000-1667167200@enjoyjazz.de
SUMMARY:Carte Blanche Erwin Ditzner "Freedom Orchestra"
DESCRIPTION:Think big! Seit Erwin Ditzner 2008 nach einem begeisternden Konzert im Heidelberger Karlstorbahnhof vom Festivalleiter Rainer Kern die mündliche Zusage für eine alljährliche Carte blanche erhielt\, hat sich der umtriebige Schlagzeuger nicht lumpen lassen. Jedes Jahr aufs Neue überrascht er mit spannenden Konstellationen\, die ohne Proben oder Absprachen über die Bühnen gehen. Mitunter lernte man sich auch erst am Abend vor dem Konzert kennen\, bei einem Gläschen Wein. Freie Hand eben! Und so erinnern wir uns an jede Menge inspirierter\, teilweise auf Tonträgern dokumentierter Begegnungen mit u.a. Marilyn Crispell\, Aki Takase\, Alexander von Schlippenbach\, Conny Bauer\, Christopher Dell\, Jeff Parker\, Luc Ex\, Chris Jarrett oder – öfter mal – Sebastian Gramss. Was jedoch sämtliche Carte Blanche-Besetzungen eint: Nie standen mehr als vier Musiker:innen auf der Bühne. Insofern ist nicht nur die Allstar-Band von 2022 eine kleine Sensation\, sondern auch die Tatsache\, dass es sich um ein Sextett handelt. So viele dabei\, man könnte meinen\, es handle sich um ein Orchester. Zwinker\, zwinker! Ein Orchester mit zwei Unbekannten\, denn mit Achim Kaufmann und Fabian Dudek hat Erwin Ditzner noch nie gespielt\, während bei dem Konzert\, das die Carte blanche seinerzeit initiierte\, Rudi Mahall und Sebastian Gramss mit von der Partie waren. Und Ditzner\, Gramss und Matthias Muche waren für ein Projekt länger gemeinsam in Indien. Und das „Freedom“ im Orchesternamen ist nicht etwa ein Wink mit dem Zaunpfahl der Zeitläufte\, sondern weist in Richtung der 1960er und 1970er Jahre mit der Vision eines »freien« Spiels. Man ahnt\, hier fügt sich eins zum anderen. \n 
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/erwin-ditzners-carte-blanche/
LOCATION:Alte Feuerwache\, Brückenstraße 2\, Mannheim\, Baden-Württemberg\, 68167\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/Carte-Blanche.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221031T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221031T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220613T121018Z
LAST-MODIFIED:20221026T100634Z
UID:10000185-1667244600-1667253600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Doppelkonzert: seed. & Wau Wau Collectif
DESCRIPTION:Früher bekannt als SEED Ensemble\, Seed. ist eine für den Mercury Award nominierte zehnköpfige Band unter der Leitung der Altsaxophonistin und Komponistin Cassie Kinoshi. Die Band präsentiert eine herausragende Besetzung mit einigen der aufstrebendsten jungen Jazzmusiker Londons. Westafrikanisch und karibisch beeinflusster Groove\, Seed. erforscht eine Mischung von Genres durch Originalkompositionen und Improvisation. Ihre Debütveröffentlichung Driftglass (Jazz Re:freshed\, 2019) enthält den Track Afronaut (feat. XANA)\, der den Ivors Academy Award 2018 (früher bekannt als BASCA\, British Composer Award) für Jazzkomposition für großes Ensemble gewann. \nIm Zuge der dynamisch zunehmenden Anzahl an Corona-Infektionen in den vergangenen Wochen führt Ludwigshafen die Maskenpflicht für Besucher*innen von Verwaltungsgebäuden ein. Ab Montag\, 24. Oktober 2022 müssen daher alle Besucher*innen des Kulturzentrums dasHaus jeweils bis zum Sitzplatz\, beziehungsweise bis ein Sitzplatz eingenommen wird\, eine FFP2 Maske tragen.\nMehr unter: https://bit.ly/3TR0uI5
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/seed/
LOCATION:dasHaus\, Bahnhofsstraße 30\, Ludwigshafen\, Rheinland-Pfalz\, 67059\, Deutschland
CATEGORIES:Enjoy Jazz Festival 2022
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/06/145b11f8_Cassie-Kinoshi-Adama-Jalloh-II-scaled.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221031T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221031T220000
DTSTAMP:20260424T163128
CREATED:20220728T115154Z
LAST-MODIFIED:20221026T100734Z
UID:10000127-1667246400-1667253600@enjoyjazz.de
SUMMARY:Carsten Lindholm Trio
DESCRIPTION:Das Carsten Lindholm Trio spielt selbst komponierte Songs gleichberechtigt neben Interpretationen von Pop-Songs. Ob „King Of Pain“ von The Police\, „La la la“ von Sam Smith oder auch Interpretationen von Musikstücken aus der Feder von Coldplay\, Alanis Morrissette oder Sting: Stets findet das Carsten Lindholm Trio einen eleganten Weg\, diesen Welthits ihren Jazz-Stempel aufzudrücken. Ein Stempel der weniger aus Improvisationen oder verkopftem Spiel besteht\, sondern dafür sorgt\, dass die Stücke auf musikalisch spannende Art und Weise auf melodisches Jazzterrain entführt werden. Es erwartet Sie nordischer Jazz mit indischer Rhythmik\, inspiriert von Esbjørn Svensson\, Brad Mehldau\, Jan Garbarek\, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner.
URL:https://enjoyjazz.de/veranstaltung/carsten-lindholm-trio/
LOCATION:Ella & Louis\, Rosengartenplatz 2\, Mannheim\, 68161\, Deutschland
CATEGORIES:Ella & Louis
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://enjoyjazz.de/wp-content/uploads/2022/07/CarstenLindholmTrio_c_TimHarris.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR